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Nach der Sommersaison zeigt sich der Zeltainer in Unterwasser im neuen Winterkleid

Der Zeltainer ist winterfest eingepackt. Betreiber Martin Sailer blickt auf eine gute Saison zurück.
Sabine Camedda
Winterfest eingepackt: Zum ersten Mal wurden Blachen über die Schiffscontainer gestülpt. Die sollen während der Winterpause die Feuchtigkeit abhalten. (Bild: Sabine Camedda)

Winterfest eingepackt: Zum ersten Mal wurden Blachen über die Schiffscontainer gestülpt. Die sollen während der Winterpause die Feuchtigkeit abhalten. (Bild: Sabine Camedda)

Das Zirkuszelt ist abgebaut, aber noch stehen die Schiffscontainer auf dem Parkplatz der Toggenburg Bergbahnen AG in Unterwasser. Säuberlich eingepackt in glänzende bordeauxfarbige Blachen. «Der Standplatz, wo der Zeltainer im Winter über gelagert wird, wird noch saniert. Bis dies gemacht ist, können die Container auf dem Parkplatz stehen bleiben», sagt der Zeltainer-Betreiber Martin Sailer.

Am Samstagabend ist das Licht im Zeltainer zum letzten Mal ausgegangen für die Saison 2019. «Ich bin sehr zufrieden», zieht Martin Sailer eine erste Bilanz.

«Bekannte Künstler wie Simon Enzler oder das Duo Messer & Gabel haben mir die Plätze mehrmals gefüllt, während bei unbekannteren Künstlern die Ränge nicht immer gut besucht waren.»

Diesen Trend habe er auch bei der Eigenproduktion festgestellt. Mit Adams Äpfel hat Daniel Koller ein weniger bekanntes Stück auf die Bühne gebracht. Prompt gab es auch weniger Nachfrage beim Publikum. «Ich habe aber treue Gäste, die auch kommen, wenn der Künstler nicht so bekannt ist», sagt Martin Sailer.

Einzigartigkeit spricht sich herum

Künstler zu engagieren war kein Problem für Martin Sailer. Der Zeltainer sei zwar anders als andere Kleinbühnen und gewisse Wünsche der Künstler könne er nicht erfüllen. Einen Ort wie den Zeltainer gebe es in der Schweiz aber nirgends sonst.

«Diese Einzigartigkeit spricht sich in den Künstlerkreisen herum, und es macht den Comedians und Musikern Spass, hier aufzutreten».

Es sei deshalb erstaunlich, dass Künstler im Zeltainer zu sehen sind, die üblicherweise in grossen Hallen vor mehreren Hundert Zuschauern auftreten. Einer von ihnen war Michael Hatzius mit der Echse, die in Deutschland grosse Erfolge feiern. «Er war eines meiner persönlichen Highlights», sagt Martin Sailer. Schon lange wollte er diesen Künstler engagieren, endlich habe es geklappt.

Insgesamt waren es 53 Anlässe, die innerhalb von fünfeinhalb Monaten über die Bühne gingen. Mehr gehe kaum mehr, sagt Martin Sailer, der bereits etwa die Hälfte des Programms für das Jahr 2020 festgelegt hat. «Bekannte Künstler muss ich früh buchen, sonst kommen sie nicht hierher», sagt er mit einem verschmitzten Lächeln.

Mithelfen, ein bisschen Kultur zu schaffen

Martin Sailer ist sich bewusst, dass er alleine den Zeltainer nicht betreiben könnte. «Vom Aufbau bis zum Abbau kann ich auf viele Helfer zählen», sagt er. Diese sind voll des Lobes für das kulturelle Angebot.

Es sei sonst ja wenig los in der Gemeinde und man müsste weit fahren, um etwas zu erleben, sagt einer der Helfer. Trotzdem sei er froh, dass die Saison nun abgeschlossen sei, sagt er. Seine Frau und er würden normalerweise eine der Bars betreuen und seien darum fast jedes Wochenende eingespannt. «Nun haben wir wieder Zeit für anderes», sagt er.

Doch er lässt es sich nicht nehmen, auch beim Abbau des Zeltes kräftig anzupacken. Sie seien inzwischen ein eingespieltes Team und hätten Übung darin, den Zeltainer auf- und abzubauen, sagt ein anderer. In der Tat: Am Montagabend reichte die Zeit noch für ein Feierabendbier, bevor sich die Helfer von Martin Sailer verabschiedeten. Der Zusammenhalt der Crew sei so stark, dass sie auch abseits des Zeltainers miteinander Dinge unternehmen.

Als letzten Handgriff zogen die Helfer die bordeauxfarbigen Blachen über die ehemaligen Schiffscontainer. Sie dienen zum Schutz vor Feuchtigkeit. Martin Sailer hat sie erst kürzlich angeschafft und setzt sie in diesem Winter erstmals ein.

«Bei dieser Anschaffung konnte ich auf die finanzielle Hilfe des Fördervereins zählen», sagt er. Auch die gute Entwicklung dieses Vereins zeigt Martin Sailer, dass es ihm gelungen ist, in 16 Sommer den Zeltainer zu institutionalisieren. Und dass die Unterstützung für die 17. Saison schon vorhanden ist.

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