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Nesslau: Musikschule Toggenburg will «verschupfte» Instrumente aus dem Schatten holen

Die Musikschülerinnen und -schüler der Musikschule Toggenburg gaben am Samstagnachmittag bei der Aufführung des Musikmärchens «Die Zaubertrommel» in Nesslau mit Blockflöten und Schlagzeug den Ton an.
Rudolf Steiner
Bei der Aufführung spielten die Blockflötenspielerinnen eine wichtige Rolle. (Bild: Rudolf Steiner)

Bei der Aufführung spielten die Blockflötenspielerinnen eine wichtige Rolle. (Bild: Rudolf Steiner)

Es war so etwas wie ein Experiment, sagte voller Stolz die Nesslauer Blockflötenlehrerin Irma Diethelm von der Musikschule Toggenburg nach der Aufführung im Nesslauer Büelensaal. «Wir wollten das etwas im Hintergrund stehende und verschupfte Instrument Blockflöte in allen Ausführungen aus dem Schattendasein in den Vordergrund stellen.» Das scheint ihr zusammen mit den anderen Blockflötenlehrerinnen Daniela Höller aus Näfels, Michaela Bietenhader (Ebnat-Kappel), Bettina Koenig, Ebnat-Kappel, Anneliese Bolt, Degersheim und Schlagzeuglehrer Martin Flüge aus St.Gallen auch auf eindrückliche Weise gelungen zu sein, wenn man den Applaus des Publikums am Ende des knapp einstündigen und beeindruckenden Musikmärchens als Gradmesser nimmt.

Als Dank für den Applaus gab es eine originelle Zugabe, bei der sich auch das Publikum aktiv in Szene setzen konnte. So zogen am Schluss der Veranstaltung alle Mütter, Väter, Geschwister, Grossmütter und Grossväter am gleichen Strick in Form eines riesigen langen Tuchs und versuchten dabei mehr oder weniger geschickt eine darüber rollende, quirlige Kugel im Spiel zu halten. Begleitet wurden die 21 Buben und Mädchen des Konzertes vor den 120 Zuschauern übrigens von der französischen Schauspielerin Josephine François aus Speicher.

Das Märchen von der Zaubertrommel

Die Geschichte des Märchens des deutschen Komponisten Johannes Bornmann handelt von einer Dorfgemeinschaft, die dank einer geheimnisvollen Zaubertrommel, die ein Kind zufällig im Wald gefunden hat, das Leben der Menschen im Dorf auf geheimnisvolle Weise massgeblich und positiv beeinflusst. Ursprünglich als Behausung und Kinderstube für Schlangen und Vögel dienend, besass die Trommel fortan die wundervolle Eigenschaft, mit ihrer Stimme, fliegend wie ein Vogel, Verbindungen zu Wolken und Regenbogen herstellen und damit den Menschen im Dorf in Notlagen helfen zu können.

Spielerisch umgesetzt durch das Blockflöten- und Schlagzeugspiel der Buben und Mädchen, das den Takt für die beschwingten Bitttänze um Regen und Sonne bildete, bewirkten die Töne der Zaubertrommel zum guten Ende eine andauernde und glückliche Wende zum Wohlergehen von Natur, Erde und Dorfgemeinschaft.

Begeisternder Einsatz der Buben und Mädchen

Die 43-jährige Schauspielerin Josephine François war vom Engagement und der Spielfreude der Buben und Mädchen aus den verschiedenen Blockflöten- und Schlagzeugensembles der Musikschule Toggenburg restlos begeistert. Die aus der Haute Provence in Südfrankreich stammende Schauspielerin und übers Toggenburg im Appenzellerland gelandete Künstlerin und Primarlehrerin hat die Buben und Mädchen erst eine Stunde vor dem Beginn der Aufführung getroffen und das Stück eingeübt. «Es hat alles wie gewünscht wunderbar geklappt, die Kinder haben spontan und toll mitgemacht und mit grossem Einsatz mitgespielt», schwärmte sie nach der Vorstellung.

Für die beschwingten Regen- und Sonnentänze wurden farbige Bänder eingesetzt. (Bild: Rudolf Steiner)

Für die beschwingten Regen- und Sonnentänze wurden farbige Bänder eingesetzt. (Bild: Rudolf Steiner)

Im Unterschied zu den Tänzen probten die Kinder aus den drei Blockflötenensembles die teils anspruchsvollen musikalischen Stücke aber bereits eifrig seit mehreren Monaten, wie Irma Diethelm nach dem Schlussapplaus erklärte.

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