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Kein Museumspreis fürs Ackerhus: "Nicht enttäuscht, sondern geehrt"

Vertreter des Ebnat-Kappler Museums Ackerhus haben am Wochenende an der Verleihung des europäischen Museumspreises in Polen teilgenommen. Zwar hat ihre Institution nicht gewonnen, mit der Nomination zeigen sie sich aber mehr als zufrieden.
Anina Rütsche
José Gameiro, Jurypräsident EMYA, ehrte am vergangenen Wochenende in Warschau die Toggenburger Vertreter Marianne Nüesch und Jost Kirchgraber vom Kulturverein Ackerhus Ebnat-Kappel (von links). (Bild: PD)

José Gameiro, Jurypräsident EMYA, ehrte am vergangenen Wochenende in Warschau die Toggenburger Vertreter Marianne Nüesch und Jost Kirchgraber vom Kulturverein Ackerhus Ebnat-Kappel (von links). (Bild: PD)

Als im Winter bekannt wurde, dass das Ackerhus, Museum für Hauskultur Toggenburg in Ebnat-Kappel für den europäischen Museumspreis nominiert ist, war dies eine erneute Bestätigung für die Qualität der hiesigen Museumslandschaft. Auch wenn die Auszeichnung schliesslich nicht ins Toggenburg ging, sondern ans Design Museum in London, zeigen sich die Verantwortlichen vom Ackerhus äusserst zufrieden mit der Preisverleihung. Im Interview spricht Jost Kirchgraber, der als Präsident des Kulturvereins Ackerhus tätig ist, über seine Erlebnisse an der international geprägten Verleihung des European Museum of the Year Award 2018 (EMYA), die vom 9. bis zum 12. Mai in Warschau über die Bühne gegangen ist. Er hat sie gemeinsam mit der Betriebsleiterin Marianne Nüesch besucht.

Jost Kirchgraber, wie haben Sie als Vertreter des Ackerhus die Preisverleihung erlebt?

Am Tag vor Auffahrt flogen Marianne Nüesch und ich gespannt und voller Vorfreude nach Polen. Für uns war dies eine Premiere, denn das Ackerhus war erstmals an einem solch grossen Wettbewerb beteiligt. Die folgenden vier EMYA-Tage erlebten wir als sehr bereichernd. Marianne Nüesch hat unser Museum in einer Präsentation auf Englisch vorgestellt, in der entsprechende Bilder und auch Musikbeispiele vorkamen. Darauf haben wir viele positive Rückmeldungen erhalten, dies vor allem aufgrund der Authentizität. Wir fanden es auch interessant, uns die anderen Vorträge anzuschauen. So ergaben sich Gelegenheiten für einen gegenseitigen Austausch.

Wie sind Sie damit umgegangen, dass es schliesslich nicht für den Gewinn gereicht hat?

Damit haben wir gerechnet. Im Vergleich zu den anderen Bewerbern aus ganz Europa sind wir nämlich ein kleiner Fisch. Enttäuscht sind wir nicht, im Gegenteil, denn die Nomination ist für das Ackerhus eine grosse Ehre. Auch hat bereits im vergangenen Jahr ein schweizerisches Museum gewonnen, das Ethnografische Museum in Genf. Es war daher eher unrealistisch, dass der Preis 2018 wieder an die Schweiz geht. Die Jury hat den Gewinner übrigens bereits im Vorfeld der Veranstaltung ermittelt. Wir Kandidaten erfuhren den Namen des Siegers aber erst am Samstag.

Aus welchen Gründen ist die Nomination des Museums Ackerhus Ende 2017 eigentlich zustande gekommen?

Wir haben uns für den EMYA beworben und anschliessend kamen mehrere Experten vorbei, um unser Museum unter die Lupe zu nehmen. Ausschlaggebend sei die hohe Qualität der Sammlung gewesen und auch die moderne und schöne Gestaltung in einem alten Gebäude. Die Kombination mit dem Anbau, dem Kulturlokal, wurde ebenfalls besonders hervorgehoben. Der Raum lässt sich vermieten, und so gewinnen wir zusätzliche Besucherinnen und Besucher.

Spüren Sie in Bezug auf das Ackerhus bereits Auswirkungen dieser Nomination im internationalen Kontext?

Ich werde in der Tat öfter auf das Ackerhus angesprochen, seit durch die Medien bekannt wurde, dass wir am EMYA 2018 beteiligt sind. Wir erhalten vermehrter Anfragen von ausserhalb des Toggenburgs als früher. Die langfristige Entwicklung ist derzeit aber noch nicht absehbar. Auswirkungen hat das Ganze allerdings schon jetzt bei all jenen, die sich fürs Ackerhus engagieren. Die Nomination zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir führen das Ackerhus nicht professionell, sondern nebenberuflich, was ein grosser Unterschied zu den meisten anderen EMYA-Kandidaten ist. Mich persönlich freut vor allem, dass Marianne Nüesch und ich in Warschau neue Kontakte knüpfen und unser Netzwerk erweitern konnten. Diese Erfahrungen sind unbezahlbar.

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