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Wattwiler Schule will Eltern künftig mit einer eigenen App informieren

Die neuen Alterslimite vom Kommunikationsportal Whatsapp sorgt in der Schulgemeinde Wattwil-Krinau für neue Reglemente. Gleichzeitig wird in der Schuleinheit Risi fleissig an einem Ersatz gearbeitet.
Emilie Jörgensen
Mit einer App sollen Lehrpersonen Eltern einfach Informationen zukommen lassen können. Die Wattwiler Schuleinheit Risi entwickelt dafür eigens eine App, die derzeit getestet wird. (Bild: Emilie Jörgensen)

Mit einer App sollen Lehrpersonen Eltern einfach Informationen zukommen lassen können. Die Wattwiler Schuleinheit Risi entwickelt dafür eigens eine App, die derzeit getestet wird. (Bild: Emilie Jörgensen)

«Lehrer müssen Klassenchats auf Whatsapp löschen» – unter diesem griffigen Titel schrieb die «Sonntagszeitung» über die verschärften Nutzungsrichtlinien des Kommunikationsportals, denn neu ist Whatsapp erst ab 16, statt schon ab 13 Jahren erlaubt. Der Artikel hat eine Debatte ausgelöst zur Frage, unter welchen Umständen die Nutzung von Whatsapp noch erlaubt ist.

Der Schweizer Lehrerverband hat schon vor drei Jahren in einem gemeinsamen Leitfaden mit Lehrerdachverbänden aus Deutschland und Österreich festgehalten, dass Whatsapp für die Kommunikation zwischen Lehrpersonen und Schülern ungeeignet sei. Norbert Stieger, Schulratspräsident der Gemeinde Wattwil-Krinau teilt zwar im Grundsatz diese Meinung. Unter Einhaltung strikter Regeln sieht er im Kommunikationsportal trotzdem eine gute Möglichkeit, für den schnellen und einfachen Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern und deren Lehrpersonen. Allerdings sei es für die Lehrpersonen keine Pflicht, einen Klassenchat zu führen. «Wichtig ist, dass man die genaue Definition der Klassenchats versteht. Der Chat kann nämlich nur dann als Klassenchat bezeichnet werden, wenn eine Lehrperson darin teilnimmt.

Private Chatgruppen zwischen den Schülern gehören nicht dazu und können auch nicht von der Schule kontrolliert werden», erklärt Cornel Hutter, Schulleiter der Schuleinheit Risi in Wattwil. Hier liegt die Verantwortung nach wie vor bei den Eltern.

Erlaubnis der Eltern wird verlangt

Da die App jetzt verschärfte Nutzungsbedingungen hat, müssen an den Schulen neue Regeln vollbracht werden. «Seit es die neuen Vorschriften des Kommunikationsportal Whatsapp gibt, müssen die Eltern ihren Kindern die weitere Benützung der App erlauben. Dies wird mit einem Elternbrief von der Schuleinheit Risi erklärt . Somit müssen die Schüler der Schuleinheit Risi die Klassenchats nicht löschen, allerdings wird von den Eltern erwartet, einen Überblick über die Onlineaktivitäten ihrer Kinder zu halten», meint Norbert Stieger. Parallel wird unter der Leitung der Schuleinheit Risi in Wattwil eine neue App entwickelt. Diese soll den Lehrern erlauben, den Eltern ihrer Schüler Nachrichten zu senden. Die Informationsweitergabe sei jedoch nur einseitig, denn die Erziehungsberechtigten können auf die Mitteilungen (noch) nicht eine Antwort geben. Allerdings wird daran gearbeitet, dass in Zukunft von beiden Seiten über das Portal kommuniziert werden kann. Zur Zeit wird die App von den Eltern der zweiten Sekundarschüler der Risi getestet.

Neue Alternative bringt viele Vorteile mit sich

Anmelden ist nicht Pflicht, allerdings sieht es danach aus, als werde das Angebot genutzt. «Bis jetzt haben fast alle Eltern die App heruntergeladen und sich damit befast», sagt Cornel Hutter. Wer von dieser neuen Alternative nicht begeistert ist, braucht sich keine Sorgen zu machen. «Selbstverständlich werden wir auf Wunsch der Eltern auch weiterhin Elternbriefe nach Hause senden», ergänzt Cornel Hutter. Der Vorteil der App sei jedoch, dass die Informationen wirklich zu den Eltern gelangen, denn oft landen Elternbriefe mit wichtigen Informationen zuunterst im Schulrucksack der Schüler. Ausserdem müssten die Lehrpersonen ebenfalls nicht mehr Unmengen an Papier bedrucken, welches auf dem Bürotisch der Mutter oder des Vaters einfach verschwinden kann.

Somit ist die neue Alternative zu den Elternbriefen nicht nur zeitsparend, sondern auch noch umweltfreundlich. Den Eltern wird die Benutzung der App von der Schule gratis zur Verfügung stehen. «Schlussendlich soll es den Eltern helfen, wichtige Informationen über ihre Kinder immer bei sich vor Ort zu haben», ergänzt Cornel Hutter. Wann und wie oft Mitteilungen versendet werden, kann jede Lehrperson für sich entscheiden. Primär soll die App für eine schnelle Informationsweitergabe dienen. Die Mitteilungen können nicht individuell versendet werden, so dass jeder Elternteil aus der Klassengruppe die Nachricht erhalten wird. Deswegen gilt, dass auch in Zukunft sensible Angelegenheiten nur unter dem Vier-Augen-Prinzip zwischen der Lehrperson und dem Erziehungsberechtigten besprochen werden.

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