Mosnanger stimmen Krediten für Schulhäuser in Libingen und Mühlrüti zu

Bei der Volksabstimmung von Sonntag gab es in Mosnang zwei klare Ja. Libingen soll ein neues Schulhaus erhalten. In Mühlrüti gibt es eine Erweiterung.

Martin Knoepfel
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Das Schulhaus Mühlrüti hat Jahrgang 1969. Es soll erweitert werden.

Das Schulhaus Mühlrüti hat Jahrgang 1969. Es soll erweitert werden.

Bild: Martin Knoepfel

Bei der Volksabstimmung in Mosnang resultierten zwei klare Ja. Der Kredit für ein neues Schulhaus in Libingen erhielt 427 Ja-Stimmen. 224 Stimmberechtigte schrieben ein Nein auf den Stimmzettel. Das ergibt einen Ja-Stimmen-Anteil von 65,5 Prozent. Ein Stimmbürger legte leer ein. Der Gemeinderat hatte einen Kredit von vier Millionen Franken beantragt.

Noch deutlicher war das Ja bei der Abstimmung über die zweite Vorlage. Es ging hier um den Kredit für die Erweiterung des Schulhauses Mühlrüti. Der Baukredit von 2,52 Millionen Franken passierte mit 484 Ja- zu 166 Nein-Stimmen. Das entspricht einer Ja-Mehrheit von rund 75 Prozent. Leere Stimmzettel gab es hier keine.

Grösserer Platzbedarf der Schulen

Die Stimmbeteiligung lag bei beiden Vorlagen bei rund 31 Prozent. Im Gegensatz zu den Abstimmungen der letzten Wochen in verschiedenen Toggenburger Gemeinden war jetzt in Mosnang der Gang an die Urne wieder möglich.

Das Schulhaus in Libingen wird abgebrochen, wenn der Neubau fertig ist.

Das Schulhaus in Libingen wird abgebrochen, wenn der Neubau fertig ist.

Bild: Matthias Giger

Gemeinde- und Schulrat hatten vor der Abstimmung darauf hingewiesen, dass die Schulen wegen der heilpädagogischen und der Englisch-Angebote heute mehr Platz benötigten als früher. Zudem rechnen die Behörden mit steigenden Schülerzahlen in Libingen und Mühlrüti. An beiden Standorten seien abgesehen davon die Heizungen erneuerungsbedürftig, und es brauche mehr Schutzplätze.

In Libingen stammt das Schulhaus aus dem Jahr 1947. Es ist laut den Behörden renovationsbedürftig. Das Schulhaus in Mühlrüti ist mit Baujahr 1969 rund 20 Jahre jünger. Den Zustand des Schulhauses bezeichnen Gemeinde- und Schulrat als gut. Die Anlage sei insgesamt ideal konzipiert, hiess es im Mitteilungsblatt von Mosnang.

Baubewilligungsverfahren startet nach den Ferien

Renato Truniger, Gemeindepräsident.

Renato Truniger, Gemeindepräsident.

(Bild: Timon Kobelt)

Gemeindepräsident Renato Truniger sprach von einem Resultat, das deutlicher als erwartet ausgefallen sei. Im Vorfeld der Abstimmung sei sehr ruhig gewesen und die Meinungsführer hätten sich bedeckt gehalten. Er habe deshalb nicht ausgeschlossen, dass der Kredit für das neuen Schulhaus in Libingen nur knapp passiere.

Jetzt folge die Ausführungsplanung. Der Gemeinde- und der Schulpräsident sind zuversichtlich, dass die Projekte die baurechtlichen Prüfungen bestehen. Das Bewilligungsverfahren starte nach den Sommerferien, kündigte Schulpräsident Max Gmür an.

Das alte Schulhaus ist dem Abbruch geweiht

Er sei in Bezug auf den Ausgang der Abstimmungen immer optimistisch gewesen, sagte Max Gmür dieser Zeitung. Man habe ja die Bevölkerung in den vergangenen zwei Jahren in den Prozess immer einbezogen.

Max Gmür, Schulpräsident Mosnang

Max Gmür, Schulpräsident Mosnang

(Bild: Martina Signer)

Wenn das neue Schulhaus in Libingen fertig sei, werde die Schule zügeln und das alte Schulhaus werde abgebrochen. Das heutige Schulareal bleibe vorläufig in der Zone für öffentliche Bauten, sagte der Schulpräsident.

Max Gmür sieht die Erweiterungsprojekte als zukunftsweisend für die Dörfer an. Es sei mutig, dass auf dem Land investiert werde, aber hier liege die Zukunft, ist der Schulpräsident überzeugt. Die Lebensqualität in den Dörfern sei für Familien grösser. Mosnang liege da voll im Trend, zumal in beiden Dörfern attraktives Bauland vorhanden sei.

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