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Kreativ-Agentur geht mit der Zeit und bleibt doch zeitlos

Als Kreativ-Agentur will die Alder Grafik Design ihren Kundinnen und Kunden ein zeitgemässes Antlitz entwerfen. Und trotzdem will die neue Geschäftsführerin Seraina Appiah-Alder nicht jedem Trend folgen.
Ruben Schönenberger
Seraina Appiah-Alder (links) hat per 1. Mai die Geschäftsführung von Alder Grafik Design von ihrem Vater Werner Alder übernommen. Die Mutter, Elisabeth Alder, ist für das Backoffice zuständig. (Bild: PD)

Seraina Appiah-Alder (links) hat per 1. Mai die Geschäftsführung von Alder Grafik Design von ihrem Vater Werner Alder übernommen. Die Mutter, Elisabeth Alder, ist für das Backoffice zuständig. (Bild: PD)

Ohne sie zu bemerken, fährt vermutlich niemand an der Raststätte Rheintal vorbei. An der A13 zwischen Buchs und Sevelen gelegen, fällt die frisch renovierte Raststätte wegen ihrer roten Farbgebung sofort auf. Verantwortlich dafür ist die Kreativ-Agentur Alder Grafik Design mit Sitz in Brunnadern.

«Die Dimensionen waren eine echte Herausforderung für uns», sagt Werner Alder. Er ist Creative Director der Firma und war bis vor wenigen Wochen auch deren Inhaber. Auf Anfang des Monats hat er diese jedoch der Tochter, Seraina Appiah-Alder übergeben. Der CEO der Gruppe Thurau, zu der auch die Raststätte Rheintal gehört, habe sich etwas Auffallendes gewünscht. «Wir haben uns für die rote Farbe wegen des Stopp-Effekts entschieden. Auf der Fassade sind zudem Illustrationen der möglichen Kundinnen und Kunden zu sehen», ergänzt Werner Alder. Mit dieser Idee überzeugte die Firma auch in der Ausschreibung, die sie für den Auftrag gewinnen mussten. «Danach ging es ziemlich schnell. Vom Zuschlag bis zur Fertigstellung dauerte es nur etwa ein Dreivierteljahr», so Werner Alder.

Viele Reaktionen, noch keine Folgeaufträge

Die Idee auf andere Raststätten zu übertragen, sei indes nicht so einfach möglich. Wenn Raststätten zum Beispiel erst gerade gebaut oder aufgefrischt wurden, mache eine solche Anpassung wenig Sinn. «Es gab aber sehr viele Reaktionen auf diese Arbeit, wenn auch noch keine konkreten Folgeaufträge.» Um diese müsste sich dann in erster Linie Werner Alders Tochter kümmern.

Sie trägt seit wenigen Wochen die Verantwortung, Werner Alder arbeitet jedoch weiter im Unternehmen. «Ich war vorher schon eng involviert», relativiert Seraina Appiah-Alder. Grundsätzlich ändern wird sich das Unternehmen deshalb nicht. Im Gespräch mit Vater und Tochter ist schnell spürbar, dass die grössten Unterschiede der beiden als Generationenfrage interpretiert werden können. Werner Alder sagt selbst, dass er sich manchmal schwertut mit dem Fokus aufs Digitale. ­Einig sind sich aber beide, dass der menschliche Kontakt wichtig bleibt. «Das schätzen die Kunden.»

Eines der auffälligsten Projekte von Alder Grafik Design steht an der A13 zwischen Buchs und Sevelen. (Bild: PD)

Eines der auffälligsten Projekte von Alder Grafik Design steht an der A13 zwischen Buchs und Sevelen. (Bild: PD)

Damit dieser Kontakt einfacher hergestellt werden kann, ist die Firma nicht nur in Brunnadern, sondern auch in Seuzach ansässig, wo Seraina Appiah-Alder den Grossteil der Woche verbringt. Zwei Tage in der Woche kommt sie aber nach wie vor nach Brunnadern. Sowieso will man den Kundinnen und Kunden das Leben möglichst vereinfachen. Die Leistungen der Firma sollen deshalb verstärkt als Module angeboten werden. Vom Logo bis zum kompletten Auftritt soll dabei alles möglich sein. Auch die sozialen Medien wie Facebook gehören immer öfter dazu. Aus der Kreativ-Agentur wird deshalb zumindest ansatzweise auch zunehmend eine Kommunikationsagentur.

Nicht jedem Trend folgen

Dabei will Seraina Appiah-Alder mit der Zeit gehen. «Wir müssen die Kunden aber auch aufklären, dass man nicht jedem Trend folgen sollte», sagt sie. Gerade Logos sollten zeitlos sein. Wer jeden Trend mitmacht, kann den Wiedererkennungswert seiner Marke gefährden. Damit die Logos möglichst gut zur jeweiligen Firma passen, müssen sich Vater und Tochter in immer wieder neue Firmen «reinbegeben». «Das ist aber auch unheimlich spannend», sagt Seraina Appiah-Alder. «Gerade bei den vielen unterschiedlichen Kunden, die wir bedienen.»

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