Michael Götte zu Gast bei der SVP Toggenburg: «Stefan Kölliker braucht Unterstützung»

Michael Götte war einer der Gäste am traditionellen Fondueabend der SVP Toggenburg Kreispartei. Neben ihm standen die Kantonsratskandidaten im Zentrum des Interesses.

Urs Nobel
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Michael Götte (links) und Mirco Gerig besprechen eine der beiden Kantonsratslisten aus dem Toggenburg.

Michael Götte (links) und Mirco Gerig besprechen eine der beiden Kantonsratslisten aus dem Toggenburg.

Bild: Urs Nobel

Die SVP Kreispartei Toggenburg veranstaltete am Freitag im Hotel/Restaurant Rössli in Tufertswil ihre Neujahrsbegrüssung. Dabei waren der «harte Parteikern», drei bisherige Kantonsräte sowie neun neue Kandidaten. Als Ehrengast durften die Anwesenden Michael Götte begrüssen, der sich auf Werbetour befindet, um am 8. März neben Stefan Kölliker als zweiter SVP-Vertreter in den Regierungsrat einzuziehen.

Michael Götte machte gleich klar, dass man seitens der SVP keineswegs mit Stefan Kölliker unzufrieden sei. «Im Gegenteil, er leistet im Regierungsrat sehr gute Arbeit. Sie wird nur manchmal zu wenig wahrgenommen. Und er ist vielfach alleine.» Götte zeigte sich überzeugt davon, dass die SVP als wählerstärkste Partei im Kanton unbedingt einen zweiten Sitz beanspruchen müsse. Er will alles dazu tun, um Anfang März gewählt zu werden.

«Jedenfalls habe ich mich Zuhause praktisch bis zu jenem Zeitpunkt abgemeldet.»

Am Freitagabend besuchte er zuerst eine Veranstaltung in Uzwil, um hernach nach Tufertswil zu kommen und gleich im Anschluss ins Rheintal weiterreisen wollte. Götte auf seiner Werbetour: «Das Toggenburg ist sowohl städtisch wie auch ländlich. Diesbezüglich verstehe ich mich als Brückenbauer.»

Die heisse Phase hat bereits begonnen

Mit einem Blick zurück auf das vergangene Jahr sowie Gedanken über das neue, eröffnete Bezirksparteipräsident Mirco Gerig einen unterhaltsamen Abend, der geprägt war von einem gemeinsamen Fondueessen und der Vorstellung der anwesenden Kantonsratskandidaten.

Gerne erinnerte sich Gerig an den Wahlauftakt in einem vollen Festzelt mit Hauptreferent alt Bundesrat Christoph Blocher. Oder an das Wahlkampffest auf der Alp Gamplüt, die Parteiauftritte an den Jahrmärkten in Ebnat-Kappel und Mosnang sowie den «Bsuch bim Gwerb» in Lütisburg. Ausblickend auf die Zukunft betonte der Bezirksparteipräsident, dass die heisse Phase hinsichtlich der Kantonsratswahlen bereits begonnen habe.

Für die Belange des Kantons und insbesondere für Toggenburg sind 22 Parteimitglieder ins Rennen gestiegen. Die vier Bisherigen treten wiederum an, die Hoffnung auf einen fünften Sitz aus dem Tal sind gross. «Jetzt gilt es einfach, im Frühjahr an die Urne zu gehen und nicht nur zu wählen, sondern viele weitere Personen aus dem persönlichen Umfeld ebenfalls dafür zu mobilisieren.

Spannende Voten und verschiedene Themen

Zehn von 22 Kantonsratskandidaten waren im Rössli in Tufertswil anwesend und nützten die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen und ihre Schwerpunkte, für welche sie einstehen, darzulegen. Verschiedene Themen kamen dabei aufs Tapet. Sinnvolle und nicht immer nur mehr Gesetze, nicht weiter unnötig Steuergelder verschwenden, Notwendigkeit der Berufsbegleitenden Bildung und Weiterbildung, gute Infrastruktur für das einheimische Gewerbe schaffen, lernen zu verzichten.

Der Toggenburger Kultur Sorge tragen, ein strengeres Einbürgerungssystem schaffen, nicht immer nur weitere Beamten einstellen und Sorge zur Landwirtschaft und der Umwelt tragen, dies nur einige Statements der Kandidaten. Der Neckertaler Daniel Wisler war der einzige Kandidat, der das Wort Klimawandel in den Mund nahm und dazu meinte, dass dies auch eine Chance sein müsse, darüber nachzudenken und entsprechend zu handeln.

Ein Spital und kein Pflegeheim

Handeln und dabei nicht nachgeben, will Ivan Louis, der sich erfolgreich mit dem Thema des Campus in Wattwil auseinandergesetzt hat und sich jetzt der Spitalproblematik zuwenden will. Was am Samstag in der Zeitung bestätigt wurde, kursierte am Freitag noch als Gerücht. Aus dem Spital Wattwil solle ein Pflegeheim werden. «Wir benötigen kein Pflegeheim, sondern eine gescheitere Spitalstrategie», zeigte sich Louis kämpferisch. Und er doppelte forsch nach: «Das Spital Wattwil erhalten und Wil schliessen.»