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«Voice of Switzerland»-Gewinnerin überzeugt im ausverkauften Mogelsberger «Rössli»

Es war still um Nicole Bernegger. Nun gibt sie mit «I Still Walk» wieder ein Lebenszeichen von sich. Am Samstag trat die Baslerin eindrucksvoll in Mogelsberg auf.
Michael Hug
Powerfrau mit Powerstimme: Nicole Bernegger trat am Samstagabend in Mogelsberg auf. (Bild: Michael Hug)

Powerfrau mit Powerstimme: Nicole Bernegger trat am Samstagabend in Mogelsberg auf. (Bild: Michael Hug)

Wozu die Stühle? Elfie Wälli, Programmchefin bei Kultur in Mogelsberg (KIM), musste sich erklären: «Stellt die Stühle einfach weg, wenn ihr tanzen wollt.» Doch wozu und warum waren die Stühle überhaupt da? «Ein Kommunikationsproblem», sagte KIM-Präsident Ralph Jaegle. Oft schon – nicht beim KIM, aber anderswo – hätte sich ein (älteres) Publikum Stühle gewünscht und es waren keine da.

Am Samstag war es umgekehrt: Stühle im Saal. Deshalb weniger Platz für das Publikum – das Konzert war ausverkauft – und weniger Platz zur Gefühlsäusserung mittels Körperbewegungen. Bei Nicole Bernegger sind solche fast Pflicht, zumindest aber kaum zurückzuhalten. Stühle braucht es bei Berneggers Soul-Funk-Blues-Musik nicht.

Bernegger kennt keine Zurückhaltung

Nun waren die Stühle halt mal da. Nichtsdestotrotz war das Konzert mitreissend, stimmungsvoll und energiegeladen. Und es war heiss im Säli – was nicht nur mit der Musik etwas zu tun hatte und im Laufe des Abends durch ein Gewitter etwas gekühlt wurde. Nicole Bernegger, wie man sie kennt, kennt keine Zurückhaltung. Die ersten Töne ihrer Stimme: wie wenn ein Schneepflug sich die Strasse freischaufeln wollte.

Das ist mein Tarif, scheint sie sagen – singen – zu müssen. Dabei ist ihr wohl bewusst, dass, wenn sie zum Singen anhebt, kein Kraut mehr wächst vor ihr, dermassen viel Energie versprüht die 42-jährige Soulsängerin. Vor knapp zwei Jahren trat sie – nur vier Minuten lang – im ausverkauften Apollo Theater in New York, dem Mekka der schwarzen Soul-Musik, auf. Mit dem Harlem Gospel Choir im Rücken sang sie auch dort das Publikum in Ekstase.

Seit vier Jahren nicht mehr in der Ostschweiz

Seit ihrem Sieg bei «Voice of Switzerland» im Jahr 2013 ist Nicole Bernegger einem gesamtschweizerischen Publikum bekannt. Doch Bernegger ist auch Mutter, dreifache sogar, was vielleicht auch der Grund dafür ist, dass man sie viel zu selten hierzulande auf Bühnen sieht, zuletzt für vier Jahre nicht mehr. Noch weniger taucht sie in der Ostschweiz auf, letztmals 2015 in der Kirchberger Eintracht, vorher 2013 als frischgekürte Schweizer Stimme an den Lichtensteiger Jazztagen.

Nun war sie also wieder einmal hier, am Samstag im Rössli zu Mogelsberg. «I Still Walk» sang sie, ihre neueste Single, was so viel bedeutet wie «ich bin immer noch unterwegs». Oder: «Hallo – ich bin noch da!» Ja sie war da, Powerfrau wie eh, sang sie in ihrem zweiten neuen Song «Alien Pearl»: «She’s Not From This World» – sie ist nicht von dieser Welt. Ihre Stimme ist es in gewisser Weise auch nicht. Zu gut für dieses kleine Land. Warum diese Sängerin noch nicht berühmter ist, fragt man sich da.

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