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Neun Toggenburger Schwinger beim Eidgenössischen in Zug – auch Altmeister Nöldi Forrer ist dabei

65 Schwinger vertreten die Nordostschweiz beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest Ende August in der Innerschweiz.
Beat Lanzendorfer
Mit seinen noch nicht einmal 17 Jahren gehört der Hemberger Werner Schlegel (rechts) zu den jüngsten Schwingern beim Eidgenössischen in Zug. Er hat sich seine Nomination mit vier Saisonkränzen verdient. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Mit seinen noch nicht einmal 17 Jahren gehört der Hemberger Werner Schlegel (rechts) zu den jüngsten Schwingern beim Eidgenössischen in Zug. Er hat sich seine Nomination mit vier Saisonkränzen verdient. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Nordostschweizer Schwingerverband (NOSV) hat am Mittwoch die Selektionen für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest, das vom 23. bis 25. August in Zug stattfindet, vorgenommen. Von den 65 Selektionierten gehören neun dem Toggenburger Schwingerverband an.

Nebst den Routiniers Daniel Bösch, Arnold «Nöldi» Forrer, Michael Rhyner und Beat Wickli sind fünf Neulinge dabei, die noch keine zwanzig Jahre alt sind. Gemäss dem Gähwiler Martin Kurmann, der für den abwesenden Jörg Abderhalden im Selektionsgremium sass, erhofft sich die NOSV-Spitze mehr als jene zehn Kränze, mit denen die Schwinger vor drei Jahren aus Estavayer-le-Lac zurückkehrten.

Martin Kurmann, Präsident St.Galler kantonaler Schwingerverband. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Martin Kurmann, Präsident St.Galler kantonaler Schwingerverband. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Härtefälle hätte es laut ihm keine gegeben. «Bei knappen Entscheiden wurden jene berücksichtigt, welche im Winter das NOSV-Training besucht haben.» Aber das hätten die Schwinger schon im Vorfeld gewusst. Darüber hinaus seien die üblichen sportlichen Kriterien sowie die Resultate in den Direktbegegnungen zur Anwendung gekommen. Letztendlich seien es Schwinger aus sieben Kantonen, die alle Begehrlichkeiten hätten.

«Allen kann man es nie Recht machen. Ich denke, mit dieser Selektion können alle leben.»

Schwingerkönig Nöldi Forrer ist erneut dabei

Keine Berücksichtigung fand hingegen Rico Baumann vom Schwingclub Flawil, der im bisherigen Saisonverlauf einen Kranz holte. «Er stand ebenfalls an der Schwelle, im Vergleich mit anderen NOSV-Schwingern hat es ihm aber knapp nicht gereicht. Ich gehe davon aus, dass er in den nächsten Wochen noch nachrutschen würde, sollte sich der eine oder andere Nominierte verletzen», sagt Kurmann.

Erneut dabei ist der sechsfache Eidgenosse und Schwingerkönig Arnold «Nöldi» Forrer. Der bald 41-Jährige dürfte aber aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme (Hüfte) eine untergeordnete Rolle einnehmen. «Nöldi verliert weiterhin nicht gerne und er hat zuletzt auf der Rigi bewiesen, dass er gegen gute Schwinger stellen kann. Seine Routine darf man nicht unterschätzen, zumal das Eidgenössische über zwei Tage geht. Ich bin überzeugt davon, dass wir ihn nicht abschreiben sollten und er noch gute Mannschaftsdienste für den NOS-Verband leisten kann.»

Bei den Jungen gehe es in erster Linie darum, Erfahrungen zu sammeln. «Alle haben in ihrer jungen Karriere bereits Eidgenossen besiegt.» Vieles hänge davon ab, wie sie sich der Situation stellen und wie sie mit dem Druck in der riesigen Arena umgehen können.»

Die Favoritenrollen
 sind verteilt

Die Ostschweizer Delegation stellt mit dem 31-jährigen Zuzwiler Daniel Bösch, dem 24-jährigen Bündner Armon Orlik sowie dem 21-jährigen Thurgauer Samuel Giger drei der meistgenannten Topfavoriten. Zum erweiterten Kreis zählt Kurmann auch jene, die bei den Kantonalen und beim Teilverbandsfest Spitzenplätze belegten. Nach seiner Einschätzung sei auch der Winterthurer Samir Leuppi bereit für den eidgenössischen Kranz. «Zudem hoffen wir in Zug auf einige Ostschweizer Neukranzer.»

Während der Präsident des St.Galler Kantonalen Schwingerverbandes und Kassier beim NOSV dem Nachwuchs die benötigte Zeit einräumt, erwartet er von der NOS-Delegation viel: «Ich traue ihr den Königstitel zu und ich hoffe, dass sich die Ostschweizer Mannschaft so teuer als möglich verkaufen wird. Wenn alle ihr Leistungspotenzial abrufen, bin ich davon überzeugt, dass Zug für die Ostschweiz ein gutes Pflaster wird», sagt Martin Kurmann abschliessend.

Vier Alte – fünf Junge

Sie vertreten das Toggenburg in Zug: Daniel Bösch, 1988, Zuzwil, Schwingclub Wil, 104 Kränze, davon sechs in der laufenden Saison; Arnold «Nöldi» Forrer, 1978, Stein SG, Schwingclub Wattwil, 147 Kränze (Rekord), davon zwei in der laufenden Saison; Pascal Heierli, 1999, Ebnat-Kappel, Schwingclub Wattwil, drei Kränze, davon zwei in der laufenden Saison; Damian Ott, 2000, Dreien, Schwingclub Wil, vier Kränze, davon einer in der laufenden Saison; Marcel Räbsamen, 2000, Müselbach, Schwingclub Wil, drei Kränze, alle in der laufenden Saison; Michael Rhyner, 1985, Wilen bei Wil, Schwingclub Wil, 38 Kränze, davon zwei in der laufenden Saison; Lars Rotach, 2000, Ulisbach, Schwingclub Wattwil, zwei Kränze, alle in der laufenden Saison; Werner Schlegel, 2002, Hemberg, Schwingclub Wattwil, fünf Kränze, davon vier in der laufenden Saison; Beat Wickli, 1995, Ennetbühl, Schwingclub Wattwil, 15 Kränze, davon einer in der laufenden Saison. Zum Toggenburger Schwingerverband gehören die Schwingclubs Wattwil, Wil, Flawil und Uzwil. (bl)

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