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Nach wasserarmem Sommer: Einen Blick hinter die Kulissen der Wasserversorgung werfen

Am Samstag kann man die in den letzten Jahren erstellten neuen Infrastrukturen der Wasserversorgung von Gurtberg und Krinau besichtigen. Ein mehrjähriges Erneuerungsprogramm steht kurz vor der Vollendung.
Martin Knoepfel
Thomas Martin zeigt, wo das Wasser der Quelle Feldmoos sprudelt. (Bild: Martin Knoepfel)

Thomas Martin zeigt, wo das Wasser der Quelle Feldmoos sprudelt. (Bild: Martin Knoepfel)

Der Weg führt bei der ehemaligen Weberei Graf hinab ins Tobel. Es ist eine idyllische Gegend: der Bach rauscht sanft und aus dem Gras beobachtet eine Katze die Eindringlinge aufmerksam. Thomas Martin, Bereichsleiter Wasser der Dorfkorporation Wattwil, öffnet mit seinen Schlüsseln eine Türe, die sich in jeder Bank als Tresortür bewerben würde. Dahinter verbergen sich jedoch keine Banknotenstapel oder Goldbarren, sondern Metallrohre, Pumpen und Steuerschränke, denn es handelt sich um die Tür zum neuen Quellwasserpumpwerk Feldmoos. Anlass für den Besuch des «Toggenburger Tagblatts» bei der Wasserversorgung am Dienstag war der Tag der offenen Tür am Samstag.

Vor fünf Jahren wurde das Quellwasserpumpwerk Feldmoos neu gebaut. Zugleich wurde die bestehende Hauptleitung bis zum Pumpwerk geführt. Das beurteilte die Dorfkorporation Wattwil als dringlichste Massnahme. Seither sind die Wasserversorgungen von Krinau und Wattwil verbunden. So konnte man in diesem Sommer Krinau aus der Quelle Feldmoos, die sonst vor allem Wattwil versorgt, beliefern. Das spielte eine Rolle, denn die Quelle Älpli lieferte wegen der Trockenheit zeitweise nur noch knapp zehn Liter pro Sekunde. Krinau benötigt aber mindestens die doppelte Menge.

Je ein neues Reservoir in Krinau und Gurtberg

In den Jahren 2014 und 2015 waren schon die Brunnenstuben und das Reservoir Gurtberg erneuert worden. Das neue Reservoir kann in zwei Kammern je 100 Kubikmeter Lösch- und Brauchwasser speichern. Erneuert wurden ferner die Brunnenstuben, die teils nur schwer zugänglich sind, sowie ein 480 Meter langes Stück Leitung. Als vorerst letztes Teilprojekt wurde das bisherige Reservoir durch ein neues an der Älpli-Strasse ersetzt. Zugleich erneuerte man Haupt- und Hausanschlussleitungen. Das neue Reservoir Krinau hat zwei Wasserkammern für 60 und 125 Kubikmeter Brauch-, respektive Löschwasser. Gleich wie beim Reservoir Gurtberg bestehen die Wasserkammern im neuen Reservoir aus armiertem Beton. Ein Schauglas in den Chromstahl-Drucktüren erlaubt es, ins Innere der geschlossenen Wasserkammern zu blicken.

Die beiden Reservoire und das Quellwasserpumpwerk Feldmoos funktionieren automatisch und sind mit der Zentrale der Dorfkorporation durch Glasfaserkabel verbunden. Permanent wird die Trübung des einlaufenden Wassers überprüft. Ultraviolett-Strahlen sollen Keime im Wasser abtöten. Das alte Reservoir Krinau hatte keine geschlossenen Wasserkammern, womit es den heutigen Sicherheitsvorschriften nicht mehr genügte. Zudem fehlte eine Zufahrt.

Seit 2011 für die Versorgung zuständig

Bis 2006 versorgte die Dorfkorporation Krinau das Dorf mit Wasser. Nach einem kurzen Intermezzo mit der Gemeinde Krinau ist seit 2011 die Dorfkorporation Wattwil zuständig. Alles in allem hat diese für die Wasserversorgung von Krinau seit 2011 knapp drei Millionen Franken investiert.

Rund 300'000 Franken sollen die noch fälligen Arbeiten an Brunnenstuben und Quellfassungen kosten. Alle Kosten sind Brutto-Zahlen, das heisst, die Beiträge der Gebäudeversicherung und der Gemeinde müssen davon abgezogen werden.

Hinweis

Tag der offenen Tür der Wasserversorgung Krinau/Gurtberg, Samstag 15. September, 10 bis 14 Uhr; Treffpunkt: Parkplatz bei der früheren Weberei Graf, Krinau, wo es eine Festwirtschaft gibt.

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