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Mit Polizeieskorte zur Kalberkuh – Bergrennen Hemberg musste für tierischen Notfall unterbrochen werden

Weil es bei der Geburt des Kalbes Anja zu Komplikationen kam, musste ein Tierarzt notfallmässig nach Hemberg ausrücken. Nur: Die Zufahrt zum Hof war lediglich über die Strecke des laufenden Bergrennens möglich.
Ruben Schönenberger
Dank Polizeieskorte schaffte es der Tierarzt rechtzeitig zur kalbenden Kuh. Kalb Anja kam gesund zur Welt. (Bild: PD)

Dank Polizeieskorte schaffte es der Tierarzt rechtzeitig zur kalbenden Kuh. Kalb Anja kam gesund zur Welt. (Bild: PD)

Am Wochenende ging das Bergrennen Hemberg über die Bühne. Abgesehen von einigen Blechschäden verlief der Anlass ohne Zwischenfälle.

Für kurze Zeit musste das Rennen am Sonntag allerdings unterbrochen werden. Grund dafür war eine kalbende Kuh. Bei der Geburt von «Anja» kam es zu Komplikationen. «Das Kalb drehte sich mit der Gebärmutter um die eigene Achse. So kann die Kuh nicht kalben», erklärt der hinzugerufene Tierarzt Peter Weisser von der Urnäscher Tierklinik im Fürtli. Eine solche Situation könne für beide Tiere lebensbedrohlich werden, weshalb ein schnelles Eingreifen nötig wurde. «Je früher man eingreift, desto besser.» Das Problem dabei: Die einzige Zufahrt zum Hof erfolgt über die Strecke des Bergrennens. Und dieses war gerade voll im Gang.

Polizei fängt Tierarzt ab und begleitet ihn zum Hof

Der Bauer habe mit der Rennleitung telefoniert und alles organisiert. «Die Polizei hat mich dann abgewartet und per Eskorte zum Hof gebracht», schildert Weisser den speziellen Einsatz. Das Rennen war da bereits unterbrochen. «Ich musste überhaupt nicht warten», sagt Weisser.

«Alles hat reibungslos funktioniert.»

Das bestätigt auch Christian Schmid, OK-Präsident des Bergrennens. Auch wenn es noch nie einen solchen Fall gegeben habe, folgte der Ablauf einem festgelegten Ablauf. «Für uns war das im Grundsatz ein Standardprozedere», erklärt er. Der Bauer habe die Einsatzzentrale des Bergrennens informiert, diese wiederum die Polizei. Die Unterbrechung habe nur gerade zu einer zehnminütigen Verzögerung geführt.

Tierarzt Weisser ist auch am Tag danach noch voll des Lobes. Die Reaktion von Rennleitung und Polizei sei tadellos gewesen.

«Ich war sehr gerührt, dass dem Leben von Kuh und Kalb so ein hoher Stellenwert beigemessen wird.»

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