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Glosse

Panettone mit oder ohne kandierte Früchte – eine Frage des Geschmacks?

Eine Redaktorin spendierte einen Panettone zum Znüni. Sie war sich nicht bewusst, dass sie damit eine heisse Diskussion im Kafirüümli auslöst.
Sabine Camedda
Der Panettone, wie ihn die Redaktionsmitglieder gerne hatten. (Bild: Sabine Camedda)

Der Panettone, wie ihn die Redaktionsmitglieder gerne hatten. (Bild: Sabine Camedda)

Lektion 1, die jeder neue Mitarbeiter und jeder neue Praktikant bei uns lernen muss: Redaktorinnen und Redaktoren naschen gerne. Ob Schoggiprügeli, Gummibärchen (bevorzugt saure!), Weihnachtsguetzli oder Schwarzwäldertorte – was auf den Tisch im Kafi­rüümli kommt, ist meistens sehr schnell verschwunden. Und den Spendern immer wohl verdankt.

Kein Wunder also, gilt es als ungeschriebenes Gesetz, dass man zu seinem Geburtstag einen Znüni spendiert. Je nach Vorliebe des Spenders gibt es währschafte Eingeklemmte oder selbst gebackene Brownies. Unser Februar-Geburtstagskind hat sich für einen Panettone entschieden.

Panettone! Nur schon diese Bezeichnung rief bei einigen ein leichtes Naserümpfen hervor. Das ist doch dieser Hefekuchen mit den Rosinen. Und den vielen kandierten Früchten … Doch die Spenderin winkte schnell ab. Sie habe diese ominösen Früchtchen ja auch nicht gerne und ihr Panettone sei garantiert ohne. Sie wählte dafür einen mit einer feinen, süssen Aprikosenkonfi. Damit zauberte sie ihren Kolleginnen und Kollegen wieder eine Vorfreude auf den feinen Znüni ins Gesicht. Mmmhhh!

Doch Redaktoren wären nicht Redaktoren, wenn sie es einfach damit bewenden liessen, beherzt nach den Panettone-Schnitzen zu greifen und diese zu geniessen. Nein, es entflammte eine intensive Diskussion, über kandierte Früchte und deren Verwendung.

Die kurze Umfrage bot ein klares Resultat: Kandierte Früchte in einem Panettone – Tradition hin oder her – gehen gar nicht, lautete der Tenor. Mit einer radikalen Konsequenz: Dann lieber gar nichts naschen. Und – soviel war jedenfalls mir rasch klar – über diese Sparte des Geschmacks lässt sich auch nicht streiten. Das ist so, basta.

Ich würde nicht weit laufen für die süssen kandierten Früchtchen, aber sie mühsam aus dem luftigen Panettone-Teig zu klauben, käme mir dennoch nicht in den Sinn. Während der ganzen Znünipause habe ich mir überlegt, mich selbst an die Herstellung dieser italienischen Spezialität zu wagen. Testpersonen, die meine Kreation essen würde, fände ich in der Redaktion gewiss genügend. Aber eines ist sicher: Nur ja keine kandierten Früchte verwenden!

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