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Nesslau: Die Gemeinde will Entwicklung des Bahnhofareals anschieben

Der Gemeinderat will das Bahnhofsareal entwickeln und aufwerten. Wie und durch wen dies geschehen soll, wird derzeit abgeklärt. Bis etwas Konkretes entsteht, dauert es aber noch mehrere Jahre.
Sabine Camedda
Der Bahnhofplatz in Nesslau als «Tor zum Obertoggenburg» steht im Fokus der Dorfentwicklung. (Bild: Sabine Camedda)

Der Bahnhofplatz in Nesslau als «Tor zum Obertoggenburg» steht im Fokus der Dorfentwicklung. (Bild: Sabine Camedda)

In den Dörfern Nesslau und Neu St. Johann ist die Entwicklung sichtbar. An mehreren Orten entstehen neue Überbauungen im Bau oder sie sind vor kurzem bezogen worden. Noch nicht beantwortet ist jedoch die Frage, was im Zentrum selber passieren soll. Der Gemeinderat nimmt sich dessen nun an und beabsichtigt, das zentrale und gut erschlossene Bahnhofareal aufzuwerten. So steht es im Mitteilungsblatt der Gemeinde Nesslau.

Punkto baulicher Entwicklung sei in Nesslau einiges im Gange, aber über das Bahnhofsareal sei noch nicht gesprochen worden, stellt Gemeindepräsident Kilian Looser fest. Hier wolle der Gemeinderat nun ansetzen und Grundlagen schaffen, um eine Entwicklung zu ermöglichen. Wie diese aussehen könnte, lässt Kilian Looser offen. Er sieht auch nicht die Gemeinde in der Pflicht, für ein Projekt zu sorgen. Diese Aufgabe möchte die Gemeinde einem sogenannten Developer übergeben. Aber:

«Wir als Gemeinde haben verschiedene Bedürfnisse und sitzen daher sicher mit im Boot»

Ein weiterer Player sei die Postauto AG oder die Südostbahn AG (SOB), in deren Besitz das Bahnhofsareal grösstenteils ist.

Gemeinde führt Gespräche mit Grundeigentümern

Kilian Looser, Gemeindepräsident von Nesslau. (Bild: Coralie Wenger)

Kilian Looser, Gemeindepräsident von Nesslau. (Bild: Coralie Wenger)

In einem ersten Schritt geht es nun darum, zu definieren, was das Bahnhofsareal genau ist. Maximal umfasse dieses alle Parzellen im Spickel zwischen der Hauptstrasse und der Bahnhofstrasse und auch beidseits entlang der Gleise. «Wir suchen nun das Gespräch mit den Grundeigentümern», sagt Kilian Looser. Wer das Vorhaben unterstützt, wird in die mögliche Entwicklung mit eingebunden. Wenn diese Verbindlichkeiten gefunden sind und das Entwicklungsgebiet festgelegt ist, sucht die Gemeinde einen Developer. Dieser arbeitet mit Planern und Architekten zusammen und legt dann − unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Beteiligten − fest, was auf dem Gebiet entstehen soll. Mit diesen Vorstellungen werden dann Investoren angegangen.

Das ist aber derzeit noch Zukunftsmusik. Neben der Suche nach Verbindlichkeiten klärt die Gemeinde auch die verschiedenen Bedürfnisse ab, die eine allfällige Entwicklung berücksichtigen muss. Der Bahnhof sei auf der Seite der Züge in einem guten Zustand. Unbestritten ist auch, dass die Postautos dort halten. Im Interesse der Gemeinde und der SOB sind zudem öffentliche Parkplätze.

Gespräche mit der Post und mit der Paketlogistik sollen zeigen, welche Ansprüche diese in Zukunft haben werden, und auch mit den Betreibern des Kiosks werden deren Bedürfnisse geklärt. «Die Situation, wie sie heute ist, funktioniert», sagt Kilian Looser. «Aber der Platz ist nicht schön und irgendwann müssen wir auch bauliche Anpassungen wie beispielsweise eine Einsteigekante realisieren.»

«Wenn wir es nicht probieren, wissen wir es nicht»

Was aus der Planung entstehen wird, ist im Moment offen. Weder weiss die Gemeinde, welche Grundeigentümer mitmachen, noch ist klar, ob sich jemand finden wird, der mit einem Architekten oder Planer die Entwicklung schliesslich an die Hand nehmen will. «Wenn wir es nicht probieren, wissen wir es nicht», sagt Kilian Looser. Aus diesen Gründen kann er heute noch nicht abschätzen, wann sich im Zentrum von Nesslau etwas verändern wird. «Wir haben absolut keinen zeitlichen Druck. Wir sind uns aber bewusst, dass die Planung und Realisierung viel Zeit in Anspruch nehmen kann.»

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