Nesslau
«Wir müssen gegenüber dem Kanton wachsam und hartnäckig bleiben»: Hansjörg Huser kämpft fürs «Johanneum»

Kürzlich konnte Präsident Hansjörg Huser 33 Mitglieder zur 118. Versammlung des Vereins Johanneum begrüssen.

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Der neugewählte Vorstand des Vereins Johanneum: Beat Ernst, Imelda Stadler, Götz Rübsaamen, Rita Roos-Niedermann, Präsident Hansjörg Huser, Urs Cavelti, Daniel Baumgartner, Claudia Oesch (von links).

Der neugewählte Vorstand des Vereins Johanneum: Beat Ernst, Imelda Stadler, Götz Rübsaamen, Rita Roos-Niedermann, Präsident Hansjörg Huser, Urs Cavelti, Daniel Baumgartner, Claudia Oesch (von links).

Bild: PD

Es war die erste physische Versammlung des Vereins Johanneum seit drei Jahren. In seinem Jahresrückblick fasste der Präsident Hansjörg Huser deshalb die Schwerpunkte der vergangenen Jahre zusammen. Es sei viel gelaufen, sagte er.

Die Belegung im Erwachsenenbereich beträgt beinahe 100 Prozent. Im Ausbildungsbereich gibt es seit einigen Jahren Rahmenbedingungen, die weniger Spielraum zulassen. Dies hat zur Folge, dass nicht alle Plätze besetzt sind. Ähnliches gilt für den Schulbereich. Derzeit werden rund 60 Kinder und Jugendliche im Johanneum unterrichtet, einige mehr wären aber wünschenswert, erklärte Hansjörg Huser.

Finanziell schwierige Zeiten

Aus finanzieller Sicht seien die vergangenen Jahre schwierig gewesen. Konsequente Optimierung, darunter fiel auch die Schliessung des Gasthofs Sonne, und hartnäckige Verhandlungen mit den verschiedenen involvierten Stellen im Kanton St.Gallen haben für eine leichte Entspannung gesorgt. Im vergangenen Jahr konnte die Rechnung mit einer schwarzen Null abgeschlossen werden. Die Arbeit gehe aber weiter, sagte Hansjörg Huser. «Wir müssen gegenüber dem Kanton wachsam und hartnäckig bleiben.»

Die Strategie des Johanneums ist immer Thema in den Vorstandssitzungen. Sollten es die finanziellen Verhältnisse zulassen, wird die Wohngruppe Otmar ab Herbst 2022 umgebaut. Im Fokus steht ausserdem die Arealentwicklung. Hansjörg Huser sagte:

«Wir haben Räume definiert, die geöffnet werden sollen und die den Betreuten einen Mehrwert bieten.»

Wichtig ist ausserdem die Verkehrsberuhigung auf dem gesamten Areal. Derzeit werde der Finanzierungsplan für das neue Zentralgebäude mit Gastronomie ausgearbeitet. Der Vereinspräsident ist zuversichtlich, dass nach den Sommerferien die Unterlagen für das Baugesuch eingereicht werden können.

Institutionsleiter Franz E. Grandits gab seinerseits einen Abriss über die Pandemiezeit. Diese sei, gerade auch wegen der Isolationspflicht, herausfordernd gewesen, weil zahlreiche Mitarbeitende kurzfristig ausgefallen seien. Er gewann dieser Zeit aber auch Positives ab:

«Das Johanneum steht gestärkt da, wir sind merklich zusammengerückt.»

Ein Jahr noch wird Franz E. Grandits seine Stelle innehaben, dann wird er pensioniert. Im September werde die Ausschreibung für diese Stelle erfolgen, hiess es vom Präsidenten.

Daniel Baumgartner neu im Vorstand

Die anwesenden Vereinsmitglieder wählten neu Daniel Baumgartner, Flawil, in den Vorstand. Er ersetzt die Wilerin Susanne Hartmann, die wegen ihrer Tätigkeit als Regierungsrätin den Rücktritt erklärte. In ihren Ämtern bestätigt wurden Präsident Hansjörg Huser sowie die Vorstandsmitglieder Urs Cavelti, Beat Ernst, Claudia Oesch, Rita Roos-Niedermann, Götz Rübsaamen und Imelda Stadler. Beat Ernst rief alle Anwesenden auf mitzuhelfen, neue Vereinsmitglieder zu finden. Nur so könne der Verein überleben, mahnte er.