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Nach umstrittenem Spielabbruch wegen Schneefall: Bazenheid nutzt Amriswiler Frust und siegt im Wiederholungsspiel

Am 4. Mai wurde die Partie der 2. Liga Interregional zwischen Bazenheid und Amriswil beim Stand von 0:4 wegen des Schneefalls abgebrochen. Am Mittwochabend gewannen die Alttoggenburger die Neuauflage mit 2:1.
Beat Lanzendorfer
Darko Anic (rechts) schoss das 1:0 für Bazenheid. Später kassierte er einen unnötigen Platzverweis. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Darko Anic (rechts) schoss das 1:0 für Bazenheid. Später kassierte er einen unnötigen Platzverweis. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Aufsteiger Amriswil dürfte es kaum in den Kram gepasst haben, dass er ein zweites Mal ins Toggenburger reisen musste. Vor zehn Tagen lag die Mannschaft 4:0 in Führung und hatte die drei Punkte im Kampf gegen den Abstieg schon fest eingeplant.

Der einsetzende Schneefall, der das Spielfeld innert Minuten bedeckte, liess dem Unparteiischen aber keine andere Wahl, als die Partie abzubrechen. Am Mittwochabend kam es zur Neuansetzung, in der sich die Bazenheider dank Toren von Anic und Labinot Musaj mit 2:1 durchsetzten. Der Anschlusstreffer von Oswald in der Nachspielzeit kam zu spät.

Die Gäste waren schon vor dem Anpfiff frustriert

Der Frust der Gäste über die Neuansetzung war schon vor dem Anpfiff zu spüren und setzte sich nach dem Anpfiff fort. Teilweise wurde das Spiel sehr gehässig geführt, obwohl die Akteure beider Seiten nicht wirklich etwas dafür konnten, dass sie sich innert Kürze ein zweites Mal trafen. Waren es beim ersten Aufeinandertreffen die Bazenheider, welche in der ersten Halbzeit den Ton angaben, erzeugten nun die Thurgauer, zumindest in der Startphase, enormen Druck.

Trotzdem waren es die Einheimischen, die durch Jungblut zur ersten Grosschance kamen. Sein Schuss aus kurzer Distanz ging knapp darüber. Wenige Minuten später lag der Ball dennoch im Amriswiler Gehäuse. Anic setzte sich schön in Szene und traf flach zum 1:0. Nun wendete sich das Blatt, Bazenheid konnte das Spielgeschehen mehr als offen gestalten und war mindestens ebenbürtig.

Nach dem Seitenwechsel drückte Amriswil vehement auf den Ausgleich, konnte aber trotz mehrerer Chancen Gähwiler im Bazenheider Tor nicht bezwingen. Für Ärger sorgte nach 68 Minuten Anic, als er sich zu einer Tätlichkeit hinreissen liess und vorzeitig den Gang unter die Dusche antreten musste. Nun blieb den Gastgebern nichts anderes übrig, als die Defensive zu verstärken. Amriswil brachte aber trotz grosser Bemühungen nichts Zählbares zustande.

Im Gegenteil: Labinot Musaj nutzte einen Fehler in der gegnerischen Abwehr konsequent aus und überlistete Torhüter Krasniqi mit einem Lob. Danach war aber noch nicht Schluss. Oswald gelang in der Nachspielzeit das Anschlusstor. In der verbleibenden Zeit verteidigte Bazenheid den Vorsprung erfolgreich. Der Jubel auf Seiten der Bazenheider war nach dem Schlusspfiff gross. Verständlich: Es war erst der dritte Sieg im achten Rückrundenspiel.

Trainer Coutinho war hochzufrieden

«Ich habe heute eine sehr solide Mannschaft gesehen. Wir haben gewusst, dass beim Gegner der Frust tief sitzt, aber da konnten wir nichts dafür, schliesslich waren es nicht wir, die vor zehn Tagen das Spiel abgebrochen haben. Ich muss meiner Elf vor allem für die Leistung in der letzten halben Stunde ein riesiges Kompliment machen. Wie die Spieler miteinander gekämpft haben, war phänomenal.»

Was ihn allerdings auch geärgert hat, war der unnötige Platzverweis von Darko Anic. «Wir mussten während knapp einer halben Stunde zu zehnt spielen, in einer englischen Woche können wir so etwas nicht gebrauchen.»

Bazenheid ist mit den drei Punkten wieder auf Platz vier vorgerückt und hat am Samstag im Heimspiel gegen Seuzach die Möglichkeit, die Position weiter zu stärken. Amriswil hingegen hat lediglich drei Punkte Reserve auf den Abstiegsstrich, was den Frust nach der Niederlage noch verstärkt haben dürfte.

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