Neujahrsanlass SVP Toggenburg: Gastreferent Mike Egger will für die Büezer ins «Stöckli»

Zum traditionellen Neujahrsanlass lud die SVP Toggenburg am Freitag ins «Rössli Tufertschwil» ein. Mit seinen klaren Aussagen zur Ständerats Kandidatur kam Mike Egger bei den Mitgliedern gut an.

Peter Jenni
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Linus Thalmann, Ivan Louis, Mike Egger, Linda Riedweg, Jakob Durscher und Mirco Gerig (von links). (Bild: Peter Jenni)

Linus Thalmann, Ivan Louis, Mike Egger, Linda Riedweg, Jakob Durscher und Mirco Gerig (von links). (Bild: Peter Jenni)

Mit der Aussage, die SVP Toggenburg habe ein spannendes Jahr hinter sich, hiess Präsident Kantonsrat Mirco Gerig im Landgasthof Rössli knapp 40 Personen zum Neujahrsanlass willkommen. Darunter die Kantonsräte Ivan Louis und Linus Thalmann, Gastreferent Mike Egger, Jakob Durscher, Wattwil, nebenamtlicher Richter am Kreisgericht Toggenburg, sowie Linda Riedweg, Lütisburg, bei der sich Gerig für die Organisation bedankte. Bevor den Gästen aus der «Rössli»-Küche Fondue und andere Spezialitäten serviert wurden, liess der Präsident das Jahr 2018 Revue passieren, wobei er die Abstimmungsresultate kurz analysierte. Dass auch Toni Brunners Rücktritt aus dem Nationalrat nicht fehlen durfte, versteht sich von selbst.

Weitere Themen bildeten unter anderen das Rahmenabkommen Schweiz-EU oder etwa das Waffenrecht. Mirco Gerig rief dazu auf, konsequent jene Leute ins Parlament zu wählen, «die verlässlich zur Schweiz stehen und nicht solche, die Freiheit predigen und nachher gegen die Selbstbestimmung politisieren». Schliesslich kam er auch auf anstehende Toggenburger-Projekte wie Spitalplanung und Campus Wattwil zu sprechen.

Abwesenheiten haben keinen Platz

Über die Festtage sei er vom Kantonalvorstand mit der Kandidatur für die Ersatzwahl in den Ständerat konfrontiert worden, erklärte Mike Egger. Nach vielen Überlegungen habe er zugesagt, sich an der Kantonaldelegiertenversammlung vom 9. Januar der Nomination zu stellen. Ihn störe besonders, dass im Ständerat weder Handwerker noch junge Leute vertreten seien. Die bis dato an seiner Person geäusserte Kritik konterte er damit, dass er einerseits viel von Toni Brunner und seit sechs Jahren auch von den Kollegen im Kantonsrat habe lernen können. Zudem befinde er sich seit seinem Lehrabschluss in einem dauernden berufsbegleitenden Weiterbildungsprozess. Dass Egger politisch vielseitig interessiert ist, ging aus seinen Äusserungen zum Beispiel über die starke Wirtschaftsregion Ostschweiz hervor, die in Bern bei den Kernthemen zu wenig vertreten sei. Weiter ging er auf das Rahmenabkommen Schweiz-EU ein, wozu der Bundesrat nicht klar Position beziehe und inzwischen sogar die Gewerkschaften erkannt hätten, dass hier etwas nicht stimme. Ein weiterer wunder Punkt ist für Egger die Unionsbürgerschutzrichtlinie, die nicht Teil des Abkommens sei, was die EU auch akzeptiere.

Allerdings sei er davon überzeugt, «dass spätestens zwei Jahre nach Abschluss des Abkommens die erpresserischen Massnahmen der EU bezüglich Einführung der Richtlinie weiter gehen werden». Ebenso kamen Migration und Asylpolitik zur Sprache, wobei der momentane Rückgang im Asylwesen jederzeit wieder ansteigen könne. Auf die Frage nach dem Verbleib im Kantonsrat antwortete Mike Egger: «Ich werde meinen Rücktritt in der Februarsession bekannt geben. Dies weil sich danach die Sessionen des Nationalrates und des Kantonsrats überschneiden. Eine Abwesenheit in einem der beiden Parlamente kommt für mich nicht in Frage, da wir als Parlamentarier den klaren Auftrag haben das Volk bei politischen Fragen zu vertreten. Hier haben Abwesenheiten keinen Platz.»

Ein fleissiger Schüler

Mike Andreas Egger, geboren am 2. August 1992, wohnt in seinem Heimatort Berneck. Derzeit steckt der Rheintaler in der Ausbildung zum Executive Master in Business Administration FHO. Bisherige erfolgreiche Abschlüsse: Diplomierter Betriebswirtschafter NDS HF, Technischer Kaufmann mit eidgenössischem Fachausweis, höheres Wirtschaftsdiplom HWD und diplomierter kaufmännischer Sachbearbeiter WZR. Seit 2014 durchläuft er bei der Micarna SA in Bazenheid diverse Weiterbildungen, so seit Januar 2018 zum Fachspezialisten Administration. Seit 2012 ist er im Kantonsrat, während fünf Jahren hatte er die JSVP Kanton St. Gallen präsidierte und seit dem 1. Januar 2019 gehört er dem Nationalrat an. Seit sechs Jahren engagiert sich Egger in der Wirtschaftsgruppe, in den IGs Haus- und Grundeigentum, Sport, Fisch und Fleisch, sowie im landwirtschaftlichen Club des Kantonsrats. (pjm)