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Ein Neuer nimmt einen Anlauf am Abhang unter dem ehemaligen «Iberg» in Wattwil

Ein Investor will das Gelände unterhalb des ehemaligen Restaurants Iberg in Wattwil überbauen. Geplant sind 30 Wohnungen. Die Bauzeit soll zwei Jahre dauern.
Martin Knoepfel
Eine Firma aus Herisau will den Abhang zwischen dem Spital Wattwil und der Iburg mit Terrassenhäusern überbauen. Das ehemalige Restaurant Iberg (Bildmitte) soll abgerissen werden. (Bild: Martin Knoepfel)

Eine Firma aus Herisau will den Abhang zwischen dem Spital Wattwil und der Iburg mit Terrassenhäusern überbauen. Das ehemalige Restaurant Iberg (Bildmitte) soll abgerissen werden. (Bild: Martin Knoepfel)

Es ist keine unendliche Geschichte, aber doch eine sehr langwierige. Seit Mitte März liegt ein neues Baugesuch für die Überbauung des Abhangs zwischen dem Spital und dem früheren Restaurant Iberg in den Räumen der Gemeindeverwaltung von Wattwil auf.

Bauherr aus Herisau

Bauherr ist jetzt die Firma Race Invest AG aus Herisau. Sie will fünf je dreistöckige Terrassenhäuser erstellen.

Die Firma existiert seit 2016 und bezweckt laut Handelsregister den Bau, den Verkauf und den Besitz von Immobilien sowie den Handel mit denselben.

Einziger Verwaltungsrat ist Almir Eminovic aus Gossau. Die Firma ist nicht an der Börse kotiert, und ihre Aktien werden auch nicht an der Berne Exchange ausserbörslich gehandelt.

Weisse Fassaden und begrünte Flachdächer

Die fünf Gebäude sind auf drei Ebenen geplant. Die Bauzeit soll von Juni 2019 bis Juni 2021 dauern. Auf der untersten und der mittleren Ebene sollen zwei Häuser zu stehen kommen. Das frühere Restaurant Iberg soll – wie das bei einem Projekt von 2015 geplant war – abgerissen werden.

Alle neuen Gebäude sollen begrünte Flachdächer erhalten. Die Fassaden sollen weiss gestrichen werden. Die neuen Gebäude werden sich damit in der Gestaltung deutlich vom 2015er-Projekt unterscheiden. .

30 Wohnungen sind geplant

Geplant sind total 30 Wohnungen. Die Hälfte sind Zweieinhalb-Zimmer-Wohnungen. Dazu kommen zehn Dreieinhalb- und fünf Viereinhalb-Zimmer-Wohnungen.

Das Architekturmodell der geplanten Überbauung ist im Foyer des Gemeindehauses von Wattwil ausgestellt. (Bild: Martin Knoepfel)

Das Architekturmodell der geplanten Überbauung ist im Foyer des Gemeindehauses von Wattwil ausgestellt. (Bild: Martin Knoepfel)

Die Flächen der Wohnungen des neuen Projekts betragen 53 bis 87 Quadratmeter.

In zwei Tiefgaragen sind 45 Plätze für Autos vorgesehen. Die untere Tiefgarage liegt zwischen den untersten beiden Häusern und der Ibergstrasse. Auffällig ist, dass die Einfahrten zu den Tiefgaragen Steigungen von bis zu zwölf Prozent haben.

Wohnungen erhalten grosse Balkone

Die Gebäude sind nach Osten orientiert, liegen aber schattenhalb. Alle Wohnungen sollen grosse Balkone erhalten.

Gegen Süden – also in Richtung Churfirsten – und gegen Norden sind grosse, teils raumhohe Fenster vorgesehen. Alle Wohnungen sollen Wohnküchen erhalten.

Die Drei- und Viereinhalb-Zimmer Wohnungen werden zwei komplette Nasszellen erhalten. Die Häuser sollen mit Gas geheizt werden. Die Baukosten allein für die Gebäude werden mit acht Millionen Franken angegeben.

Auflage bis zum 18. April

Der Hang oberhalb des Spitals ist bis zu 45 Grad steil. Der Bauherr von 2015 hatte zur Sicherung T-förmige Elemente bergseits der Häuser in den Boden treiben wollen.

Das gesamte Areal misst über eine halbe Hektare. Die Fläche aller Gebäude beträgt 2314 Quadratmeter. Das neue Bauprojekt stammt von einem Wiler Architekturbüro. Die Auflage dauert noch bis zum 18. April. So lange läuft ebenfalls die Einsprachefrist.

Legendäre Wirtin im «Iberg»

Das Restaurant Iberg unterhalb der Iburg in Wattwil war beliebt. Ausflügler, Familien, die ein Fest feierten oder Firmen, die ein Essen veranstalteten, kehrten dort ein. Ebenso Familien mit Kindern, Angestellte des Spitals oder Künstler.

Früher schrieb sich das Restaurant Yburg. Die Biermarke ist ebenfalls Geschichte. (Bild: Martin Knoepfel)

Früher schrieb sich das Restaurant Yburg. Die Biermarke ist ebenfalls Geschichte. (Bild: Martin Knoepfel)

Die letzte Wirtin im «Iberg» war die gebürtige Winterthurerin Silvia Lameraner. Sie hatte das Haus zusammen mit ihrem Mann 1971 als Alterssitz gekauft. Ein Jahr später begann sie, selber zu wirten, nach einer schwierigen Anlaufzeit mit viel Erfolg. Sie starb im Herbst 2008. Das Restaurant hatte sie aus Gesundheitsgründen einige Zeit vorher schliessen müssen. Nach ihrem Tod wurde das Lokal nicht wieder in Betrieb genommen.

Exklusive Eigentumswohnungen geplant

2015 wollte ein Unternehmer aus Schmerikon auf dem Gelände zwischen dem Spital und der Iburg fünf Terrassenhäuser mit zusammen 15 Eigentumswohnungen gehobenen Standards erstellen lassen. Wollte, denn es wurde nur ein einziges Haus realisiert.

Bei diesem Projekt hätten Viereinhalb- und Fünfeinhalb-Zimmer-Wohnungen, darunter Attika-Wohnungen, erstellt werden sollen. Diese Wohnungen hätten 90 bis 110 Quadratmeter gemessen.

2015 waren Investitionen von zehn bis zwölf Millionen Franken geplant

Der Investor aus Schmerikon ging 2015 gegenüber dieser Zeitung von Investitionen von zehn bis zwölf Millionen Franken aus. Das Areal wechselte zudem mehrmals den Besitzer.

Die Überbauung erfordert auch eine Umlegung des Burgwegs. 2016 hatten die St. Galler Wanderwege gegenüber dieser Zeitung erklärt, dass sie auf eine mögliche Einsprache dagegen verzichten.

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