Interview

Nach der erfolgreichen Premiere findet der Bazenheider Winterzauber im kommenden November eine Fortsetzung

«Der Zauber wird weitergehen», erklärt Linus Thalmann auf Anfrage. Der Betreiber des Kirchberger «Toggenburgerhofs» wird die zweite Auflage im Alleingang organisieren.

Beat Lanzendorfer
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Nach der erfolgreichen Erstaustragung findet der Bazenheider Winterzauber eine Fortsetzung.

Nach der erfolgreichen Erstaustragung findet der Bazenheider Winterzauber eine Fortsetzung.

Bild: Beat Lanzendorfer

Der Winterzauber in Bazenheid soll dem Vernehmen nach ein grosser Erfolg gewesen sein. Wollen Sie ihn erneut durchführen?

Linus Thalmann.

Linus Thalmann.

Bild: PD

Ja. Das Konzept mit Eisfeld und Chalet ging auch in Bazenheid auf, so wie an anderen Orten in der Ostschweiz. Der Zauber geht weiter.

Dann sind Sie vom Konzept überzeugt?

Wir stellen schon seit Jahren fest, dass sich das Ausgangsverhalten weg von der traditionellen Gastronomie hin zur Eventgastronomie entwickelt. Auswärts essen muss immer mehr ein Event sein.

«Nur» ein gutes Nachtessen im Restaurant reicht nicht mehr. Der Gast will zusätzlich im gleichen Rahmen
etwas Besonderes erleben.

Wird es die traditionelle Gastronomie in einigen Jahren nicht mehr geben?

Das würde ich so nicht sagen, und ich möchte die traditionelle Gastronomie auch nicht totsagen. Wir wollen aber wachsen und aus diesem Grund müssen neue Ideen umgesetzt werden. Im Sommer mit einer Art «Sommerbar» und in der Adventszeit mit einer Eisbahn und Holzchalet. Mein Sohn Simon übernimmt den Lead für diese Projekte.

Kommt es erneut zu einer Zusammenarbeit mit dem 12er-Club?

Die Zusammenarbeit mit dem 12er-Club war hervorragend. Deren Mitglieder machen jeden Anlass aber nur einmal. An diesem Grundsatzentscheid halten sie fest. Wir haben aber vom 12er-Club das Einverständnis, dass die Idee des Winterzauber Bazenheid weiterleben kann. Wir werden den Namen der Veranstaltung ganz leicht anpassen. Zurzeit sind verschiedene in der Diskussion.

Der eigentliche «Winterzauber» soll einmalig bleiben und in Verbindung mit dem 60-Jahr-Jubiläum der Dorfkorporation Bazenheid stehen.

Bleibt der Standort derselbe?

Ja. Wir haben andere Standorte in der Gemeinde Kirchberg geprüft und kamen zum Schluss, dass der Standort Ifang bezüglich vorhandener Infrastruktur der beste ist. Der Name Bazenheid wird in der neuen Namensgebung ebenfalls eingebaut.

Planen Sie den Anlass mit einem oder mehreren Vereinen zu organisieren?

Wir vom «Toggenburgerhof» werden den Lead übernehmen. Wenn Vereine gute Ideen haben und dies eine gegenseitige Win-Win-Situation ergibt, dann sind wir offen. Die Idee wäre, das Eisfeld für die Bevölkerung wiederum gratis anzubieten. Um dies umsetzen zu können, werden wir Partnerschaften und Sponsoren benötigen.

Der erste Winterzauber dauerte 45 Tage. Ist eine ähnliche Dauer geplant?

Geplant ist am 20. November 2020 zu starten. Im Januar 2021 soll die Veranstaltung einige Tage länger als in diesem Jahr dauern. Zurzeit läuft das Bewilligungsverfahren bei der Gemeinde Kirchberg.

Wir beantragen die Bewilligung über
einen Zeitraum von drei Jahren.

Planen Sie als Unternehmer und Inhaber des Toggenburgerhofs in Kirchberg noch weitere Neuerungen?

Der Bereich Catering nimmt einen immer grösseren Stellenwert ein. Wir wollen in diesem Bereich aktiv auf dem Markt sein. Weiter übernehmen wir Aufgaben wie die gesamte örtliche Umsetzung von Grossveranstaltungen wie etwa das Open Air Flumserberg. Wir können schon jetzt jährlich Ende Juli für einen internationalen Veranstalter über Wochen auf dem Flumserberg arbeiten. Da gilt es am Ball zu bleiben.