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Musikfestival in Brunnadern: Bock auf Rap und Rock

Das Open Ear in Brunnadern sorgte mit seiner bunten Musikpalette für gute Stimmung.
Sascha Erni
Elijah Salomon (links) lud gleich zwei Gastmusiker aus dem Senegal ein. (Bilder: Sascha Erni)

Elijah Salomon (links) lud gleich zwei Gastmusiker aus dem Senegal ein. (Bilder: Sascha Erni)

Die Bässe spürte man bereits im Bahnhof Brunnadern-Neckertal: Am Samstag fand zum achten Mal das Open-Ear-Festival statt. Unterhalb des Viadukts nahm das Openair bei besten Wetterverhältnissen die Wiese neben dem Jugend-Café in Beschlag. «Wir hatten eigentlich fast immer Wetterglück», kommentierte Kevin Jaggi vom Organisationskomitee die milden Temperaturen. Das Open Ear gehe auf die Initiative einer Gruppe Neckertaler zurück, die sich regelmässig im Jugend-Café getroffen hatten und sich 2012 fragten: Wie wäre es mal mit einer etwas grösseren Gartenparty? «Das Festivalgelände ist perfekt für ein kleines Openair geeignet», erklärte Jaggi. Die ebene Wiese liegt zwischen Fluss und Bahntrasse, etwaige Lärmbelästigung für die Nachbarn war also nie ein grosses Thema. Ein Zelt schützte am Samstag die Hauptbühne, auf der kleinen Nebenbühne traten verschiedene Singer/Songwriter auf. Zusammen mit den gut hundert zahlenden Gästen feierten in Brunnadern an die 150 Menschen bis tief in die Sommernacht.

Kleines Festival mit
grosser Ausstrahlung

Viele junge Familien fanden sich zur Sommernachtsparty ein. Überall lagen Picknick-Decken, kleine und grössere Kinder spielten, die Gäste unterhielten sich angeregt. Für viele sei das Open Ear so etwas wie ein Klassentreffen, meinte Jaggi. «Es ist nicht wirklich ein regionales Festival, viele Besucher kommen aus St. Gallen und Zürich, einer reist gar regelmässig aus dem Emmental an.» Halt von daher, wohin man als junger Erwachsener aus dem Toggenburg weggezogen sei.

Aber das Open Ear war auch 2019 vor allem eins: Ein Musikfestival. Bereits um 15 Uhr eröffnete «Highland Sanctuary» das Openair, später sollten die zwei Rocker von «Too Mad» folgen. Den Abend läutete dann Elijah Salomon mit Gastmusikern ein, zum Abschluss liess das Berner Rap-Urgestein Baze das Publikum bis nach Mitternacht feiern. Im Wechsel zur Zeltbühne traten auf der Nebenbühne – «Gehörgang» genannt – die eingeladenen Singer/Songwriter auf. So konnten auch die Umbaupausen gemütlich angegangen werden. DJ Johnny The Snake sorgte mit Klassikern ab Vinyl jeweils für eine entspannt-musikalische Überbrückung.

Spezielle Nebenbühne
und wilder Genremix

Während sich auf der Hauptbühne die grösseren Acts die Klinke in die Hand gaben, stellte der «Gehörgang» vielleicht das Highlight des Open Ear dar. Anders, als es so oft bei Nebenbühnen der Fall ist, bot der «Gehörgang» eine offene, aber auch intime Stimmung. Das Publikum genoss die Musik gebannt bei Lagerfeuerromantik und Festivalbier. Jane in Flames trat als erstes auf, der Singer/Songwriter Tobias Jensen glänzte mit einfühlsamen Stücken und viel Rhythmik, Marina & Guitar sollte dann das Singer/Songwriter-Lineup abschliessen.

Angesprochen auf die doch sehr unterschiedlichen Genres, von Hip-Hop über Rock bis zu Soul und Reggae, schmunzelte Kevin Jaggi. «Wir laden ein, wen wir gerne selbst hören möchten. Das führt manchmal zu einem ungewohnten Genremix.» Dann lachte er. «Aber Schlager und Volksmusik wird es am Open Ear wohl nie zu hören geben.»

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