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NESSLAU: Über die Rampe entrauchen

Die Feuerwehr Nesslau hat sich zu einer speziellen Übung versammelt. Ziel war es, die Tiefgarage des entstehenden Raiffeisenbankgebäudes von Rauch zu befreien.
25 Mann der Feuerwehr Nesslau üben in der zweigeschossigen Tiefgarage des Neubaus. (Bilder: PD)

25 Mann der Feuerwehr Nesslau üben in der zweigeschossigen Tiefgarage des Neubaus. (Bilder: PD)

Der Bau ist noch nicht fertig errichtet, da nutzt die Feuerwehr Nesslau die entstehende Raiffeisenbank bereits für eine Übung. Am Montagabend fanden rund 25 Männer eine Situation vor, die allein aufgrund der unterirdischen Infrastruktur aussergewöhnlich war. Das Szenario: ein Brand im zweiten Untergeschoss der Tiefgarage, eine vermisste Person.

Mit Tanklösch- und Hilfeleistungsfahrzeug sowie zwei Mannschaftstransportern fuhren die Einsatzkräfte ein. Hinzu kam ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Ebnat-Kappel. Ein Suchtrupp verschaffte sich Zugang via Treppenhaus und suchte mit der Wärmebildkamera nach dem Brandherd. Hauptmann Hans Koller und Kommandant Patrik Wick hatten zuvor für Rauch im zweiten Untergeschoss gesorgt und einen Heizstrahler platziert, damit die Übung möglichst realistisch war.

Parkgarage mit Sprinkler- und Brandmeldeanlage

Die zweigeschossige Parkgarage im neuen Hauptsitz der Raiffeisenbank Obertoggenburg ist mit einer Sprinkleranlage und einer Brandmeldeanlage ausgestattet. Im Brandfall wird erstere ausgelöst, wenn die Temperatur am Sensor rund 70 Grad beträgt. 120 Liter Wasser pro Minute sorgen dafür, dass das brennende Objekt, etwa ein Auto, gelöscht wird. Was bleibt, ist dichter Rauch. Für die Feuerwehr gilt es dann, diesen aus dem Gebäude zu bringen. Weil die Tiefgarage einzig den zentralen Zugang zum Treppenhaus als Öffnung verfügt, muss das Entrauchen über die Einfahrtsrampe nach draussen erfolgen. Ebendieses Szenario übte die Mannschaft. «Das Entrauchen über einen sauberen Bereich – in diesem Fall das erste Untergeschoss – ist eher unüblich», sagte Kommandant Patrik Wick. «Hier ist es allerdings notwendig, damit der Rauch nicht ins Treppenhaus und in die Wohnungen gelangt.» Er erläuterte das Vorgehen dem Nesslauer Gemeinderat sowie dem Brandschutzplaner, welche als Gäste beim Einsatz eingeladen waren. Die Einsatzleitung übernahm Köbi Tischhauser. Der unüblichen Übung vorausgegangen war eine gründliche Planung durch Übungsleiter Michi Louis.

Drei elektrische Lüfter für den Überdruck

Um zu verhindern, dass der Rauch ins Treppenhaus dringt und stattdessen über den vorgesehenen Weg nach draussen gelangt, mussten die Feuerwehrleute mittels elektrischem Lüfter Überdruck im Treppenhaus erzeugen. Ein zweiter, wasserbetriebener Lüfter wurde im ersten Untergeschoss aufgestellt, um den Rauch in Richtung Ausgang anzusaugen. Die mit zwei Mann unterstützend herbeigezogene Feuerwehr Ebnat-Kappel beförderte mit ihrem Überdrucklüfter den Rauch schliesslich erfolgreich ins Freie. Nach gut einer Stunde konnte Michi Louis die Übung für beendet erklären. Kommenden Montag wird die Feuerwehr das Szenario erneut durchspielen und Optimierungen anbringen. (pd/lim)

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