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Musik bringt ihn ins Toggenburg zurück

«Als Heimat würde ich die Schweiz bezeichnen», erklärt Lasse Ammann. Obwohl der junge Saxofonist seit rund zehn Jahren in Helsinki lebt, kehrt er immer wieder gerne ins Toggenburg zurück, um bei der Big Band mitzuspielen.
Emilie Jörgensen
Lasse Ammann (rechts) spielte das Saxofon neben Michael von Niederhäusern, der am Samstagabend das Konzert leitete. (Bild: Emilie Jörgensen)

Lasse Ammann (rechts) spielte das Saxofon neben Michael von Niederhäusern, der am Samstagabend das Konzert leitete. (Bild: Emilie Jörgensen)

Am Samstagabend gab die Big Band der Musikschule Toggenburg im Kirchpark der evangelischen Kirche in Nesslau ein Konzert. Trotz wunderschönem Sommerwetter war das Konzert unter der Leitung von Michael von Niederhäusern nur mässig besucht. Die vielfältige Abwechslung zwischen Jazz, Pop und sogar Rock kam bei den anwesenden Gästen gut an.

Mit Stücken wie «Summertime» oder «Here’s to life» konnte auch Leadsänger Remo Forrer seine schöne Stimme in den Vordergrund bringen. Der Fokus des Abends lag jedoch beim Saxofonisten Lasse Ammann. Der 26-jährige Musiker verbringt diesen Sommer in seiner Heimat im Toggenburg. Im Alltag wohnt er aber in Finnland, genauer in Helsinki, wo er sich momentan zum Musikpädagogen ausbildet.

Das Austauschjahr streckte sich zehn Jahre aus

Lasse Ammann ist im Toggenburg, noch genauer in Ebnat-Kappel aufgewachsen. Später zog die Familie nach Wattwil um, wo er im Schulhaus Risi die Primar- und Oberstufe besuchte. Nach der Oberstufe zog der Doppelbürger nach Ostfinnland, wo er eigentlich vorhatte, nur ein Austauschjahr zu machen. Hier lernte er dann jedoch während zweier Jahre die finnische Sprache. Obwohl seine Mutter ursprünglich aus Finnland stammt, beherrschte Lasse Ammann die Sprache nicht, da zu Hause hauptsächlich Schweizerdeutsch gesprochen wurde.

Ebenfalls in Finnland besuchte er das zehnte Schuljahr. Später absolvierte er die Matura mit dem Schwerpunkt Musik. Seine Ausbildung zum Musiker machte er anschliessend während zweier Jahre am Helsinki Pop & Jazz Conservatory. Momentan bildet er sich ebenfalls in Helsinki an einer Fachhochschule zum Musikpädagogen aus. Sein Berufsziel ist es, später als Musiklehrer zu unterrichten.

Gleichzeitig möchte er aber weiterhin als professioneller Musiker bei Konzerten auftreten. Sein Arbeitsplatz wird also zwischen dem Unterrichtszimmer, dem Studio und der Bühne wechseln. Für ihn scheint dies aber kein Problem zu sein. «Mein Arbeitsplatz ist dort, wo gerade mein Saxofon und mein Laptop stehen. Dies kann im Zug, in der Schule oder vor Tausenden Menschen sein», sagt er.

Sein Hobby hat er zu seinem Beruf gemacht

«Musik ist etwas, dass ich schon immer gerne gemacht habe», erklärt Lasse Ammann. Vielleicht, weil er durch seine Familie schon früh mit der Musik in Kontakt gekommen ist. Seine Mutter sang ihm während seiner Kindheit immer wieder Lieder vor. Auch die Familienmitglieder seiner väterlichen Seite waren von der Musik begeistert. «Ich glaube fast alle Verwandten meines Vaters haben Volksmusik gemacht», meint er.

Seine ersten musikalischen Erfahrungen hat Lasse Ammann mit dem Handörgeli gesammelt. Allerdings wollte er gerne noch etwas anderes spielen. In der dritten Primarklasse, als er rund neun Jahre alt war, begann er mit dem Spielen des Saxofons. Wann genau sein Entschluss kam, dieses Instrument zu spielen, weiss er noch heute. «Damals habe ich mit meiner Mutter das Anatevka-Musical besucht. Dort stand in der Mitte des Raumes ein riesiges, goldiges Instrument. Ohne zu wissen, was es genau war, sagte ich meiner Mutter, dass ich es spielen will», erklärt er.

Mittlerweile hat der junge Musiker sein Hobby zu seinem Beruf gemacht. Dazu gehören unter anderem auch grosse Auftritte. Erst diesen Frühling gab er in Helsinki als Mitglied der Hip-Hop-Band «Green Light District» bei der offiziellen Eröffnungszeremonie des «Tag der Arbeit» vor 50000 Zuschauern ein Konzert.

Freude an der Musik hat er immer

Von dieser Band stammen auch seine schönsten Erlebnisse. Allgemein seien es die Menschen, die Lasse Ammann in der Musikbranche am meisten schätzt. «Alle Leute, die ich bis jetzt in der Branche kennen gelernt habe, waren supermotiviert. Das Zusammenarbeiten macht einfach Freude, denn jeder will das gleiche Ziel erreichen, nämlich gute Musik spielen und das Publikum begeistern», erklärt er. Ob er sich nun mit diesen in Finnland oder in der Schweiz trifft, spielt für ihn keine Rolle.

Und obwohl am Samstagabend keine 50000 Zuschauer vor ihm im Kirchpark in Nesslau standen, Spass macht es ihm immer. Denn auch kleinere Konzerte wie dieses am Samstag haben für ihn eine grosse Bedeutung. «Michael von Niederhäusern und ich kennen uns schon lange. Damals, in 2003 war ich bei der Gründung der Big Band praktisch mit dabei», erklärt Lasse Ammann. Per Zufall trafen sich die beiden wieder und unterhielten sich über diese Band. Nun begleitet der junge Saxofonist die Band schon den dritten Sommer im Toggenburg.

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