Mühlrüti
Vom Kühlhaus zur Wertstoffsammelstelle: Dieses Gebäude wird umgenutzt

Die Gemeinde Mosnang möchte in Mühlrüti ein Kühlhaus zu einer Wertstoffsammelstelle umfunktionieren und neue Unterflurbehälter platzieren. Gemeindepräsident Renato Truniger sagt, was sonst noch geplant ist.

Sara Stojcic
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Gemeindepräsident Renato Truniger studiert die Baupläne des Kühlhauses.

Gemeindepräsident Renato Truniger studiert die Baupläne des Kühlhauses.

Bild: Sara Stojcic

Das Dach werde gekürzt, die Türe durch breite Durchgänge ersetzt und Unterflurbehälter platziert, sagt Mosnangs Gemeindepräsident Renato Truniger in Mühlrüti. Es geht um das Kühlhaus beim Tell-Areal, welches künftig als Wertstoffsammelstelle dienen soll. Die Umnutzung der zehn Meter langen Tiefgefrieranlage wird die Gemeinde Mosnang laut Budget etwa 60'000 Franken kosten. Der Baubeginn soll diesen Herbst erfolgen.

Diese Recycling- und Abfallcontainer wird es an diesem Ort künftig nicht mehr geben.

Diese Recycling- und Abfallcontainer wird es an diesem Ort künftig nicht mehr geben.

Bild: Sara Stojcic

Künftig soll die Bevölkerung das Kühlhaus als Sammelstelle für PET-Flaschen, Batterien und Kuh-Bags benutzen. Dies ist neu. Die Einwohner Mühlrütis mussten dazu in Vergangenheit nach Mosnang fahren. Abfall, Aluminium, Glas und Textil kann weiterhin beim Tell-Areal abgegeben werden. Nun werden die jetzigen Container durch sechs Unterflurbehälter ersetzt. Zur Umnutzung des Kühlhauses sagt Truniger: «Im Moment gibt es kein Dach, sodass die Abfallentsorgung bei Regen etwas mühsam ist. Das wird sich ändern.» Ausserdem könne man durch die breiten Durchgänge, die zu jeder Zeit zugänglich sind, bequem in die Wertstoffsammelstelle gehen, wie der Gemeindepräsident erklärt. «Die schlanken Säulen der Unterflurbehälter sollen die herkömmlichen Recycling- und Abfallcontainer ersetzen. Somit sieht das Ganze auch ansprechender an», sagt Truniger und führt fort:

«Das Entsorgen wird komfortabler.»
Der jetzige Einlenker zum Tell-Areal wird durch einen rechtwinkligen ersetzt.

Der jetzige Einlenker zum Tell-Areal wird durch einen rechtwinkligen ersetzt.

Bild: Timon Kobelt

Kühlhaus statt Gefrierschrank

Welche Verwendung hatte das Kühlhaus früher? «Als es noch keine Tiefkühler in jedem Haushalt gab, hatte man die Lebensmittel in solche Kühlhäuschen gelagert», erklärt der Gemeindepräsident. Die Nutzung dieser Lagerhäuser wurde jedoch über die Jahre hinweg immer weniger. So auch in Mühlrüti. «Die Tiefgefrieranlage gehörte der Elektroversorgung in Mühlrüti und sie haben es zum Verkauf angeboten», so Truniger. Er führt fort:

«Es gab noch weitere Interessenten.»

Dies seien laut Truniger Privatpersonen gewesen. Schliesslich hat sich der Besitzer für die Gemeinde Mosnang entschieden. Warum? Der Gemeindepräsident erklärt es sich so: «Das Vorhaben der Gemeinde ist der Allgemeinheit dienlich.» Der Kauf des Lagerhauses lag in der Kompetenz des Gemeinderates und kostete 30'000 Franken. Die Baubewilligung steht noch aus und Einsprachen können innert der Auflagefrist, welche noch bis am kommenden Montag (26. Juli) dauert, eingereicht werden. «Ich bin jedoch zuversichtlich», so Truniger.

Tell-Überbauung im Herbst

Das Hauptprojekt in Mühlrüti ist jedoch nicht die Kühlhausumnutzung. Im Tell-Areal wird es Neuerschliessungen und Anpassungen von Strassen geben. Neu wird der Einlenker im rechten Winkel sein, was das Abbiegen erleichtern soll. Danach sei der nächste Schritt der Verkauf von drei Bauparzellen, erklärt Truniger. Zwei Mehrfamilienhäuser wird es auf dem Tell-Areal ebenfalls geben. Der Gemeindepräsident erklärt: «Diese Überbauung planen wir schon seit vier Jahren. Die Nachfrage für das Bauen auf dem Land hat generell zugenommen, deshalb auch die Pläne für das Tell-Areal. Die Idee mit der Umnutzung des Kühlhauses kam eher spontan dazu.» Er sagt weiter:

«Es hat sich einfach so ergeben.»

So wurden die beiden Projekte vereint und sollen bestenfalls im Herbst dieses Jahres realisiert werden. Der Strassenbau dauert cirka drei Monate, während das Kühlhaus etwa während vier bis fünf Wochen umgebaut wird. Falls der Kanton das Bauvorhaben genehmigt und es keine Einsprachen gibt, könnte das Tell-Areal schon Ende Jahr anders aussehen.

Das zukünftige Tell-Areal mit neuen Strassen und Bauparzellen.

Das zukünftige Tell-Areal mit neuen Strassen und Bauparzellen.

Quelle: Rietmann Raum- und Projektentwicklung Karte: viv