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Die Männerriege Wattwil hat aus Anlass ihres 100-jährigen Bestehens in den kommenden Wochen und Monaten einiges vor. Höhepunkte sind der Sportanlass am 30. Juni sowie die Jubiläumsfeier am 1. September.
Beat Lanzendorfer
Kurt Brugger und Hanspeter Foscan gehören zu den treibenden Kräften der Männerriege Wattwil. Auch dank ihnen erhält das Vereinsjubiläum den ihm zustehenden Stellenwert. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Kurt Brugger und Hanspeter Foscan gehören zu den treibenden Kräften der Männerriege Wattwil. Auch dank ihnen erhält das Vereinsjubiläum den ihm zustehenden Stellenwert. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Schweiz war sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg keine Kriegspartei. Die Schrecken der globalen Katastrophe waren allerdings auch innerhalb der Landesgrenzen zu spüren. Nichtsdestotrotz fanden sich im Juni 1918, vier Monate vor dem Ende des Ersten Weltkriegs, Menschen, die an die Zukunft glaubten und die Männerriege Wattwil gründeten.

Zwei, die seit vielen Jahren dabei sind

Hundert Jahre später sind es noch immer initiative Menschen, welche das Erbe der Gründerväter hochhalten. Zwei von ihnen sind Riegenpräsident Kurt Brugger sowie Hanspeter Foscan, welcher der Reisekommission vorsteht und jeweils die Jassmeisterschaft und das Dorfvolleyball-Turnier organisiert. Beide gehören der Männerriege seit Jahrzehnten an und schätzen besonders die Kameradschaft untereinander.

Wer sich nach der Geschichte der Männerriege erkundigt, hält sich am besten an Hanspeter Foscan. Der 73-jährige frühere Bankangestellte der UBS, unter anderem war er zehn Jahre Leiter der Bankfiliale in Wattwil, ist seit 1976 Mitglied und weiss so ziemlich alles, was in dieser Zeit gelaufen ist. So brachte er seinen Erfahrungsschatz auch ein, um die in den nächsten Wochen erscheinende Chronik zu erstellen. Kaum im Verein war er nicht nur aktiver Turner. Er hat sein Wissen der Männerriege als Rechnungsrevisor (1978 bis 1983) sowie als Kassier (1983 bis 2002) zur Verfügung gestellt. Ab 2002 übernahm er dann sogar während sieben Jahren das höchste Vereinsamt.

Um die Riege auch nach seiner Amtszeit in ruhige Gewässer zu führen, hat er mit Kurt Brugger seinen Nachfolger frühzeitig aufgebaut. Wenn die Männerriege im Januar 2019 zur 100. Hauptversammlung einlädt, wird Kurt Brugger gleichzeitig sein zehnjähriges Jubiläum als Präsident begehen. Davor war er von 2003 bis 2009 Vereinskassier. Bei der Männerriege turnt er seit 1990 mit.

Der Mitgliederbeitrag kostete einst fünf Franken

Im Gründungsjahr (1918) kostete der Mitgliederbeitrag jährlich fünf Franken. «Heute bezahlen die Mitglieder siebzig Franken, wobei wir von diesem Betrag rund Dreiviertel dem schweizerischen sowie dem kantonalen Verband entrichten müssen», erklärt der 66-jährige Kurt Brugger. Der gelernte Konditor-Confiseur und Koch arbeitete bis zu seiner Pensionierung während 15 Jahren in leitender Position bei Coop. Hanspeter Foscan präzisiert: «Wir generieren unsere Einnahmen hauptsächlich mit Helferdiensten. Allein in den letzten Jahren unterstützten wir mit dem nordostschweizerischen Jodelfest, dem Nordostschweizer Schwingfest sowie dem Toggenburger Turnfest drei Grossanlässe, die in Wattwil organisiert worden sind. Hinzu kommen Helfereinsätze beim Turnerabend des STV Wattwil, mit dem wir freundschaftlich verbunden sind».

Nachwuchsprobleme kennt die Männerriege Wattwil nicht. Die Aktivmitglieder, aktuell sind es 57, trainieren jeweils am Montagabend zwischen 20 und 22 Uhr in der Turnhalle des Schulhauses Risi. «Unsere sechs Vorturner stellen ein abwechslungsreiches Programm für jede Turnstunde auf die Beine. Weitere Interessierte sind jederzeit willkommen», meint Hanspeter Foscan. Punkto Alter sind praktisch keine Grenzen gesetzt. «Das jüngste Mitglied ist knapp dreissig, Jakob Rhiner ist dagegen schon 82», informiert Kurt Brugger. Und weiter: «Der Zufall will es, dass er in diesem Jahr sein 50-Jahr-Vereinsjubiläum begeht. Aufhören will der Dienstälteste aber noch lange nicht».

Auf die Frage, was den Geist der Männerriege ausmacht, antworten beide mit ähnlichen Argumenten: «Die zweitägige Turnfahrt am Bettagswochenende ist ein aussergewöhnliches Ereignis. Es kommen rund 30 Personen mit, das schweisst zusammen», nennt Hanspeter Foscan einen der Gründe des aktiven Vereinslebens. Wir haben zwar einen fünfköpfigen Vorstand, die übrigen Mitglieder sind aber genauso aktiv. Ich musste in der Vergangenheit selten lange suchen, um bei einem Mehraufwand Freiwillige zu finden. Meistens sind die Mitglieder sogar auf mich zugekommen», erklärt Kurt Brugger abschliessend.

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