Mit Holz immer höher hinaus: Am BWZ Toggenburg in Wattwil sind die Abschlussarbeiten der Zimmerleute zu bestaunen

Am Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg in Wattwil sind aktuell die Holzarbeiten der neuen Zimmerleute zu sehen.

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Die Abschlussarbeiten der neuen Zimmerleute werden derzeit ausgestellt.
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Die Abschlussarbeiten der neuen Zimmerleute werden derzeit ausgestellt.

Bild: PD

(pd/lis) Holz liegt enorm im Trend, geht Verbindungen ein mit vielen anderen Werkstoffen und will, gemessen an der Höhe der Bauwerke, immer höher hinaus. Möglich machen dies die Zimmerleute, die mit hoher Präzision und handwerklichem Geschick die Wünsche ihrer Kunden dreidimensional umsetzen.

Die geforderten Fähigkeiten der angehenden Zimmerleute sind anhand von Modellen, die zum Lehrabschluss in einem beliebigen Massstab angefertigt werden können, im Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) zu bestaunen. Die Themenwahl ist frei, die Arbeiten müssen laut der Gewerbeschule fachliche Inhalte des dritten Lehrjahres enthalten, und können als Einzel- oder Partnerarbeiten realisiert werden.

Schwieriger Grat oder knifflige Anschlussdetails

Zum Beispiel hat ein Lernender für Kinder einen Spielturm konstruiert und gebaut. Ein Spielturm deshalb, weil dieser sowohl den Bau einer Treppe als auch eine freie Auswahl an Holz-Verbindungen beinhaltet. Besonders herausfordernd war für ihn das Dach mit einem schwierigen Grat und den Schrägsparren. Er hat etwa 140 Stunden Freizeit investiert und es genossen, nach diversen Klein-Modellen ein Gross-Modell zu bauen. Es brauchte übrigens einen Lastwagenkran, um den Spielturm aufs Aussengelände des BWZT zu transportieren.

Zwei Lernende, die gut miteinander harmonisieren, haben sich für eine Teamarbeit entschieden und ein Gartenhaus erstellt. Sie wollten etwas bauen, das bleibt und im Alltag benutzt wird. Ihre Konstruktion ist anspruchsvoll, denn sie ist zweistöckig und weist zahlreiche knifflige Anschlussdetails auf. Auf 25 Quadratmeter ist ein Haus mit Sitzplatz entstanden, das man problemlos ganzjährig bewohnen könnte. Die beiden haben etwa 200 Stunden für das bewertete Produkt aufgewendet, exklusiv Beton- und Isolationsarbeiten.

Im Massstab 1:1 und vor Ort bewertet

56 Lernende zeigen ihre Abschlussmodelle. Die 15 kleineren stehen in der Aula, 18 grössere draussen auf dem Pausenplatz der Schule. Die restlichen Modelle wurden auch im Massstab 1:1 erstellt und vom Fachlehrer vor Ort bewertet. Sie müssen in Form von Präsentationen in der Aula der Schule gezeigt werden. Die Ausstellung im BWZ läuft noch bis Donnerstag, 19.März.