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Mit Mini-Feuerwerk und Comedy: Lütisburg feiert die "höchste St.Gallerin"

Lütisburgs Gemeindepräsidentin Imelda Stadler ist seit Montag die neue Kantonsratspräsidentin. Am Dienstagabend wurde die 58-Jährige in ihrer Wohngemeinde gefeiert. Der Abend bot sowohl pointierte Reden als auch ein gutes Unterhaltungsprogramm.
Timon Kobelt
Heisse Feier: Imelda Stadler zündet unter Anleitung des «Sicherheitsexperten» Brändle die Zahl 18 zu Ehren ihres Präsidialjahres an. (Bilder: Timon Kobelt)

Heisse Feier: Imelda Stadler zündet unter Anleitung des «Sicherheitsexperten» Brändle die Zahl 18 zu Ehren ihres Präsidialjahres an. (Bilder: Timon Kobelt)

«Ich bin überwältigt.» Zweimal sagte die frischgebackene Kantonsratspräsidentin am Dienstag diese Worte, als ihre Wohngemeinde Lütisburg sie in Empfang nahm. Zunächst sprach die «höchste St. Gallerin» am Nachmittag, an dem es einen öffentlichen Apéro mit der Bevölkerung gab. Überwältigt sei sie, dass so viele Menschen gekommen seien. Rund 500 sind es nach Schätzung des OK-Präsidenten und Lütisburger Ratsschreibers Andreas Breitenmoser beim Apéro gewesen.«Das ist alles andere als selbstverständlich», betonte Imelda Stadler. «Besonders, wenn man bedenkt, dass heute auch der Gipfel zwischen Donald Trump und Kim Jong Un stattfindet», fügte sie mit einem Lächeln hinzu.

Am Abend ergriff die neue Kantonsratspräsidentin vor geladenen Gästen zum zweiten Mal das Wort und erneut betonte sie, wie überwältigt sie ob dem schönen Empfang sei. Es war der leicht zittrigen Stimme der 58-Jährigen anzuhören, dass sie es auch so meinte. Danach bedankte sie sich bei allen, die zum Fest beigetragen hatten, organisatorisch und unterhalterisch. Auch ihrem Mann und der restlichen Familie sprach Imelda Stadler mehrfach ihren Dank aus. Schliesslich gab sie noch ein Versprechen ab: «Viele Leute haben mir gesagt, ich soll so bleiben, wie ich bin. Das werde ich auch.» Darüber hinaus freue sie sich auf spannende Begegnungen im vielfältigen Kanton, dessen Parlament sie nun für ein Jahr präsidiere.

Abwechslungsreicher Abend im Festzelt

Imelda Stadler und Stefan Kölliker hatten sich offensichtlich Lustiges zu berichten.

Imelda Stadler und Stefan Kölliker hatten sich offensichtlich Lustiges zu berichten.

Die Feier im Festzelt auf dem Schulhausareal Neudorf enttäuschte nicht. So sorgte etwa ein Comedian, der sich als Sicherheitsverantwortlicher mit Namen Brändle vorstellte, für gute Unterhaltung. Als er Regierungspräsident und Bildungschef Stefan Kölliker auf die Bühne bat, prüfte Brändle spontan, wie es um die Lesefähigkeiten des Publikums stand. Manche fielen darauf hinein, dass man nicht Grün rufen durfte, wenn Brändle zwar grüne Buchstaben zeigte, die aber das Wort Rot bildeten. Kölliker brachte in seiner Rede die Überzeugung zum Ausdruck, dass Imelda Stadler alle nötigen Kompetenzen mitbringe, um den Kantonsrat zu präsidieren. «Vor zwei Wochen habe ich zu Imelda gesagt, ab jetzt werden wir zwei das gesamte Jahr miteinander verbringen, da wir beide Präsidenten sind», sagte Kölliker. Kurz darauf sei er mit einem Pensionierten-Anlass unterwegs gewesen, wo er unerwartet Imelda getroffen habe. «Sie hat mich wohl etwas zu wörtlich genommen, mit dem Jahr miteinander verbringen», meinte der Regierungspräsident scherzhaft.

Imelda Stadler spricht beim Apéro zur Lütisburger Bevölkerung. Regierungspräsident Stefan Kölliker (links) hört gespannt zu. (Bilder: Timon Kobelt)
Es gibt Applaus für die Rede, unter anderem von Bütschwils Gemeindepräsident und Kantonsrat Karl Brändle.
Regierungsrat Benedikt Würth ist es sich gewohnt, Hände zu schüttlen.
Der nun ehemalige Kantonsratspräsident Ivan Louis (links) im Gespräch.
Heinz Grob, Gemeinderat von Lütisburg, unterhält sich angeregt.
Daniel Baumgartner (links mit violetter Cravatte), Vizepräsident des Kantonsrats, und Regierungsrat Fredy Fässler.
Die Stimmung am Tisch der Regierungsräte ist gut.
Die Chefin der Legislative und der Chef der Exekutive bei Tisch.
Sie haben es offensichtlich lustig miteinander.
Der Vorstand der St.Galler Wanderwege, dessen Präsidentin Imelda Stadler ist, ist ebenfalls dabei.
Passend zum Thema Wandern schenkt der Vorstand der St.Galler Wanderwege Imelda Stadler einen Wegweiser.
Geturnt wurde sowohl beim Apéro als auch später im Festzelt.
Regierungspräsident Stefan Kölliker bei seiner Ansprache.
Er assistiert dem Comedian und "Sicherheitschef" Brändle, der durch den Abend führt.
Das Festzelt ist sehr gut besetzt.
Beat Tinner, Fraktionschef der FDP im Kantonsrat, mimt den Samichlaus und nimmt die Fraktionen auf die Schippe.
Das Jodelchörli Lütisburg untermalt den Abend musikalisch.
Imelda Stadler bedankt sich bei OK-Präsident und Ratsschreiber Andreas Breitenmoser.
Der Abend macht der "höchsten St.Gallerin" sichtlich Spass.
"Sicherheitsexperte" Brändle testet, ob die Zündschnur funktioniert. Das OK assisitert ihm dabei.
Imelda Stadler zündet die 18 zu Ehren ihres Präsidialjahres an.
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So feierte Lütisburg seine Kantonsratspräsidentin

Auch Beat Tinner, Fraktionschef der FDP im Kantonsrat, durfte auf die Bühne. Er schlüpfte kurzerhand in ein Samichlaus-Kostüm und blickte humorvoll auf Geschichten mit Imelda Stadler und den anderen Fraktionen zurück. Sechs von sieben Regierungsräten waren anwesend und lauschten den Anekdoten sowie fast der gesamte Kantonsrat. Die Politiker waren nach der Session per Extrazug von St Gallen nach Lütisburg gereist.

Zwischen den Reden gab es feines Essen vom «Rössli» Tufertschwil. Ausserdem sorgte das Jodelchörli Lütisburg für musikalische Bereicherung, wobei der Chor gegen den Regen kämpfen musste, der laut aufs Zeltdach trommelte.

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