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Nach der Vergiftung von Hund Blacky: Privatperson bietet 10'000 Franken, damit der Täter gefasst wird

Der Toggenburger Hund Blacky verlor wegen eines Giftköders sein Leben. Nun will eine Privatperson die Ermittlungen antreiben, indem er eine saftige Belohnung für Hinweise verspricht, die zum Täter führen.
Timon Kobelt
Der Hund Blacky wurde Opfer eines Giftköders und starb deshalb Anfang Jahr. (Bild: PD)

Der Hund Blacky wurde Opfer eines Giftköders und starb deshalb Anfang Jahr. (Bild: PD)

Die Betroffenheit im Toggenburg war gross, als der Wattwiler Hund Blacky am 4. Januar einer Vergiftung erlag. Blacky hatte aller Voraussicht nach am Abend des 1. Januar Wursträdchen gefressen, die mit Schneckengiftkörnern versetzt waren. In der Tierklinik Nesslau kämpfte der Jack-Russel-Terrier zwei Tage um sein Leben, ehe er den Kampf verlor. Alle Hinweise deuten auf eine absichtliche Vergiftung hin, was nun einen Tierfreund auf den Plan ruft.

Manuel Sonderegger (Name geändert) wandte sich an die Redaktion des «Toggenburger Tagblatts», kurz nachdem der Artikel über Blackys Dahinscheiden erschienen war. Der Tierfreund will sich dafür einsetzen, den Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Zu diesem Zweck stellt er 10'000 Franken aus seiner eigenen Schatulle als Belohnung bereit, um die Öffentlichkeit zu motivieren, nützliche Hinweise der Polizei mitzuteilen.

«Ich möchte ein Zeichen setzen»

Manuel Sonderegger ist sich bewusst, dass es sich um einen «grossen Batzen» handelt. Dazu sagt er: «Ich glaube einfach nicht, dass man mit 300 Franken gleich weit kommt, und ich möchte unbedingt ein Zeichen setzen.» Er sei ein grosser Tier- und vor allem Hundefreund. Dies sei seine primäre Motivation hinter der Aktion. «Ich habe selber einen Hund und weiss, was für starke Beziehungen zu so einem Tier entstehen können», sagt Sonderegger.

Des Weiteren hoffe er, Hundebesitzer, denen Gleiches widerfährt, dazu zu bringen, nicht aufzugeben. «Vielleicht bringt eine Belohnung in dieser Höhe eine neue Dynamik in die Sache. Blackys Schicksal ist ja leider kein Einzelfall», meint Sonderegger. Er wolle nun beobachten, was passiere, schliesslich habe er noch nie zuvor eine Belohnung für etwas ausgesetzt. Der Hundeliebhaber meint:

«Die Chancen sind erfahrungsgemäss klein, dass bei so einem Fall jemand dafür belangt werden kann. Aber womöglich kann ich dazu beitragen, die Chancen zu erhöhen»

Dass es Manuel Sonderegger mit den 10'000 Franken ernst ist, belegt er mit einem unterzeichneten Schreiben, das der Redaktion vorliegt. Im Gespräch bekräftigt er, das Geld aufbringen zu können. Anonym bleiben will er vor allem, damit keine Hinweise an ihn direkt gelangen. «Ich will alles sauber mit der Polizei aufgleisen, damit die Seriosität der Hinweise geprüft werden kann», sagt er.

Konkrete Hinweise, die zur Täterschaft führen

Dem Polizeiposten in Wattwil ist die wahre Personalie von Manuel Sonderegger bekannt. Sie wird nicht einmal polizeiintern weitergegeben, um die Anonymität zu wahren. Anders verhält es sich mit den Personen, welche Hinweise geben möchten: Wer offiziell etwas sagen will, muss mit seinem Namen dafür hinstehen. Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, sagt:

«Die Polizei sucht nach konkreten Hinweisen, die zur Täterschaft führen»

Wenn jemand konkrete Hinweise habe, werde er rechtlich aufgeklärt und dazu befragt. So beispielsweise über eine Irreführung der Rechtspflege.

Das heisst, wer bewusst falsche Aussagen macht oder andere Personen beschuldigt, muss mit einer Bestrafung rechnen. «Das ist eine Standardprozedur», so Rezzoli. Er weist darauf hin, dass der Ermittlungsprozess trotz Belohnung seine Zeit brauche: «Erhalten wir Hinweise, gehen wir diesen nach. Führen diese zu einer verdächtigen Person, tätigen wir die nötigen Ermittlungen und rapportieren das Ergebnis an die Staatsanwaltschaft, welcher die rechtliche Beurteilung obliegt.»

Führten die Ermittlungen und Untersuchungen letztlich zur Bestrafung oder Verurteilung eines Beschuldigten, könne der Fall abgeschlossen werden. Erst dann könne aufgeschlüsselt werden, welcher Hinweis letztlich zu diesem Ergebnis geführt habe, sagt Rezzoli. «Wie die Auszahlung einer privaten Belohnung zu erfolgen hat, muss im Einzelfall geklärt werden. Es ist darum wichtig, dass bei einer Befragung Anspruch darauf erhoben wird», meint der Polizeisprecher abschliessend.

Hinweise an den Polizeiposten Wattwil

Hinweise können unter der Nummer 058 229 51 00 dem Polizeiposten Wattwil weitergegeben werden.

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