Mundschutzmasken werden knapp: In der Region Wil-Toggenburg kaufen Kunden die Apotheken leer

Verschiedene Apotheken der Region haben keine Masken mehr. Wann die nächste Lieferung kommt, ist ungewiss.

Dinah Hauser
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In China tragen viele Personen eine Hygienemaske. In der Region Wil-Toggenburg ist dies kaum der Fall. Dennoch sind Masken in vielen Apotheken ausverkauft.

In China tragen viele Personen eine Hygienemaske. In der Region Wil-Toggenburg ist dies kaum der Fall. Dennoch sind Masken in vielen Apotheken ausverkauft.

Bild: Mark Schiefelbein / AP

Kaum jemand läuft hierzulande mit Mundschutz herum wegen des Corona-Virus oder der Grippe. Zumindest nicht in der Öffentlichkeit. Dennoch verzeichnen die Apotheken der Region Wil-Toggenburg eine starke Nachfrage nach eben diesen Hygieneartikeln. So stark, dass kaum mehr Masken verfügbar sind. So verfügt die Löwen-Apotheke in Wil schon seit längerer Zeit über keine Masken mehr.

Ähnlich tönt es aus der Bütikofer-Apotheke in Wattwil. Nachbestellungen sind fast unmöglich, denn auch bei den Lieferanten herrschen Engpässe. Trotzdem fragten immer wieder Leute nach den Masken. So auch an verschiedenen Standorten der Toggenburg-Drogerie Abderhalden. Vor allem seien es Personen, welche in betroffene Regionen reisen wollen, sagt Geschäftsführer David Reichmuth auf Anfrage.

«Klassische Hygienemasken führen wir aktuell noch. Kinder- und Filterschutzmasken sind aber auch bei uns ausverkauft.»

Filterschutzmasken haben zusätzlich ein Ventil und filtern die Luft je nach Klassifikation auch auf Viren oder Bakterien. Aber Reichmuth meldet Lieferengpässe auch bei den Hygienemasken – diese kennt man beispielsweise als Mundschutz, welche das Operationspersonal verwendet. «Wir haben aber momentan noch genügend an Lager bei uns hier in Wattwil.»

Schweiz und St.Gallen sind gerüstet

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) informiert auf dessen Website laufend über den aktuellen Stand. Bisher wurde in der Schweiz noch kein Fall nachgewiesen, in umliegenden Ländern hingegen schon. Einreisebeschränkungen für die Schweiz gelten bislang keine. Von Reisen in die chinesische Provinz Hubei, wo das Virus ausgebrochen ist, wird jedoch abgeraten. Auch der Kanton St.Gallen äusserte sich kürzlich: Die Kantonsärztin stehe in engem Kontakt mit dem BAG und anderen Kantonen. Personen, welche sich in den letzten 14 Tagen in China aufgehalten haben und grippale Symptome entwickeln, sollen sich telefonisch beim Hausarzt melden. Diagnostische und therapeutische Massnahmen evaluiert und in die Wege geleitet. (dh)

Spitäler sind gut ausgerüstet

In der Spitalregion Fürstenland Toggenburg (SRFT) macht sich das Corona-Virus oder die besorgte Bevölkerung nicht bemerkbar, wie es auf Anfrage heisst. Das Problem der Lieferengpässe bei den Hygieneschutzmasken als auch bei den Atemschutzmasken ist den Spitälern bekannt. Der Bedarf an Hygienemasken sei derzeit aufgrund der Grippesaison erhöht. «Die SRFT verfügt jedoch Stand heute über die vom Bundesamt für Gesundheit empfohlenen Materialbestände», sagt Mediensprecherin Barbara Anderegg. Bei anderen für die Infektprävention relevanten Artikeln bestünden keine Lieferengpässe. Desinfektionsmittel und andere Hygieneartikel dürften demzufolge also genügend vorhanden sein.

Derzeit werde davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit – also die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch einer Krankheit – bis zu 14 Tagen beträgt. Dies teilte der Kanton St.Gallen vergangene Woche mit. Den besten Schutz vor über Tröpfchen übertragbaren Krankheiten – zu denen auch das Corona-Virus zählt – stelle eine gute Händehygiene, Husten- und Nies-Etikette sowie Abstand zu Erkrankten dar. Diese Massnahmen seien in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit sinnvoll.