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Kommentar

Mit der Reform würden die Wege an der Kirchberger Schule länger

Der Kirchberger Gemeinderat möchte die Schule reformieren und beabsichtigt, eine Geschäftsleitung zu installieren. Das Vorhaben ist umstritten.
Beat Lanzendorfer
Beat Lanzendorfer, Redaktor Toggenburger Tagblatt. (Bild: Ralph Ribi)

Beat Lanzendorfer, Redaktor Toggenburger Tagblatt. (Bild: Ralph Ribi)

Der Kirchberger Gemeinderat möchte die Gemeindeordnung ändern, damit er an der Schule eine Geschäftsleitung einführen kann. Dies stösst nicht überall auf Begeisterung. Auf Weisung des Kantons wurde im Jahre 2004 die Schulleitung eingeführt. Diese zusätzliche Ebene zielte darauf ab, Lehrkräfte und Schulpräsidium von administrativen Aufgaben zu entlasten.

Nun soll mit der Einführung einer Geschäftsleitung eine weitere Hierarchiestufe geschaffen werden. Mit dieser Massnahme will die Schule die gemäss ihrer Ansicht nicht mehr zeitgemässen Führungsstrukturen den heutigen Bedürfnissen anpassen. Doch das funktioniert so nicht. Mit einer Geschäftsleitung würden sich die Entscheidungsträger einen weiteren Schritt von der Basis entfernen. Etwas, das bereits bei der Einführung der Schulleitung zu Kritik geführt hat. Die Devise sollte sein, bei Problemen möglichst den kürzesten Weg einzuschlagen.

Vorhaben ist kaum im Sinne der Kinder

Von kurzen Wegen kann hier aber nicht mehr gesprochen werden. Dieses Vorhaben ist kaum im Sinne der Kinder, der Eltern, der Lehrkräfte und der jetzigen Schulleitung. Die Volksschule des Kantons St.Gallen ist für die Basis des schulischen Lernens zuständig. Das Erwerben dieser Grundlagen hat Priorität. Die Schaffung zusätzlicher Stellen, die wenig mit dem eigentlichen Auftrag der Volksschule zu tun haben, sollte dabei möglichst vermieden werden. Sollten die Stimmberechtigten den Antrag des Gemeinderates gutheissen und den Nachtrag zur Gemeindeordnung durchwinken, wäre dies allerdings noch nicht gleichbedeutend mit der Schaffung einer Geschäftsleitung.

Es ist davon auszugehen, dass bei einem allfälligen Ja das Referendum gegen die danach ausgearbeitete Schulordnung ergriffen wird. Ein Nein an der ausserordentlichen Bürgerversammlung am 23. August wäre der schnellere Weg. Und der bessere. Denn: Die Idee, die hinter den Plänen des Gemeinderats steckt, ist falsch.

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