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Wattwilerin will mit dem Ross nach Olympia

Naomi Winnewisser ist sechsfache Schweizermeisterin im Dressurreiten. Der Erfolg der 19-Jährigen Wattwilerin beginnt schon beim Hufschmied und endet vielleicht eines Tages auf dem Podest der Olympischen Spiele.
Emilie Jörgensen
Naomi Winnewisser und der 13-jährige Fürst Rousseau. (Bild: Emilie Jörgensen)

Naomi Winnewisser und der 13-jährige Fürst Rousseau. (Bild: Emilie Jörgensen)

Gerade mal laufen konnte Naomi Winnewisser, als sie zum ersten Mal mit ihrer Mutter Sabine auf einem Pferd sass. Daran erinnern kann sich die junge Reiterin nicht mehr richtig. Dass es ihr schon damals gefiel, weiss sie aber heute noch. 2003 kam dann der Beginn ihrer Karriere. Mit fünf Jahren nahm sie am ersten Dressurturnier teil. An wie vielen Turnieren Naomi Winnewisser seither schon teilgenommen hat, weiss sie nicht genau. «Es waren aber sicher mehr als 50», meint sie.

Das Erfolgsgeheimnis einer Schweizermeisterin

Ausschlaggebend für ihren Erfolg sei ihre Disziplin und ihr Einsatz. «Es ist von Vorteil, wenn man das Pferd auch abseits der Wettkämpfe selber reitet», sagt Naomi Winnewisser. «Klar, ich könnte jemanden anstellen, der die Pferde für mich trainiert, aber es ist wichtig, dass eine gute Beziehung zwischen Pferd und Reiter entsteht», ergänzt sie. Durch das viele Training verbessert sich fortan auch die Leistung der jungen Reiterin. Momentan reitet Naomi Winnewisser in der Kategorie S, der zweithöchsten Liga. Ihr Ziel ist es, eines Tages an den Olympischen Spielen teilnehmen zu dürfen. Vorerst trainiert sie aber für die Schweizer Meisterschaften, die Anfang Juli stattfinden.

Nicht nur im Sport hat Naomi Winnewisser Ziele. Im Winter will sie ihre Matura in Romanshorn abschliessen. Dafür fährt sie jeden Tag von Wattwil zum Bodensee und kehrt kurz nach Mittag wieder ins Toggenburg zurück.

Hinter dem Haus wird für die Meisterschaft trainiert

Am frühen Nachmittag beginnt die junge Reiterin mit dem Training. Die Pferde werden vier Mal in der Woche auf dem Reitplatz hinter dem Haus in Wattwil geritten. Vor dem Training putzt die Schweizermeisterin das Pferd und montiert die gesamte Ausrüstung. Dann reitet Naomi Winnewisser zuerst zehn Minuten im Schritt, damit die Muskeln des Pferdes weich werden. Anschliessend werden Lektionen geritten. Beim Dressurreiten gibt es ein vorgegebenes Programm, welches sie einhalten muss. Nach dem 50-minütigen Training wird die Ausrüstung wieder abgenommen und das Pferd geputzt. Seit diesem Winter trainiert Naomi Winnewisser zusätzlich zwei Mal in der Woche bei Silvia Iklé in Niederhasli bei Zürich. Die erfahrene Dressurausbildnerin hilft der jungen Reiterin, ihre Leistungen zu optimieren.

Der 13-jährige Fürst Rousseau schien beim Fotoermin Spass zu haben. (Bild: Emilie Jörgensen)

Der 13-jährige Fürst Rousseau schien beim Fotoermin Spass zu haben. (Bild: Emilie Jörgensen)

Naomi Winnewisser besitzt fünf Pferde und zwei gesponserte, die sie für Remo und Martha Franz aus Basel trainieren darf. «Natürlich wäre das Ganze einfacher für mich, wenn ich nur mit einem Pferd trainieren würde, und nicht mit sieben. Ich könnte mehr in die Schule gehen und mich besser für meine Prüfungen vorbereiten», sagt sie. Abgeben will sie trotzdem keines, denn mittlerweile sind ihr die Tiere ans Herz gewachsen. «Ich bin sehr stolz auf die gute Beziehung, die ich zu meinen Pferden aufgebaut habe», sagt Naomi Winnewisser.

Dressurreiten bleibt auch in Zukunft nur ihr Hobby

Würde Naomi Winnewisser nur noch reiten, könnte sie theoretisch davon leben. Dafür müsste sie sich aber auch um fremde Pferde kümmern und diese trainieren. Ihr Hobby will die Dressurreiterin aber gar nicht zu ihrem Beruf machen, denn für sie ist es wichtig, ein zweites Standbein zu haben. «Ein Unfall, der mir das Reiten verunmöglichen würde, kann ich nie ausschliessen», erklärt die Schweizermeisterin. Nach der Matura würde Naomi Winnewisser deshalb gerne ein Studium beginnen. Für eine Richtung entschieden hat sie sich aber noch nicht.

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