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Kolumne

Nicht alles, was Grosi machte, war falsch

Im Internet findet man Anleitungen und sogenannte Life Hacks, die einem das Leben erleichtern sollen. Doch sind sie wirklich besser als das Althergebrachte?
Sabine Camedda
Sabine Camedda. (Bild: Urs Jaudas)

Sabine Camedda. (Bild: Urs Jaudas)

Es ist noch gar nicht so lange her, da nutzten die Leute noch den gesunden Menschenverstand. Die Frauen aus der Generation meiner Grossmutter beispielsweise wussten genau, welches Kraut gegen welches Leiden gewachsen war. Schmerzt ein Gelenk, haben sie Kohlblätter gewalzt und aufgelegt. Starken Husten behandelten sie mit einer Mischung aus Zwiebeln und Honig.

Bei der täglichen Arbeit im Haushalt wussten sie ebenfalls manchen Trick. Backpulver oder Essig helfen bei der Reinigung von vielen Gegenständen. Und beim Kochen von Milch gaben sie einen Glasdeckel in die Pfanne. Am Klappern erkannten sie den Punkt, bevor die Milch überkochte. Meistens jedenfalls.

Life Hacks machen das Leben leichter

Der moderne Mensch verlässt sich weniger auf ihr Köpfchen als vielmehr aufs Internet. Schnell spucken Suchportale wie Google und Co. sogenannte Life-Hacks aus. Schnell findet man den Trick, die feine Strumpfhose mit Haarspray «Laufmaschen-sicher» zu machen.

Ich lerne, wie ich mit einem Luftballon und einem Wasserglas eine Blumenvase machen kann und erfahre dabei gleich noch, wie aus einem Tennisball oder aus Legosteinen ein Schlüsselhalter wird. Das hat zumindest den Vorteil, dass ich Dinge wieder verwende – Entschuldigung, natürlich upcycle.

Für jeden Lebensbereich gibt es eine besondere Kategorie. Haushalt zum Beispiel. Da gibt es Tipps, wie ich meine Kleider platzsparend im Schrank versorgen oder wie ich einen Kleiderbügel für mehr als eine Bluse nutzen kann. Knitterfrei, das versteht sich von selbst.

Nicht alle Life Hacks taugen etwas

Es gibt auch Life-Hacks, die mir helfen sollen, dass das Putzen Spass macht. Ob sie aber etwas taugen? Ich weiss nicht. Mit grobkörnigem Salz im Chromstahlbecken der Küche reiben? Nein, da nehme ich doch lieber einen weichen Schwamm und ein Tuch.

Eindeutig zu weit geht mir der Trick, wie ich Plastiktaschen so klein zusammenlegen kann, damit sie weniger Platz einnehmen. Nicht nur, dass mir die Zeit dafür zu schade wäre. Nein, da verzichte ich lieber auf die Plastiktasche und packe meine Einkäufe in einen mehrfach benutzten Stoffbeutel. Das hat schon die Generation meiner Grossmutter so gemacht. Und es hat sich bewährt.

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