Nach Massnahmenverschärfung: Kein Konzert im «Chössi», weiter Filme im «Passerelle», Bergbahnen im Toggenburg stellen Betrieb ein

Nicht alles, was dieses Wochenende im Toggenburg geplant war, muss nun abgesagt werden.

Fabio Giger, Martin Knoepfel und Ruben Schönenberger
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Das Wattwiler Kino Passerelle bleibt offen.

Das Wattwiler Kino Passerelle bleibt offen.

Bild: PD

Die neuen Massnahmen des Bundesrates treffen auch diverse Kulturanbieter. Im Lichtensteiger Chössi-Theater hätte heute Abend Vera Kaa ein Konzert geben sollen. Dieses wurde gestern Nachmittag abgesagt. Es soll nachgeholt werden. Das sagte Urban Kressibucher, Präsident des Trägervereins.

Es sei wahrscheinlich möglich, eine Rückerstattung für Besucher auszulösen, die Karten im Vorverkauf erstanden und mit der Kreditkarte bezahlt hätten. Diejenigen, die Karten reserviert hätten, hätten noch nicht bezahlt, erklärt Urban Kressibucher weiter.

«Chössi» liegt im Grenzbereich

Was mit den anderen Vorstellungen passiert, wird am Montag entschieden. Das «Chössi» liegt bezüglich Grösse gerade in einem Grenzbereich: Das Theater hat rund 100 Plätze. Das Restaurant liegt mit 45 Plätzen unter der 50-Personen-Grenze für Restaurants.

Nur begrenzt Auswirkungen haben die neuen Massnahmen auf das Kino Passerelle in Wattwil. Alle Vorstellungen finden statt. Aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation werden aber ab sofort einige Plätze im Saal frei gelassen. Das schreibt das Kino auf seiner Website.

Geschäftsleiter Peter Bötschi sagte, man halte sich an die Empfehlungen von Pro Cinema. Er weist zudem darauf hin, dass ein Teil der Blockbuster, die volle Säle bringen sollten, von den Verleihern momentan zurückgehalten wird.

Bergbahnen stellen Betrieb ein

Die Bergbahnen Wildhaus gaben am späten Freitagabend bekannt, dass der Skibetrieb per sofort eingestellt wird. Alle Anlagen und Gastronomiebetriebe der Bergbahnen Wildhaus AG bleiben somit geschlossen. Die Wintersaison ist beendet. Auch die Toggenburger Bergbahnen stellen den Betrieb per sofort ein.

Weiter offen bleiben soll hingegen das Bergrestaurant Gamplüt. Peter Koller sagte am Freitagnachmittag, dass er einfach die Tische weiter auseinander stelle, damit man einander nicht in die Quere komme. «Wir werden versuchen, dass die Leute gesund kommen und auch gesund wieder gehen», sagte er. Man halte sich aber an die Pflichten und Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit. «Wir geben den Leuten Essen und Trinken, aber sagen nicht mit Handschlag ‹Grüezi›.»

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