«Mütter & Väterberatung Untertoggenburg-Wil-Gossau»: Mehr als nur irgendeine anonyme Telefon-Hotline

Der Verein «Mütter & Väterberatung Untertoggenburg-Wil-Gossau» wurde gegründet, damit nicht alle Gemeinden ein eigenes Angebot auf die Beine stellen müssen.

Katja Brütsch
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Die «Mütter & Väterberatung Untertoggenburg-Wil-Gossau» gibt zu vielen Fragen Auskunft.

Die «Mütter & Väterberatung Untertoggenburg-Wil-Gossau» gibt zu vielen Fragen Auskunft.

Symbolbild: Christof Schuerpf / Keystone

Die «Mütter & Väterberatung Untertoggenburg-Wil-Gossau» ist ein Angebot der Gemeinden. Im Gemeindegesetz ist festgehalten, dass eine Beratung für Eltern gewährleistet und finanziert werden muss. Der Verein wurde gegründet, damit die einzelnen Gemeinden nicht alle ein separates Angebot auf die Beine stellen müssen.

Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle sind Pflegefachfrauen KJFF (Kinder, Jugendliche, Familie, Frau) und verfügen mehrheitlich über das Nachdiplomstudium zur Mütter- und Väterberater/-in.

Männliche Mitarbeiter wären herzlich willkommen

Männer findet man in dieser Sparte bis anhin selten, da nur wenige über die geforderten Ausbildungen verfügen. Dies könnte sich ändern, da neu auch Psychologen, Hebammen, Kindererzieher und Sozialpädagogen das Nachdiplomstudium in Angriff nehmen können. «Uns wären männliche Mitarbeiter jedoch herzlich willkommen», erwähnt Burren.

Gemäss Burren kontaktieren vor allem Mütter die Beratungsstelle. Sie führt das auf die immer noch geläufige Rollenverteilung innerhalb der Familien zurück. Falls ein Vater die Beratung aufsuchen möchte, zu den angegebenen Öffnungszeiten jedoch arbeitet, solle er sich einfach melden, eine Lösung finde man immer, so Burren. Das gleiche gelte natürlich auch für berufstätige Mütter, oder wenn die Eltern die Beratung gemeinsam aufsuchen möchten.

Schlafen, Stillen, Ernährung

«Am häufigsten kommen Eltern mit ihrem ersten Kind zu uns», erklärt Burren. 75 Prozent der Kinder ihrer Kunden seien jünger als ein Jahr. Dies liesse sich damit erklären, dass im ersten Lebensjahr viele Veränderungen und Entwicklungen durchgemacht werden. Die am häufigsten angesprochenen Themen betreffen, wie auch bei Angela Weber, das Schlafen, das Stillen und die Ernährung im Allgemeinen. Je älter das Kind werde, desto mehr gehen die Fragen in Richtung Erziehung, ergänzt Burren.

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