Nach Uneinigkeit über neue Gemeindeordnung: Kirchberger Gemeinderat wünscht externe Begleitung

Weil er die Schulen neu organisieren wollte, beabsichtigte der Kirchberger Gemeinderat eine Änderung der Gemeindeordnung. Die Bevölkerung wies das Ansinnen zurück. Nun wird ein neuer Anlauf genommen.

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Die Gemeinde Kirchberg sucht Unterstützung.

Die Gemeinde Kirchberg sucht Unterstützung.

Bild: Ruben Schönenberger

(gem/lis) An der ausserordentlichen Bürgerversammlung vom 23. August 2019 wurde der Bürgerschaft ein Nachtrag zur Gemeindeordnung unterbreitet, um die Schulen Kirchberg neu zu organisieren (das «Toggenburger Tagblatt» berichtete). Vorgesehen war eine Verkleinerung des Schulrates von neun auf fünf Personen. Die Schulordnung wäre geändert und eine Geschäftsführung in der Schule eingeführt worden.

Der Antrag des Gemeinderates kam allerdings nicht zur Abstimmung, da ein Rückweisungsantrag – verbunden mit dem Auftrag, eine Vorlage über die zukünftigen Führungs- und Behördenstrukturen der Einheitsgemeinde auszuarbeiten – von der Bürgerschaft gutgeheissen wurde. Gemäss diesem Antrag muss die Vorlage der Bevölkerung 2022 zur Beschlussfassung vorgelegt werden und sie muss angemessen in den Prozess eingebunden werden.

Verzicht auf ein mehrstufiges Vorgehen

Der Gemeinderat schreibt nun im heutigen «Gmeindsblatt», dass er verschiedene Vorgehensweisen in Erwägung gezogen, darunter auch ein mehrstufiges Vorgehen, und anschliessend mit den Antragstellern, der SP-Sektion Alttoggenburg, Rücksprache genommen habe. Ein mehrstufiges Vorgehen entspreche jedoch nicht dem Antrag der SP-Sektion Alttoggenburg, weshalb diese Vorgehensweise nicht weiterverfolgt werde, schreibt der Gemeinderat.

Für den weiteren Prozess soll jetzt eine externe Begleitung beigezogen werden. Hierfür werde gemäss «Gmeindsblatt» ein Kredit von 30'000 Franken im Budget vorgesehen. Nach der Krediterteilung an der Bürgerversammlung kann die externe Begleitung evaluiert, beauftragt und mit dem Prozess gestartet werden.