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Neuer Präsident der FDP Toggenburg will mutig sein

Nach zehn Jahren kommt es an der Spitze der FDP Toggenburg zu einem Wechsel. Der Untertoggenburger Simon Seelhofer ersetzt den Obertoggenburger Urs Frei. Ein Wechsel mit Symbolcharakter.
Ruben Schönenberger
Simon Seelhofer wurde zum neuen Präsidenten der FDP Toggenburg gewählt. (Bild: Ruben Schönenberger)

Simon Seelhofer wurde zum neuen Präsidenten der FDP Toggenburg gewählt. (Bild: Ruben Schönenberger)

Es war ein Kreis, der sich am Mittwoch für Urs Frei schloss. Der abtretende FDP-Toggenburg-Präsident durfte an der letzten von ihm geführten Hauptversammlung den Zürcher Ständerat Ruedi Noser begrüssen. Auch bei einem von Freis ersten Anlässen war dieser schon zu Gast – damals noch als Nationalrat. Der Politiker unterhielt sich im Anschluss an die Hauptversammlung mit einem anderen Ruedi, dem Geschäftsführer der Morga, Ruedi Lieberherr, der zudem über die Geschichte der Morga referierte (siehe unten).

Gekommen waren die 37 FDP-Mitglieder auch wegen des Rahmenprogramms. Dennoch war der eigentliche Anlass die Hauptversammlung der Regionalpartei. Wie bei allen anderen Regionalparteien ist in Jahren ohne Wahlen in kommunalen, kantonalen oder nationalen Räten nicht allzu viel los. Viel Programm hätte es an dieser HV also eigentlich nicht gegeben. Wäre da nicht der angekündigte Rücktritt des Präsidenten gewesen.

«Es war mir eine Ehre»

Entsprechend stand auch Freis Jahresbericht im Zeichen des Wechsels. Zwar blickte er wie üblich auf das vergangene Jahr zurück, er liess den Blick aber auch weiterschweifen. «Es war mir eine Ehre, zehn Jahre an der Spitze der Partei stehen zu dürfen», sagte Frei. Es sei Zeit für frischen Wind. Als er das Amt angetreten habe, hat die Aufgabe vor allem in der weiteren Zusammenführung der früheren Bezirksparteien gelegen. «Das war nicht immer einfach, aber heute sind wir eine Einheit.» Fast schon sinnbildlich, dass mit Vreni Wild eine Neckertalerin die offizielle Verdankung des Obertoggenburgers Frei übernahm und dass mit dem Kirchberger Simon Seelhofer ein Untertoggenburger auf dem Präsidentensessel nachrückt.

Diesen bezeichnete Frei als Idealkandidaten, nach dem die Partei sorgfältig gesucht habe. Seelhofer selber sagte den Mitgliedern, er wolle mutig sein. «Manchmal muss man etwas wagen, das für Kopfschütteln sorgt», sagte der dreifache Familienvater. Das habe auch in Kirchberg funktioniert, wo man mit zwei Kandidaten in das Rennen um die Nachfolge des CVP-Gemeindepräsidenten gestiegen sei. Und gewonnen habe. Er übernehme das Präsidium, weil er sich gerne engagiere.

Auch die Aktuarin ist neu

Neben Seelhofer darf der Vorstand auf zwei weitere neue Mitglieder zählen. Zum einen ersetzt Andrea Abderhalden-Hämmerli die abtretende Aktuarian Sabine Hug. Die Nesslauerin ist verheiratet und hat drei Kinder. Ebenfalls neu im Vorstand ist der Wahlkampfchef Urs Stillhard. Er hat diese Aufgabe aber schon im letzten Jahr von Christian Hildebrand übernommen, der dieses Amt während der letzten Wahlen ausgeübt hatte.

Ruedi und Ruedi

Nach der Hauptversammlung der FDP Toggenburg gewährte Ruedi Lieberherr den Anwesenden einen Einblick in die Firmengeschichte der Morga, deren Anfänge unter anderem in Indien liegen, wo Lieberherrs Grossvater tätig war.

Anschliessend stellten sich Ruedi Lieberherr und der Zürcher Ständerat Ruedi Noser den Fragen von Werner Raschle. Noser schien die Umgebung zu gefallen. Gelöst und gut gelaunt gab er auf die nicht typischen Fragen des Moderators Antwort. Als Raschle wissen wollte, welche Eigenschaften Noser bei einer Bewerbung für die Morga herausstreichen würde, gab er zur Antwort: «Schwer vermittelbar.» Er habe sich nach dem Studium selbstständig gemacht und deshalb noch nie in einer Anstellung gearbeitet. Zudem sei er ein kreativer Chaot, der vor allem in zwei Punkten gut sei: beim Verkaufen und in der Menschenkenntnis.

Noser sprach sich im Gespräch vor allem dafür aus, dass die Politik sich nicht nur um die Bewahrung des Status Quo kümmern sollte, sondern auch die Zukunft gestalten solle.

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