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Damals: Neue Besitzverhältnisse der Högg AG

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Die Högg AG zählt auf Nischenprodukte, vor allem im Liftbaubetrieb. (Bild: PD)

Die Högg AG zählt auf Nischenprodukte, vor allem im Liftbaubetrieb. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

8. Januar: Wattwil. Ein fürchterlicher Sturm, wie man ihn glücklicherweise seit Jahrzehnten nicht mehr durchgemacht, durchraste in der Nacht unser Tal. Das Barometer zeigte einen Tiefstand an, wie wir ihn noch nie gesehen und dabei schwoll die Gewalt des Sturmes zum Orkan an. Die pfeifenden Windstösse rüttelten an den Häusern, dass es in allen Fugen ächzte, Dachziegel flogen in Menge auf die Strasse, Schindeln und andere Holzstücke durchschwirrten die Luft. Am Sedel, an der Strasse nach Hummelwald, lagen eine Menge Tannen entwurzelt am Boden; durch ihren Fall hatten sie die Telegraphendrähte zerrissen.

Wohl am meisten gelitten hat die Gegend Heiterswil-Reitenberg-Köbelisberg. Am Kurhaus im Scherrer wurde die ganze Blechbedachung abgerollt und weit fortgetragen. Stark gelitten hat auch das neuere Wirtschaftsgebäude auf dem Köbelisberg; ein Teil des Dachstuhls ist total demoliert, so dass die oberen Räumlichkeiten unter freiem Himmel standen. Bitter bös steht es in den Waldungen im Reitenberg aus, ganze Waldbestände sind verwüstet. Einem einzigen Waldbsitzer soll in 20 Jucharten Wald entwurzelt und zerstört worden sein. Seit 1863 soll kein derartiger Sturm mehr vorgekommen sein.

Vor 50 Jahren

6. Januar: Wattwil. Vier von der Firma Heberlein & Co AG gebauten Falschzwirnmaschinen des neuesten Typs zur Herstellung von texturierten Garnen – wie beispielsweise «Helanca» – reisten dieser Tage als erste Textillieferung eines grösseren Auftrages auf einem für Industrieprodukte aus der Ostschweiz noch ungewöhnlichen Wege, nämlich mit einem gecharteten Frachtflugzeug über den Atlantik nach New York. Der Kunde in den Vereinigten Staaten, die National Spinning Co. Inc. in Warsaw, North Carolina, eine der führenden Textilfirmen der USA, hatte es vorgezogen, die Maschinen per Luftfracht zu erhalten, um dem auf den 20. Dezember eingetretenen Dockerstreik im Hafen von New York und seinen lahmlegenden oder verzögernden Folgen zu entgehen.

Nun sind zwar die Luftfrachtkosten an und für sich höher als die Frachtkosten des Seeweges. Der Transport per Luftfracht hatte indessen den Vorteil, dass die Maschinen in einer viel weniger aufwendigen Verpackung transportiert werden konnten, als sie für die Seefracht notwendig gewesen wäre, sodass der höhere Preis der Luftfracht teilweise durch Verpackungseinsparungen wettgemacht werden konnte. Für den Transport der vier Heberlein.Maschinen charterte die Panalpina Speditions AG, St. Gallen, zunächst die beiden Fernlastzüge, die den Strassentransport nach Frankfurt bewältigten, und sodann eine der drei Boeing-707-Luftfrachtmaschinen der Lufthansa für den Flug von Frankfurt nach New York.

Vor 20 Jahren

7. Januar: Lichtensteig. Die Högg AG und die Högg Liftsysteme AG regelten kürzlich ihre Aktionärsstruktur neu. Dabei übernahm Alfred Högg per Ende Geschäftsjahr den gesamten Aktienanteil seines Bruders Leo Högg und ist nun Hauptaktionär der beiden Firmen. Die Högg AG und die Högg Liftsysteme AG beschäftigen 1998 rund 100 Personen und konnten ein beachtliches Umsatz- und Gewinnwachstum realisieren. Die Hauptprodukte der Högg AG sind Sonderprofile und –komponenten für den allgemeinen Maschinen- und Apparatebau, weiter für die Automobilindustrie, die Luft- und Raumfahrt sowie die Medizinaltechnik. Unter anderem flogen schon Verbindungsteile für die europäische Ariane Rakete, aus Titan gefertigt in Lichtensteig, ins Weltall.

Der sehr breit gefasste Kundenkreis der Högg AG umfasst verschiedene Renommierte Grossfirmen, daneben aber auch eine grosse Anzahl von Klein- und Mittelbetrieben in der Schweiz, Deutschland, Italien, Schweden und Österreich. Daneben ist es der Liftsysteme AG in lukrative Nischen des Liftbaus vorzudringen. So stammen beispielsweise sämtliche Aufzüge in den Servicewagen der Intercity-Doppelstockzüge aus der Lichtensteiger Firma.

Vor 10 Jahren

8. Januar: Ganterschwil. Auf Höhe der Liegenschaft Breiti stürzten rund 400 Kubikmeter Fels in die Thur. Auf Bütschwiler Seite wurden dabei Steinbrocken und Holz auf einer Länge von 25 Metern und einer Breite von 15 Metern ins angrenzende Wiesland geschleudert. Zum Zeitpunkt des Felssturzes hielt sich glücklicherweise niemand in der Nähe auf, so dass keine Personen zu Schaden kamen. Nun bedecken die Felsbrocken etwa die Hälfte des momentanen Wasserlaufs der Thur zwischen der Ganterschwiler Breiti und der Bütschwiler Au. Im Nagelfluhgestein entstehen immer wieder Risse, in die Wasser eindringen kann. Gefahr droht, wenn das Wasser gefriert. Massnahmen sind aber keine geplant. Heinz Meier, Leiter Sektion Wasserbau des kantonalen Tiefbauamts, schätzt das Risiko eines Personenschadens als äusserst gering ein. Nur alle paar Jahre komme es zu einem Felssturz.

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