Mit der Kutsche in den Ruhestand: Ganterschwiler Lehrer wird verabschiedet

Der beliebte Ganterschwiler Lehrer Hugo Suter wurde am Freitag in die Pension verabschiedet.

Peter Jenni
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Hugo und Sylvia Suter sowie Jenni Meier auf der Kutschenfahrt durchs Dorf.

Hugo und Sylvia Suter sowie Jenni Meier auf der Kutschenfahrt durchs Dorf.

Bild: Peter Jenni

41 Jahre unterrichtete Hugo Suter in Ganterschwil. Zuerst sieben Jahre im «Sonnenhof», ehe er an die Primarschule wechselte, wo er 34 Jahre als beliebter Lehrer tätig war.

Wie beliebt er war, zeigte sich am letzten Freitag eindrücklich, als er von den Lehrkräften sowie allen Schülerinnen und Schülern in den Ruhestand verabschiedet wurde. Um 10 Uhr fuhr Jenni Meier mit einem Zweispänner zuhause bei Suter vor, um ihn und seine Frau Sylvia zu einer Kutschenfahrt ums Dorf abzuholen, die voller Emotionen werden sollte.

Fünf Klassen stellten auf der Fahrt Rätsel

Für den Empfang bereit war auch eine Schulklasse, die von einer Lehrerin auf der Gitarre begleitet ein Lied vortrug. Eine Schülerin liess es sich nicht nehmen, mit der Flöte ein Solo vorzutragen. Auf der Fahrt erwarteten Hugo Suter weitere fünf Klassen, die ihn mit drei Rätseln, einer Schatzsuche und eines Geschicklichkeitsparcours konfrontierten. Bei einem Buchstabenrätsel hiess die Lösung zum Beispiel «Cervelat und Brot». Diese Lieblingsverpflegung hatte der Lehrer bei Schulreisen oder Tätigkeiten im Freien stets dabei.

Bei der Anfahrt der Kutsche zum Schulhausplatz gingen die Emotionen bei Hugo Suter hoch. Dort bildeten die Schüler einen riesigen Halbkreis und empfingen ihn mit dem Lied «Ufem Stoos ob Schwyz», wozu er eine Anekdote erzählen kann: «Als wir das Lied einübten, sagte ich zu den Schülern, jetzt haben wir die neue Nationalhymne gelernt». Einer, ausgerechnet der Sohn einer Lehrperson, habe dies zu Hause mit Freude erzählt, was wohl mit Schmunzeln aufgenommen worden sein dürfte.

Zeit für Haushalt, Grosskinder und Freunde

Einige Schulratsmitglieder mit Präsidentin Le Bich Näf waren ebenfalls zugegen. Dazu gesellte sich das Handorgelduo Toni Diggelmann/Marina Bossi sowie vier Sänger des ehemaligen Plauschchörlis, zu dem auch Hugo Suter gehört hatte. Klar, dass zu fünft ebenfalls ein Lied vorgetragen wurde. Schulleiterin Barbara Jäger hiess alle Anwesenden willkommen und würdigte die Verdienste des scheidenden Lehrers, wobei auf ihn auch Geschenke warteten. Zum Zmittag gab es schliesslich Hamburger für alle.

Ständchen des ehemaligen Plauschchörli, dem auch Hugo Suter (Zweiter von rechts) angehörte.

Ständchen des ehemaligen Plauschchörli, dem auch Hugo Suter (Zweiter von rechts) angehörte.

Bild: Peter Jenni

Auf die Frage, was ihn jetzt erwarte, antwortete Hugo Suter: «Da meine Frau noch arbeitet, werde ich den Hauptteil des Haushalts übernehmen und mehr Zeit mit unseren vier Grosskindern verbringen. Wichtig ist mir ebenfalls, Musik zu machen, und vermehrt wieder Kontakte mit Freunden zu pflegen.»