Nach der Umfahrungseröffnung: Das Bütschwiler Dorfzentrum ist wie leergefegt

Seit Donnerstagabend rollt der Durchgangsverkehr an Bütschwil vorbei. Mit eindrücklichen Folgen: Im Bütschwiler Dorfzentrum ist kaum ein Auto zu sehen.

Ruben Schönenberger
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Schon vor 70 Jahren gab es erste Ideen, das Bütschwiler Dorfzentrum zu umfahren. Etliche Varianten wurden in die Diskussion eingebracht, alle wieder verworfen. Bis auf eine. Seit Donnerstagabend fliesst der Durchgangsverkehr nun um Bütschwil herum: Die 3,8 Kilometer lange Strasse zwischen dem Anschluss Engi und dem Anschluss Neudietfurt wurde dem Verkehr übergeben.

Neu rollen die Autos also über drei Brücken und durch vier Tunnels an Bütschwil vorbei. Schon am Donnerstagabend wurde die Umfahrung von etlichen Automobilistinnen und Automobilisten befahren. Am Freitagmorgen wachte das Dorf erstmals ohne Durchgangsverkehr auf. Von den rund 17'000 Fahrzeugen, die bisher durch Bütschwil fuhren, dürfte über die Hälfte nun den neuen Weg wählen. Im Bütschwiler Dorfzentrum ist Ruhe eingekehrt.

Bütschwil am 10. September (Bild: Beat Lanzendorfer)

Weitere Impressionen aus dem Bütschwiler Dorfzentrum zeigt unsere Bildergalerie:

Ein einsamer Lastwagen fährt durch Bütschwil.
7 Bilder
Ob sich die Natur nun die Strasse zurückholt?
Fast ausgestorben: Nur wenige Autos sind im Bütschwiler Dorfzentrum zu sehen.
An der Kreuzung, wo noch bis Donnerstag Abbiegen oft schwierig war, herrscht am Freitag gähnende Leere.
Nahe bei der Barriere, trotzdem kein Verkehr.
Zur Erinnerung: So sah es noch vor wenigen Tagen nahezu täglich im Bütschwiler Zentrum aus.
Zur Erinnerung: So sah es noch vor wenigen Tagen nahezu täglich im Bütschwiler Zentrum aus.

Ein einsamer Lastwagen fährt durch Bütschwil.

Bild: Liska Meier (Bütschwil, 18. September 2020)
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Adieu Durchgangsverkehr: Die Bütschwiler Umfahrungsstrasse ist eröffnet

Der Durchgangsverkehr ist seit Donnerstagabend aus Bütschwil verbannt. Die Erleichterung war an der Eröffnung der Umfahrung spürbar. Der Gemeindepräsident Karl Brändle etwa spricht von einem «Freudentag». Das fertige Projekt in Bütschwil bildet sogleich das zweitletzte Puzzleteil der Umfahrungen im Toggenburg.
Ruben Schönenberger