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MÜNCHWILEN: Paten zeigen Flagge für die Fahne

In der «Zukunftsfabrik» haben die Flickarbeiten an der weltweit grössten Schweizer fahne begonnen. Das Wiler Produkt schmückt dieses Jahr zum vierten Mal den Säntis und hat mittlerweile eine grosse Fangemeinde.
Ursula Ammann
Die grösste Schweizer Fahne der Welt unter der Nähmaschine: In der «Zukunftsfabrik» brachten Näherinnen die Stoffbahnen wieder in Topform. (Bild: Ralph Ribi)

Die grösste Schweizer Fahne der Welt unter der Nähmaschine: In der «Zukunftsfabrik» brachten Näherinnen die Stoffbahnen wieder in Topform. (Bild: Ralph Ribi)

Der Hackbrett-Profi Nicolas Senn hat ihr sogar ein Lied auf seiner neuen CD gewidmet: der weltweit grössten Schweizer Fahne, die zur diesjährigen 1.-August-Feier wieder am Säntis hängen wird. Senn ist ihr Götti. Neben ihm hat das Fabrikat der Wiler Firma Heimgartner Fahnen AG allerdings bereits 2600 Patinnen und Paten. Rund 400 davon haben ihren Schützling am Samstag in der «Zukunftsfabrik» in Münchwilen besucht. Dort schauten sie den Näherinnen über die Schultern, die sich mit gekonnten Handgriffen daran machten, die 6400 Quadratmeter grosse Fahne wieder in Topform zu bringen.

Nähe trotz der Distanz

Der Sturm am Nationalfeiertag 2017 hat das rot-weisse Prachtstück zerrissen. Nicht zum ersten Mal. Bereits im Jahr zuvor hinterliessen Windböen ihre Spuren. Daran kann sich Nadia Wyss aus Frauenfeld gut erinnern. Sie ist eine der Patinnen, die am Samstag in die «Zukunftsfabrik» gekommen ist. Am Nationalfeiertag 2016 war sie zu Gast im Säntis-Hotel und konnte beobachten, wie der Wind zerzauste. «Das hat mich dazu bewogen, gleich eine Patenschaft zu machen», erzählt Nadia Wyss, die einst in Uzwil gewohnt hat. Von der Schweizer Flagge am Säntis sei sie schon vorher beeindruckt gewesen. Noch einer, der Flagge für die Fahne zeigt, ist Thomas Olbrecht aus Winterthur. Auch er reiste am Samstag nach Münchwilen, um die grösste Schweizer fahne der Welt aus der Nähe zu bewundern. Pate sei er geworden, weil er oft im Alpsteingebiet wandern gehe. «Die Idee mit der Fahne hat mir sehr gut gefallen», sagt Olbrecht. Bei gutem Wetter kann er den Säntis, sogar von Winterthur aus sehen. Die Schweizer Fahne habe er auf diese Distanz aber nicht erkennen können.

In zwei, drei Wochen über dem Berg

Um Wind und Wetter besser zu trotzen, erhält die Fahne Verstärkung in Form von zusätzlichen Querverstrebungen. Zuerst aber flicken die Näherinnen deren Mittelteil. «Dazu war ein Kilometer neuer Stoff notwendig», sagt Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn AG. In zwei bis drei Wochen wird die Fahne über dem Berg sein, sodass sie pünktlich zum 1. August wieder am Berg hängen kann. Nicos Höhener, stellvertretender Geschäftsführer der Heimgartner Fahnen AG, ist gespannt auf die Reaktionen. «Wir bekommen jedes Jahr Hunderte von Schnappschüssen», sagt er. «Aus allen Regionen.»

Ursula Ammann

redaktion@wilerzeitung.ch

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