Mosnang
Modell Schulrat soll bleiben: Die Gemeinde Mosnang will an Bewährtem festhalten

Die Vorgemeinden in Libingen und Dreien drehten sich mehr um allgemeine Fragen denn um das Budget. Dieses sieht einen Aufwandüberschuss von rund 460'000 Franken und eine Steuerfusssenkung von 129 Prozent vor.

Urs M. Hemm
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Mosnangs Gemeindepräsident Renato Truniger stellte sich den Fragen der Anwesenden.

Mosnangs Gemeindepräsident Renato Truniger stellte sich den Fragen der Anwesenden.

Bild: Urs M. Hemm

An den beiden Vorversammlungen zur Bürgerversammlung der Gemeinde Mosnang vom Montag in Libingen und vom Donnerstag in Dreien/Mühlrüti beschäftigen die Anwesenden eher praktische Anliegen denn die harten Fakten des Budgets.

So hatte Gemeindepräsident Renato Truniger in Dreien die Frage zu beantworten, ob nur aktive und speziell ausgebildete Feuerwehrleute an Anlässen im Dorf den Verkehr regeln dürften oder ob diese Arbeit nicht auch von Mitgliedern eines Vereins an deren Anlass verrichtet werden könne. Schliesslich koste der Einsatz der Feuerwehr einen Verein 40 Franken pro Stunde und Person.

Eine weitere Frage in Dreien betraf die mögliche Verschiebung der Postautohaltestelle Grütli zum Ärztehaus an der Bachstrasse. In Libingen beschäftigte weiterhin die Parkplatzfrage die Anwesenden.

Das Budget 2023 der Gemeinde, das einen Aufwandüberschuss von knapp 460'000 Franken und eine Steuerfusssenkung um vier Prozentpunkte von 133 auf 129 Prozent vorsieht, stiess an beiden Vorgemeinden nicht auf Kritik. Jeweils rund 20 Personen waren anwesend.

Verschiebung Haltestelle Grütli

Renato Trunigers Antwort auf die Frage betreffend Verkehrsregelung fiel klar aus. Denn entscheidend sei die rechtliche Situation.

«Die Verkehrsregelung an Anlässen darf nur von ausgebildeten Personen vorgenommen werden.»

Sollte die Polizei das überprüfen und feststellen, dass eine Person für diese Arbeit nicht berechtigt sei, würde das eine empfindliche Busse nach sich ziehen, führte er aus.

Natürlich wäre es möglich, dass die Gemeinde bei bestimmten Anlässen Ermässigungen für den Einsatz der Feuerwehr zur Verkehrsregelung gewähren würde. «Nur wer bestimmt am Ende, welche Vereine in den Genuss eines solchen Zuschusses kommen?», fragte er.

In Bezug auf die Haltestelle Grütli sagte Renato Truniger, dass der behindertengerechte Umbau am derzeitigen Standort der Haltestelle Behinderungen für die dort ansässigen Gewerbebetriebe bedeuten würde. Deshalb habe der Gemeinderat dem Kanton den Vorschlag unterbreitet, die Haltestelle auf die Höhe des neuen Ärztezentrums zu verschieben. «Es zeichnet sich jetzt tatsächlich eine Lösung ab, dass der Kanton unseren Vorschlag gutheisst», sagte Renato Truniger.

An der Vorgemeinde in Libingen kam die Parkplatznot zur Sprache. Renato Truniger hat dort versichert, dass die bestehenden Parkplätze erhalten bleiben, dass die vorhandene Parkfläche möglicherweise gar vergrössert wird.

Schulrat soll nicht abgeschafft werden

Schulratspräsident Max Gmür stellte in Kurzform die angedachte Entwicklung des Primarschulareals in Mosnang vor. «Es war uns bewusst, dass die Präsentation vom vergangenen Mittwoch eine Kontroverse auslösen würde. Es handelt sich dabei jedoch lediglich um eine Vorstudie, die noch zahlreiche Änderungen erfahren wird», sagte er.

Schulratspräsident Max Gmür stellte die Zahlen der Schule Mosnang vor.

Schulratspräsident Max Gmür stellte die Zahlen der Schule Mosnang vor.

Bild: Urs M. Hemm

In Bezug auf die Diskussionen zur Abschaffung des Schulrats in verschiedenen Gemeinden vertreten Max Gmür und der Gesamtschulrat dezidiert die Meinung, dass, solange sich Leute finden, die sich im Schulrat engagieren wollen, dieses Modell beibehalten werden soll. Er sagte:

«In den vergangenen 14 Jahren sind wir als Schulrat kaum in die operativen Abläufe involviert. Schon damals sind diese Aufgaben klar der Schulleitung und der Schulverwaltung übertragen worden.»

Der Entscheid, was trotz kleiner Klassengrössen mit der Primarschule Dreien geschehen soll, soll laut Max Gmür Anfang der nächsten Legislatur im Jahr 2025 gefällt werden. «Weil die Zukunft bis dahin ungewiss ist, haben wir uns auch dagegen entscheiden, die Schüler aus Wisen, die zurzeit in Mühlrüti beschult werden, nach Dreien zu wechseln.»