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Neu St.Johann: Die Brauerei St.Johann soll als Gastort etabliert werden

Am Samstag findet die Aktionärsversammlung der Brauerei St.Johann statt. Man sei auf dem richtigen Weg, sagt Geschäftsleiterin Christine Meyer.
Sascha Erni
Seit November 2012 wird in Neu St.Johann Bier gebraut und in der Brauerei verkauft. (Bild: PD)

Seit November 2012 wird in Neu St.Johann Bier gebraut und in der Brauerei verkauft. (Bild: PD)

Es waren turbulente Jahre für die Brauerei St.Johann. «Wir hatten im November 2012 einen holprigen Start», meint auch Christine Meyer, die Geschäftsleiterin des Betriebs. Nun sei es an der Brauerei, die Menschen zu begeistern und etwaiges verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Die Aktionärsversammlung vom Samstag könnte ein wichtiger Schritt dazu werden. Denn trotz einem noch ungenügenden Bruttoerlös zeigt sich Christine Meyer im Gespräch gut gelaunt und ist überzeugt: «Wir entwickeln uns langsamer als erwartet, aber stetig in die richtige Richtung.»

Kürzere Wege für mehr Flexibilität

Insbesondere mit der Inbetriebnahme der eigenen Abfüllanlage im November 2018 hätte sich für die Brauerei vieles geändert, erklärt Meyer. Die Biere der Brauerei St. Johann seien Naturprodukte, die unfiltriert und nicht wärmebehandelt besondere Anforderungen an Produktion und Vertrieb stellen.

Christine Meyer, Geschäftsleiterin der Brauerei St. Johann. (12. Juni 2019)

Christine Meyer, Geschäftsleiterin der Brauerei St. Johann. (12. Juni 2019)

Zuvor wurde das Bier in Gossau abgefüllt – zum Teil sei also täglich dreimal Bier aus Neu St.Johann in die Abfüllerei und dann wieder zurückgefahren worden. Mit der eigenen Anlage könne die Brauerei die Qualität im Haus behalten. Meyer sagt:

«Wir müssen das Bier vor dem Verkauf nicht mehr aus der Hand geben»,

Weitere Vorteile fänden sich in Sachen Flexibilität, wie die Geschäftsleiterin betont. Die Brauerei könne etwa verschiedene Sorten genau dann abfüllen, wann sie gebraucht werden. Zuvor habe man sich mit dem externen Betrieb in Drei-Wochen-Chargen koordinieren müssen. «Manchmal hatten wir den Keller mit nur einer Sorte halb voll. Es hatte kaum Platz für Neues.»

Ausprobiert und ins Programm aufgenommen

Die eigene Anlage ermögliche es, dass Braumeister Christian Dierken vermehrt tüfteln könne. Eines dieser Experimente, ein India Pale Ale, konnte die Brauerei bereits im Februar fix ins Programm nehmen.

Und: Das Bier aus Neu St. Johann gibt es nun für Veranstaltungen auch in Halbliterflaschen. Damit erweitere die Brauerei den Kundenstamm, so Meyer. 2019 arbeite man entsprechend häufiger mit Events zusammen und besuche sehr viele Messen und Feste.

Die Bierproduktion ist nicht das Einzige, was die Geschäftsleiterin umtreibt. «Wir möchten die Brauerei St. Johann als Gastort stärken», sagt Meyer.

Gemeinsam, auch fürs Toggenburg

Die Bar soll ihre Position als regionaler Treffpunkt ausbauen. Natürlich sei die Idee, dass der Betrieb der Brauerei kostendeckend werden soll. «Aber nicht nur», ergänzt Meyer. Viel mehr strebe sie an, dass die Brauerei zusammen mit den Aktionären und den Konsumenten ihren Platz in der Region findet.

«Wir wollen miteinander das Unternehmen im Toggenburg verankern.» Das Tal habe sehr viel Potenzial, genau wie auch die Firmen hier. «Also hat das Toggenburg auch sein eigenes Bier verdient», lacht Christine Meyer.

Vertiefte Einblicke fürs Publikum

Die Öffentlichkeit erhält schon bald vertiefte Einblicke in Bier und Betrieb. Am traditionellen Fassanstich vom 22. Juni findet ein grosses Fest statt, inklusive Spanferkel und Freibier.

Und am 24. August steht ein Bier-Kulturtag an, mit Degustationen, Festwirtschaft und Brauereiführungen. Denn wie Christine Meyer sagt: «Wir möchten Begeisterung für Bier und fürs schöne Zusammensein wecken.»

Mehr zur Brauerei aus dem Obertoggenburg ist hier zu finden.

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