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Der Bahnhof Mogelsberg hatte 2018 zwei Drittel mehr Passagiere als 2016

Der Bericht des Kantons über den öffentlichen Verkehr liegt vor. Die S9 soll ab Dezember am Abend bis zum Betriebsschluss im Halbstundentakt fahren.
Martin Knoepfel
Die S4 wird noch nicht so rasch nach Rapperswil statt nach Uznach fahren. Einsprachen verzögern den Streckenausbau. (Bild: Martin Knoepfel)

Die S4 wird noch nicht so rasch nach Rapperswil statt nach Uznach fahren. Einsprachen verzögern den Streckenausbau. (Bild: Martin Knoepfel)

Den Vogel abgeschossen hat Mogelsberg. Von 2016 bis 2018 stieg der durchschnittliche Tagesverkehr am Bahnhof Mogelsberg von 190 auf 316 Personen. Das ist ein Plus von 126 Personen oder 66 Prozent, das stärkste relative Wachstum im Kanton.

Von 2014 bis 2016 waren die Frequenzen dagegen leicht rückläufig. Das kann man dem Bericht Öffentlicher Verkehr (ÖV) im Kanton St.Gallen 2019 entnehmen.

Der Bericht gibt unter anderem Auskunft über die Frequenzen und über die Kostendeckung. Er enthält die Zahlen fürs Jahr 2018. Verfasst wurde er von verschiedenen Autoren unter Verantwortung des Amts für öffentlichen Verkehr des Kantons St.Gallen.

Wattwil hat am meisten Passagiere

Der frequenzstärkste Bahnhof im Toggenburg ist weiterhin Wattwil mit täglich 7273 Passagieren. Gegenüber 2016, als es noch 7704 Personen waren, ist das ein Rückgang von 431 Personen oder sechs Prozent.

Die Zahlen für die ein- und aussteigenden Fahrgäste werden nur alle zwei Jahre ermittelt. Wattwil ist damit der Bahnhof mit den achthöchsten Frequenzen im Kanton St.Gallen.

Bessere Frequenzen auch in Bazenheid und Lichtensteig

Auf dem zweiten Platz im Toggenburg liegt der Bahnhof Bütschwil mit täglich 1167 Fahrgästen. Gegenüber 2016 sind die Frequenzen praktisch unverändert.

In Bazenheid stieg die Zahl der Fahrgäste von 2016 auf 2018 von 994 um 48 Personen oder 5 Prozent auf 1042 Personen. Allerdings fällt dabei die neue Fahrplanlage der S1 in Wil, die seit dem letzten Dezember eine Umsteigezeit von 21 Minuten für die Verbindungen vom Untertoggenburg nach St.Gallen oder umgekehrt bringt, noch nicht ins Gewicht.

In Lichtensteig stieg die Zahl der Passagiere seit 2016 von 769 Personen um 66 auf 835 Personen. Das ist eine Zunahme von 9 Prozent. Allerdings wird dadurch erst wieder das Niveau von 2014 erreicht.

Starke Schwankungen in Nesslau-Neu St. Johann

Nesslau-Neu St.Johann verzeichnete einen Rückgang der Passagierzahlen von nicht weniger als 30 Prozent. Statt 980 Personen im Jahr 2016 gab es nur noch 686 Fahrgäste pro Tag.

2014 hatte Nesslau allerdings nur 821 Fahrgäste pro Tag verzeichnet. Möglicherweise hängen die starken Veränderungen mit dem touristischen Verkehr zusammen. Eine andere Erklärung wäre, dass die Bauarbeiten im Mai, Juni und Juli 2016 mit einer Totalsperre der Strecke ins Obertoggenburg Pendler zum dauerhaften Umstieg aufs Auto bewogen haben.

Spürt man den Baumwipfelpfad-Effekt?

Der starke Anstieg der Frequenzen in Mogelsberg ist wahrscheinlich der Eröffnung des Baumwipfelpfads im Mai 2018 geschuldet. Schon früher hatten die Mediensprecher von Thurbo und der Südostbahn gegenüber dem «Toggenburger Tagblatt» höhere Passagierzahlen in Mogelsberg bestätigt.

Rückläufig sind die Frequenzen in Brunnadern-Neckertal und in Ebnat-Kappel. In Brunnadern sanken die Passagierzahlen von 2016 auf 2018 von 561 auf 476 Personen pro Tag. Das ist ein Minus von 15 Prozent, nachdem sie sich von 2014 auf 2016 fast verdoppelt hatten.

In Ebnat-Kappel stiegen 2018 noch täglich 441 Personen ein oder aus, nach 548 Personen im Jahr 2016. Das ist ein Minus von 107 Personen oder 19 Prozent.

Krummenau hat am wenigsten Passagiere im Toggenburg

Negativ ist die Frequenzentwicklung von 2018 im Vergleich zu 2016 schliesslich in Dietfurt, Lütisburg und Krummenau, den drei am wenigsten benutzten Haltestellen im Toggenburg.

In Krummenau beträgt der Rückgang 22 Prozent. Krummenau hat allerdings immer noch fast doppelt so viele Passagiere wie Mols, die mit 85 Passagieren pro Tag am wenigsten benutzte Haltestelle im Kanton.

Halbstundtakt am Abend verlängert

Der Bericht zum ÖV gibt auch Auskunft über die Planungen. Das Buskonzept für die Region Wil sieht unter anderem eine neue Stichstrecke ins Gebiet Stelz, Kirchberg, vor (das «Toggenburger Tagblatt» berichtete).

Der Fahrplan der S9, hier ein Triebwagen vor der Abfahrt in Wattwil, wird ab dem kommenden Dezember verdichtet. (Bild: Martin Knoepfel)

Der Fahrplan der S9, hier ein Triebwagen vor der Abfahrt in Wattwil, wird ab dem kommenden Dezember verdichtet. (Bild: Martin Knoepfel)

Der Fahrplan der S9 Wattwil-Wil wird verbessert. Die Züge sollen ab dem nächsten Dezember abends bis Betriebsschluss im Halbstundentakt fahren. Heute gilt ab 22.35 Uhr (Abfahrt von Wattwil) respektive ab 22.02 Uhr (Abfahrt von Wil) ein Stundentakt.

Umsteigen in Uznach bleibt bis auf Weiteres

Nichts Neues kann man von der geplanten Verlängerung der S-Bahn St.Gallen- Uznach, die nach Rapperswil fahren sollte, melden. Die nötigen Ausbauten in Schmerikon bleiben durch eine Einsprache blockiert. Auf der Reise aus dem Toggenburg nach Rapperswil und in der Gegenrichtung muss man weiterhin einmal in der Stunde in Uznach umsteigen.

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