Nachfolge geregelt
«Es ist der Umgang mit allen Generationen und die Vielseitigkeit meiner Tätigkeit»: Die neue Mesmerin in Bazenheid möchte die gute Seele des Hauses sein

23 Jahre war Paul Zurbriggen in der katholischen Kirche in Bazenheid als Mesmer tätig. Ende August geht er in Pension. Am vergangenen Samstag wurde seine Nachfolgerin Priska Schoeb während des Gottesdienstes offiziell willkommen geheissen.

Beat Lanzendorfer
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Seelsorgerin Leila Zmero (links) und Pfarrer Mathai Ottappally (rechts) haben am Samstag Mesmerin Priska Schoeb willkommen geheissen. Ihr Vorgänger Paul Zurbriggen tritt Ende Monat in den Ruhestand.

Seelsorgerin Leila Zmero (links) und Pfarrer Mathai Ottappally (rechts) haben am Samstag Mesmerin Priska Schoeb willkommen geheissen. Ihr Vorgänger Paul Zurbriggen tritt Ende Monat in den Ruhestand.

Bild: Beat Lanzendorfer

Der Arbeitsplatz der Mesmerin oder des Mesmers in der katholischen Kirche in Bazenheid ist vom Kirchenschiff aus gesehen im Chorraum auf der rechten Seite. Dort nimmt seit Anfang August Priska Schoeb Platz. Sie ist die Nachfolgerin von Paul Zurbriggen, der am Ende des Monats in Pension geht.

Am vergangenen Samstag hiessen Pfarrer Mathai Ottappally mit einem Segenswort und der Kirchenverwaltungsrat mit guten Wünschen und einem Blumenstrauss die neue Mitarbeiterin im Beisein der Gläubigen im Gottesdienst willkommen. Die 48-Jährige wohnt in Dietfurt.

Begegnungen sind ein Teil ihrer Arbeit

Die neue Mesmerin freut sich auf die vielen Begegnungen mit den Menschen. Sie sei zwar keine Seelsorgerin, werde aber oft als erste Anlaufstelle genutzt und nehme sich Zeit, wenn die Menschen das Bedürfnis hätten, mit ihr zu reden. Sie sieht sich als gute Seele des Hauses und sagt: «Ein kurzes Gespräch ist oftmals hilfreich oder zumindest weiterführend.»

Vor ihrer Tätigkeit in Bazenheid war sie im Hauptamt während vielen Jahren als Mesmerin für die evangelische Kirche in Aadorf tätig. Mit dem katholischen Glauben aufgewachsen, kennt sie aber die Sitten und Gebräuche der Liturgie, also die Zeremonien und Riten des christlichen Gottesdienstes.

Fasziniert von der Arbeit in der Kirche

Auf die Frage, was ihre Arbeit ausmache, sagt Priska Schoeb: «Es ist der Umgang mit allen Generationen und die Vielseitigkeit meiner Tätigkeit.» Der breit gefächerte Job beinhalte fast täglich etwas anderes. Hierzu erklärt sie: «Die Atmosphäre in der Kirche ist immer anders. Die verschiedenen Anlässe, die sich durch das Kirchenjahr ziehen, bringen dies mit sich.»

Vom ersten Advent bis zum Christkönigstag sei es eine breite Palette von Festen, Gottesdiensten, Sakramenten und Feiern. Mal fröhlichen, mal traurigen Ursprungs. Dabei erwähnt sie, dass zu ihrer Arbeit nicht nur die Mithilfe während des Gottesdienstes gehöre. Das Vorbereiten, das Reinigen der Kirche oder die Umgebungsarbeiten seien genauso Bestandteil des Pflichtenheftes.

Abschiede am Ende des Monats

Paul Zurbriggen, der bisherige Mesmer, wird Priska Schoeb während eines Monats begleiten und gewährleistet, dass möglichst viel Fachwissen erhalten bleibt. Nach 23-jähriger Tätigkeit als Mesmer in Bazenheid wird er danach seinen Ruhestand antreten. Im Gottesdienst vom 27. August wird er in der Pfarrkirche verabschiedet. Im selben Gottesdienst wird auch Sepp Brunschwiler verabschiedet. Er hat das Seelsorgeteam während 26 Jahren als Hilfsmesmer unterstützt. Für ihn wird zurzeit noch ein Nachfolger gesucht.