Nach der Abfischung wegen der Baustelle: Entwicklung der Fische im Thurabschnitt Rickenhof wird untersucht

Wie ist der aktuelle Fischbestand in der Thur bei Wattwil und wie wirken sich die Massnahmen zum Uferschutz, die einen wertvollen Lebensraum für Fische bieten sollen, auf den Bestand aus? Diese Fragen werden untersucht.

Sabine Camedda
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Michael Kugler (rechts) und Jan Schick notieren Grösse und Gewicht der abgefischten Forellen und Groppen. Bild: Sabine Camedda

Michael Kugler (rechts) und Jan Schick notieren Grösse und Gewicht der abgefischten Forellen und Groppen. Bild: Sabine Camedda

Das kantonale Amt für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) nahm die Abfischung in der Thur zum Anlass für eine Bestandesaufnahme der Fische in der Thur. Alle Fische, die an diesem Morgen auf einer definierten Strecke beim Rickenhof in Wattwil gefangen wurden, wurden anschliessend vermessen und gewogen. «Wir erhalten so einen repräsentativen Bestandeseinblick in diesem Thurabschnitt», erklärt Michael Kugler, Fachmitarbeiter Fischerei beim ANJF.

Während der Bauarbeiten in den kommenden Monaten sollen möglichst wenig Fische in dieser Strecke sein, um nicht mit den Bauarbeiten in Konflikt zu geraten. Danach werden die Forellen und Groppen ihren angestammten Lebensraum zurückerobern. «In zwei bis drei Jahren werden wir an derselben Stelle den Fischbestand noch einmal erheben», sagt Michael Kugler.

Diese zweite Untersuchung werde mit der jetzigen verglichen. «Dies erlaubt uns, Aussagen zu machen bezüglich der Entwicklung der Fische und der Fischarten», erklärt er. Zudem lassen sich Schlüsse über die Wirksamkeit des Uferschutzes ziehen und darüber, ob die Fische diese Bereiche als neues Habitat wieder angenommen haben.

Den Zustand der nun umgesiedelten Fische erachtet Michael Kugler als gut. Die Population weist die beiden erwarteten Fischarten und in unterschiedlichen Altersklassen auf. Zudem machen die Fische einen vitalen Eindruck.