Mit Abstand auf der Liegewiese und in den Becken: In die Badi Wattwil kehrt am Samstag Leben ein

Die Bademeister und das Team vom Bistro in der Badi sowie in der Minigolf-Anlage sind bereit für den Saisonstart am 6. Juni. Auch andere Freibäder begrüssen ab Samstag ihre Gäste.

Sabine Camedda
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Roger Wichser (vorne links) und sein «Thurbeck»-Team bewirten ab morgen Samstag Gäste in der Badi Wattwil und in der daneben liegenden Minigolf-Anlage.

Roger Wichser (vorne links) und sein «Thurbeck»-Team bewirten ab morgen Samstag Gäste in der Badi Wattwil und in der daneben liegenden Minigolf-Anlage.

Bild: Sabine Camedda

Der Wetterumschwung kam zur falschen Zeit. Morgen Samstag treten in der Schweiz weitere Lockerungen der Coronabeschränkungen in Kraft. Als eine Folge davon öffnen in der Region die meisten Schwimmbäder wieder. Auch in Wattwil geht die Saison 2020 los. «Wir mussten ein entsprechendes Hygienekonzept erarbeiten, das nun umgesetzt wird», sagt Alex Hollenstein, Geschäftsleiter der Thurwerke AG.

Dafür habe er sich mit den Verantwortlichen der Schwimmbäder in der Region abgesprochen. Es könne nicht sein, dass in den verschiedenen Bädern in der Nähe unterschiedliche Massnahmen umgesetzt würden. «Das würde unsere Badegäste nur verwirren.»

Maximale Besucherzahl im Wasser und auf der Liegewiese

Die wichtigste Grundregel gilt auch für die Badi Wattwil: Abstand halten. Aus diesem Grund ist eine maximale Besucherzahl von 550 Personen festgesetzt. Alex Hollenstein weiss, dass an manchen Tagen über 1000 Eintritte verzeichnet werden. Aber:

«Wir gehen davon aus, dass die Gäste gestaffelt in die Badi kommen und nicht alle den ganzen Tag bleiben.»

Die Kontrolle funktioniert elektronisch: Wenn die Ampel auf Grün steht, darf man in die Badi. Auch für die Becken ist eine maximale Besucherzahl festgelegt. Diese werde von der Badeaufsicht kontrolliert. «Wir haben uns zudem entschieden, den Sprungturm und die Rutschbahn im Moment noch geschlossen zu halten», sagt Alex Hollenstein.

Mehr Regionales und ein Menü im Bistro

Ein anderes Hygienekonzept, nämlich jenes der Gastronomie, gilt für das Badi-Bistro. Dieses können nicht nur Gäste der Badi besuchen, auch Spaziergänger und Mitarbeiter der umliegenden Betriebe sind herzlich willkommen. Geführt wird das Bistro in diesem Jahr vom Wattwiler «Thurbeck».

«Wir setzen auf Regionales», fasst Inhaber Roger Wichser sein Angebot zusammen. Dieses besteht nicht nur aus Burgern, Fitnesstellern und Pommes frites. «Wenn die Badi offen ist, bieten wir ein Mittagsmenu an», sagt Wichser weiter.

Der Gluscht nach Süssem kann mit Stengelglacé von Emmi oder mit Kugeln von der Swiss Cheese Factory gestillt werden. Dazu gibt es die typischen Snacks, die in keinem Badi-Kiosk fehlen dürfen. Jeweils ab 7.30 Uhr sind auch die Frühschwimmer willkommen, die nach ihrem Schwumm Kaffee und Gipfeli geniessen können.

Roger Wichser und sein Team bewirten ebenfalls die Gäste der Minigolf-Anlage. Diese können Speisen von einer kleinen Karte wählen. Wenn Vereine oder grössere Gruppen eine Runde Minigolf spielen und danach etwas essen, bewirte er sie gerne auch im Bistro der Badi, sagt Roger Wichser.

Eintrittspreise bei der Badi bleiben dieselben

Beim Minigolf seien die Öffnungszeiten in diesem Sommer reduziert, sagt Alex Hollenstein. Die Anlage ist während der Woche jeweils ab 17 Uhr offen, an den Wochenenden und in den Schulferien ab 13.30 Uhr. Die Öffnungszeiten der Badi seien gleich wie im Vorjahr, sagt Alex Hollenstein weiter. Man habe entschieden, auch die Eintrittspreise gleich zu halten.

Die Einschränkungen für die Besucher seien nicht sehr gross und für die Bademeister gebe es einen höheren Aufwand, begründet er. Saisonkarten sind noch keine verkauft worden. Damit starte man jetzt, wenn auch die Badi öffne. Fehlt nur noch, dass Petrus ein Einsehen hat und wieder für sonniges und warmes Wetter sorgt, das zum Besuch der Badi einlädt.

Informationen zu den Öffnungszeiten sind im Internet unter www.badi-wattwil.ch zu finden.

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