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Kandidatinnen für den Nationalrat machen halt beim Baumwipfelpfad in Mogelsberg

Über 20 Frauen tourten kürzlich in Begleitung mit der Linie S4 durch den Kanton St.Gallen. Sie alle stellen sich im Herbst der Wahl in den Nationalrat. Die Reise endete am Samstag zuerst in Mogelsberg beim Baumwipfelpfad.
Auftakt zu den Nationalratswahlen für die St. Galler Frauen. Der Baumwipfelpfad war das letzte Ziel auf der Tour. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Auftakt zu den Nationalratswahlen für die St. Galler Frauen. Der Baumwipfelpfad war das letzte Ziel auf der Tour. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Die Reise war der Auftakt zu den nationalen Wahlen vom 20. Oktober. Die Frauenzentrale hatte alle Kandidatinnen aus den verschiedenen Parteien eingeladen, sich gemeinsam auf den Weg zu machen, um sich über die Parteigrenzen hinweg kennen zu lernen. Nach den Sommerferien werden die Frauen mit ihren je eigenen Parteien unterwegs sein und Konkurrentinnen sein.

Davon war am Samstag noch nichts zu spüren. Trotz stürmischem Wind, der die Frauen auf den Berg zum Baumwipfelpfad begleitete und vielleicht auch Auftrieb gab, herrschte eine fröhliche, angeregte Stimmung. Die gemeinsam verbrachten Stunden empfanden die Gefragten als positiv.

Beteiligung und Einsatz machen sich bezahlt

Sie kamen grüppchenweise vom Bahnhof her, die einen mit Accessoires in den Parteifarben oder mit beschrifteten T-Shirts. Am Eingang des Baumwipfelpfades erwarteten sie Jacqueline Schneider, Geschäftsführerin der Frauenzentrale und Vreni Wild, Gemeindepräsidentin der Gemeinde Neckertal. «Ich finde diesen Auftakt positiv und unterstütze die Frauen gerne. Wir Politikerinnen müssen Vorbilder sein, damit sich auch junge Frauen hinzustehen wagen. Es ist wohl schwieriger geworden, Frauen zu finden, die sich neben Beruf und Familie auch für die Politik engagieren, aber es ist wichtig, dass Frauen jeden Alters mitdenken und mitarbeiten», meinte Wild.

Jacqueline Schneider, die Erfahrung als Gemeinderätin und Kantonsrätin hat, ist es wichtig, dass auch verrückte Ideen eingebracht werden. Beide finden, dass es für alle Frauen auf einer Liste ein Gewinn sei, sich zur Verfügung zu stellen, den Wahlprozess mitzumachen und sich mit den verschiedensten politischen Fragen auseinanderzusetzen.

Spürbare Solidarität

Die Nationalratskandidatinnen waren am Morgen zusammen mit persönlichen Begleiterinnen in St.Gallen gestartet. Auf dem Kornhausplatz gab es ein Frühstück, das stehend eingenommen wurde. Dabei gab es die ersten Begegnungen mit Passanten, auch wenn diese an diesem eher aprilmässigen Maitag rar waren. Für die Frauen spielte dies im Rahmen dieses Anlasses eine untergeordnete Rolle. Sie wollten sich zuerst gegenseitig kennen lernen. «Teilweise waren wir uns sogar innerhalb der eigenen Partei unbekannt», sagte eine Frau aus dem Wahlkreis Wil. Mit der Bahn ging es nach Sargans, wo es wieder einen Empfang gab und weitere Neugierige, die wissen wollten, was die «Made» von Frauen im Sinn habe. «Es gab positive Reaktionen und auch Gespräche mit Studenten, die sich für die Sache interessierten», erzählte eine junge Kandidatin.

Die nächste Station war Uznach gewesen, bevor die Frauen auf dem Bahnhof Mogelsberg eintrafen und den halbstündigen Weg bis zum Ziel unter die Füsse nahmen. Der Himmel zauberte zur Ankunft einen hellen Streifen am Horizont hervor. Eine Ermutigung? Die Frauen strahlten Unternehmungslust aus und waren angetan von der spürbaren Solidarität untereinander. Unterwegs hatten sie Flyer für verschiedene Anliegen verteilt, Wahllisten oder Aufrufe für den Frauenstreik vom 14. Juni.

Frauen in die Politik und an Urne holen

«Wir vertreten zwar verschiedene Parteien, aber wir sind als Frauen miteinander unterwegs und müssen letztlich gemeinsam einen Konsens finden», meinte eine von ihnen. Mit der Reise hätten sie in verschiedenen Regionen Präsenz markieren wollen, darauf aufmerksam machen, dass die Hälfte der Gesellschaft weiblich sei und entsprechend in den Parlamenten vertreten sein sollten.

In Mogelsberg blieben sie unter sich; den Baumwipfelpfad besuchten nur einige Unentwegte an diesem Tag. «Es müssen mehr Frauen kandidieren und es müssen mehr Frauen an die Urne», sagte Jacqueline Schneider.

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