MOSNANG
Die Mitte Toggenburg: «25 Milliarden für Coronahilfen»

Ständerat Benedikt Würth und Kantonsrat Mathias Müller sind überzeugt, dass das Toggenburg sich auf dem richtigen Weg befindet. Die Mitte Toggenburg lud zur Neujahrsbegrüssung nach Mosnang.

Martin Knoepfel
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Mathias Müller, Präsident Die Mitte Toggenburg

Mathias Müller, Präsident Die Mitte Toggenburg

Bild: Regina Kühne

Die Mitte Toggenburg sei Pionierin im Hinblick auf den Namenswechsel. 2016 und 2020 sei die Partei im Toggenburg mit der Listenbezeichnung Die Mitte angetreten. Das sagte der Präsident, Kantonsrat Mathias Müller (Lichtensteig) vor rund 60 Besuchern an der Neujahrsbegrüssung am Freitag in Mosnang.

Jahrelang sei es im Tal abwärtsgegangen, räumte er ein. Der Kanton investierte und investiere aber viel, und initiative Unternehmer böten gute Arbeitsplätze. «Das Toggenburg hat Potenzial.» Auch der Wohnungsbau habe stark angezogen, sagte Mathias Müller unter Verweis auf Nesslau, Bütschwil-Ganterschwil und Lichtensteig.

Ärztezentrum soll auch Kurszentrum sein

Ferner stellten Christof Geigerseder und Johanna Jenny, zwei der Initianten des Ärztezentrums Mosnang das Projekt vor. Mittlerweile hat es die Baubewilligung erhalten, wie zu erfahren war. Das Ziel sei eine hochqualifizierte Grundversorgung mit notfallmedizinischer Akuttherapie. Dazu kämen Hausbesuche mit einem extra ausgestatteten Auto. Ferner sind Schulungen und Weiterbildungen für Ärzte geplant.

Nebenbei bekamen die Besucher eine Lektion in Sachen Notfallmedizin: Christof Geigerseder stand im Spital Wattwil auf Pikett für den Fall, dass der diensthabende Assistent Hilfe brauchte ‒ und wurde mehrmals in Lauf des Abends angerufen. Nach dem dritten Mal dauerte es rund zwei Stunden, bis Geigerseder wieder im Saal erschien.

Plädoyer für die AHV-Reform und für eine internationale Vernetzung

Auch Benedikt Würth attestierte dem Toggenburg eine positive Entwicklung. Die Wirtschaftslage der Schweiz beurteilt er als erstaunlich gut. Der Steuereingang zeige, dass vor allem die Exportindustrie prosperiere. 320'000 Industriearbeitsplätze könne man aber nicht erhalten, indem man nur für den Schweizer Markt produziere. Wir brauchten die internationale Vernetzung, sagte der Mitte-Ständerat.

Im Rückblick habe die Schweiz die Coronapandemie nicht so schlecht bewältigt, findet Benedikt Würth, der aber auch auf die 25 Milliarden für Coronahilfen hinwies. Zugleich nutzte er die Chance, für die AHV-Vorlage zu werben. «Reformen in der AHV sind dringend nötig.» Die Ausgleichsmassnahmen zu Gunsten der Übergangsgeneration seien substanziell, sagte der Mitte-Ständerat.

Klartext sprach Benedikt Würth beim Thema Sicherheit der Stromversorgung. Die Schweiz sei zu dicht besiedelt für neue Kernkraftwerke. Wenn aber ein Betreiber an einem bestehenden Standort eine grundlegende Erneuerung plane, sollte man das zulassen. Wir sollten die Voraussetzung schaffen, dass das ohne Rahmenbewilligung möglich sei, findet der Ständerat.

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