Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

«Neue Möglichkeiten für Kirchgemeindezentrum eröffnen»

Nach der Schliessung des Polizeipostens in Brunnadern möchte die Gemeinde Neckertal die Liegenschaft an der Dorfstrasse nun veräussern. Bisher einzige Interessentin ist die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde.
Urs M. Hemm
Gemäss Inschrift wurde das Haus im Zentrum von Brunnadern im Jahr 1620 erbaut. Es befindet sich zurzeit in Besitz der Gemeinde Neckertal und soll nun zusammen mit der Scheune verkauft werden. (Bild: Urs M. Hemm)

Gemäss Inschrift wurde das Haus im Zentrum von Brunnadern im Jahr 1620 erbaut. Es befindet sich zurzeit in Besitz der Gemeinde Neckertal und soll nun zusammen mit der Scheune verkauft werden. (Bild: Urs M. Hemm)

Trotz moderner Infrastruktur und zentraler Lage ist das Interesse am ehemaligen Gemeindehaus Brunnadern, in welchem zuletzt die Kantonspolizei einen Stützpunkt hatte, gering. In den aktuellen Mitteilungen der Gemeinde Neckertal heisst es, dass der Gemeinderat aktiv mit verschiedenen regionalen Organisationen Kontakt aufgenommen habe, um ein allfälliges Kaufinteresse abzuklären − diese Bemühungen blieben jedoch ohne Ergebnis. Auch eine Ausschreibung im Mitteilungsblatt vom 31. August verlief bisher erfolglos.

Zentrales Kirchgemeindezentrum

Doch nun hat die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Unteres Neckertal auf Anfrage der Gemeinde ihr Interesse angemeldet. «Es stimmt, dass wir konkret darüber diskutieren, die Liegenschaft zu kaufen», bestätigt Kurt Oehninger, Präsident der Kirchenvorsteherschaft, «vorausgesetzt, dass die Bürgerschaft an der Bürgerversammlung im kommenden Frühjahr dem Verkauf zustimmt», sagt er weiter.

Sollten sich bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 15. Oktober keine weiteren Interessenten melden, wolle der Gemeinderat den Verkauf der Liegenschaft an die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Unteres Neckertal der Bürgerschaft zur Annahme empfehlen.

Mit dem Kauf des alten Gemeindehauses würden sich für die Kirchgemeinde ganz neue Möglichkeiten eröffnen, sagt Kurt Oehninger. «Zurzeit nutzen wir das alte Schulhaus in Necker, wo unter anderem das Sekretariat, das Sitzungszimmer, der Jugend- sowie der Bandraum untergebracht sind.» Zudem hat die Kirchgemeinde Räumlichkeiten an der Dorfstrasse 24 in Brunnadern gemietet. «Im alten Gemeindehaus könnten wir ein Kirchgemeindezentrum einrichten, wo alle Platzbedürfnisse erfüllt würden und alles an einem Ort wäre», sagt Kurt Oehninger.

Die «Schüür »bleibt bestehen

Kurt Oehninger, Kirchenratspräsident Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Unteres Neckertal (Bild: PD)

Kurt Oehninger, Kirchenratspräsident Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Unteres Neckertal (Bild: PD)

Zur Liegenschaft gehört neben dem alten Gemeindehaus auch die angrenzende Scheune, in welcher der Verein Schüür eingemietet ist. Daran würde sich auch nichts ändern. «Das Angebot des Vereins Schüür wollen wir mit allen Mitteln aufrechterhalten. Sie verrichten eine gute und wertvolle Arbeit, so dass die Kirchgemeinde den Vertrag mit dem Verein sicherlich weiterführen würde», sagt Kurt Oehninger. Zudem könnte nach Absprache mit dem Verein die «Schüür» für den Kirchenkaffee, Apéros oder für weitere Anlässe der Kirchgemeinde genutzt werden.

Für den Kauf des alten Gemeindehauses würde zudem die vorhandene Infrastruktur, wie beispielsweise der Lift, und ganz allgemein dessen guter Zustand sprechen. «Wir hatten auch schon den Kauf des Wohnhauses an der Dorfstrasse 24 ins Auge gefasst. Dort wären aber umfangreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten nötig, um es unseren Bedürfnissen anzupassen», erläutert Kurt Oehninger. Solche umfangreichen Arbeiten wären beim alten Gemeindehaus nicht nötig.

Finanzierung ohne Verschuldung möglich

Gemäss Ausschreibung der Gemeinde Neckertal müsste ein Käufer 1,2 Millionen Franken für die Liegenschaft samt Scheune aufbringen. Laut Kurt Oehninger sollte die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Unteres Neckertal diesen Betrag ohne Neuverschuldung aufbringen können. «An der letzten Kirchbürgerversammlung haben wir beschlossen, das Pfarrhaus in Brunnadern, die Scheune Dorf sowie das Wohnhaus Haselacker zu verkaufen. Zudem soll der Wald am Schafberg bei Mogelsberg und ein Teil des Schartenwaldes, Brunnadern, veräussert werden.»

Kurt Oehninger ist davon überzeugt, aus dem Erlös dieser Verkäufe den grössten Teil des Kaufpreises abdecken zu können. Über die Begleichung einer allfälligen Differenz müsste mit der Zentralkasse der Kantonalkirche verhandelt werden. «Ohnehin bedarf der Kauf der Genehmigung durch den Kirchenrat und nicht zuletzt der Beschlussfassung der Kirchgemeindeversammlung», betont er.

Bereicherung für Brunnadern

Das nächste Ziel sei nun, nach Gesprächen mit der Kantonalkirche, den Verantwortlichen des Vereins Schüür und mit der Gemeinde Neckertal, der Kirchgemeindeversammlung konkrete Resultate präsentieren und entsprechende Anträge zuhanden der Versammlung stellen zu können.

«Die Kirchenvorsteherschaft ist überzeugt, dass die Errichtung eines Kirchgemeindezentrums für die Kirchgemeinde, insbesondere aber für das Dorf und den Kirchkreis Brunnadern, eine Bereicherung wäre», sagt Kurt Oehninger. Es gäbe nicht nur Schliessungen im Dorf, sondern auch Eröffnungen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.