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Neue Linienführung in Ebnat-Kappel gefällt nicht allen

Nach langen Diskussionen, Abklärungen und Testfahrten hat der Gemeinderat entschieden, dass der BLWE-Bus ab Dezember 2019 durch die Rosenbühlstrasse fährt. Das stösst vor allem den Anwohnern sauer auf.
Sabine Schmid

«Entscheidungen werden getroffen. Gerade in einem Gemeinderat müssen immer mal wieder Beschlüsse gefasst werden, die nicht überall gut ankommen. Es kann sein, dass die Betroffenen sich nicht gerade freuen, ja sogar richtig wütend werden und ihrem Ärger Luft machen müssen.» Mit diesen Worten beginnt ein Schreiben eines Gegners der neuen BLWE-Linienführung an die Mitglieder des Ebnat-Kappler Gemeinderats. Dies wenige Tage nachdem der Gemeinderat bekannt gegeben hat, dass die neue Linienführung des BLWE-Busses Tatsache wird.

Vor allem Bedenken wegen der Sicherheit

Die Idee, den Bus über die Sonnegg- und die Rosenbühlstrasse und in einer Schlaufe über die Hof- und die Ebnaterstrasse zu führen als wie bisher in beide Richtungen über die Ebnater- und die Hofstrasse, ermöglicht die Erschliessung des Quartiers Ackerebni mit dem öffentlichen Verkehr. Dort wird auf Höhe der Ackerstrasse eine neue Haltestelle errichtet. Weil die bisherigen Haltestellen «Gemeindehaus» und «Mühlau» nur noch einmal angefahren werden, verkürzt sich die Fahrzeit leicht. Dies wirke sich positiv auf die Fahrplanstabilität aus, schreibt der Gemeinderat in der Gemeindeinfo Ebnat-Kappel vom 17. Mai. Dazu falle auch das schwierige Wendemanöver im Knoten Rosenbüelstrasse-Wierstrasse-Hofstrasse weg. Man sei sich bewusst, dass die Strasse im Bereich der Sonneggkurve eng sei. Hier soll eine Lichtsignalanlage installiert werden, um die nötige Sicherheit zu gewährleisten.

Das, so glauben Anwohner, die sich in der IG «Nein zur neuen BLWE-Linienführung in Ebnat-Kappel (Ebnater-Schlaufe)» zusammengetan haben und zu denen auch Matthias Diener gehört, sei zu wenig, um die Sicherheit der Fussgänger und Radfahrer auf der Sonnegg-und der Rosenbühlstrasse zu gewährleisten. Ein Busbetrieb sei in diesen Strassen nicht möglich. Dieses Fazit zog die Interessengemeinschaft im vergangenen Frühjahr, nachdem die neue Linienführung während einer Woche getestet worden war. «Ich habe einige brenzlige Situationen gesehen», berichtete Matthias Diener damals. Wenn der Bus gekommen sei, seien die Autos einfach aufs Trottoir ausgewichen. Da der Schulweg für viele Schüler vom Kindergarten bis zu Oberstufe dort durchführt, mögen die Anwohner gar nicht denken, was alles passieren könnte.

Mitglieder der IG führen noch weitere Bedenken an: ein Unterflurbehälter, bei dem es zu Verkehrsstockungen kommt, das fehlende Trottoir auf der Strassenseite der Haltestelle, die Kreuzungen mit Rechtsvortritt oder die Schneemahden. In einer Petition haben die Mitglieder der IG im vergangenen Jahr 372 Unterschriften gegen die neue Linienführung gesammelt und an den Gemeinderat geschickt. «Trotz der vorgebrachten Bedenken der Anwohnern und nach Rücksprache mit der Kantonspolizei und dem Amt für öffentlichen Verkehr des Kantons St. Gallen, ist der Gemeinderat vom Mehrwert der geplanten Änderung überzeugt.»

Chancen für bessere ÖV-Lösung verpasst

Auch wenn sich die Gegner der neuen BLWE-Linienführung in Leserbriefen und mit einer Facebook-Gruppe gegen den Entscheid des Gemeinderats wehren, steht der Entscheid fest, dass der Bus ab Fahrplanwechsel 2019 die neue Linie bedient. Es seien Chancen verpasst worden, für ganz Ebnat-Kappel eine bessere ÖV-Lösung auszuarbeiten, heisst es im anfänglich zitierten Schreiben weiter. «Mit diesem aktuellen Entscheid wird vermutlich sogar für viele Jahre nichts mehr an der ÖV-Situation zu ändern sein und mit der Ebnater-Schlaufe in der angedachten Form eine unglückliche und gefährliche Lösung zementiert.» Gerade die Anliegen der Bewohner des Gieselbach-Quartiers, die seit Jahren intensiv für eine bessere Anbindung an den ÖV kämpften, würden ignoriert werden. Zumal der Gemeinderat gerade als Vorteil der neuen Linienführung betone, dass ein Quartier neu erschlossen würde.

Den Zeitpunkt für die Inbetriebnahme der neuen BLWE-Linienführung finden die Mitglieder der IG aufgrund der anstehenden Grossbaustellen beim Schulhaus Wier und beim Pflegeheim alles andere als ideal. Ob und wie sich die IG «Nein zur neuen BLWE-Linienführung in Ebnat-Kappel (Ebnater-Schlaufe» noch wehren können, wird sich zeigen.

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