Mehr Schulraum für Toggenburger Schüler: Gemeinden investieren Millionen – eine Übersicht 

Viele Gemeinden stossen wegen strikterer Auflagen und neuen Unterrichtsformen mit ihrem vorhandenen Schulraum an ihre Grenzen. Mit umfassenden Bau- und Sanierungsmassnahmen sollen die Toggenburger Schulen fit für die Zukunft gemacht werden.

Urs M. Hemm
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In Ebnat-Kappel sind zurzeit die Umbau- und Erweiterungsarbeiten an der Schulanlage Wier im Gange. Im Jahr 2020 sollen die Gebäude bezugsbereit sein. (Bilder: Urs M. Hemm)

In Ebnat-Kappel sind zurzeit die Umbau- und Erweiterungsarbeiten an der Schulanlage Wier im Gange. Im Jahr 2020 sollen die Gebäude bezugsbereit sein. (Bilder: Urs M. Hemm)

In Wildhaus-Alt St. Johann wird zurzeit eine neues Primarschulhaus gebaut und in Ebnat-Kappel wird die Schulanlage Wier erweitert und Sanierungsarbeiten werden vorgenommen. Zahlreiche Sanierungs- oder Erweiterungsbauprojekte an Schulanlagen in verschiedenen anderen Gemeinden sind bereits beschlossen und warten auf ihre Durchführung oder werden geplant, diverse weitere Bauvorhaben wurden in den letzten Jahren realisiert − die Toggenburger Schullandschaft befindet sich im Wandel.

Durch die Fusion politischer Gemeinden zu Einheitsgemeinden, aber auch durch den Zusammenschluss von Schulgemeinden, wurden die Strukturen vereinfacht und Aussenschulen geschlossen, die nicht über die vom Kanton geforderte Mindestanzahl von Schülern verfügten. Um den Fortbestand der verbleibenden kleineren Schulhäuser zu gewährleisten, wurden Schülerinnen und Schüler umverteilt und werden seither teils mit Schulbussen zu ihren neuen Bildungsstätten gefahren.
Auf dem Niveau der Oberstufe arbeiten Gemeinden bereits seit längerem zusammen und beschulen ihre Jugendlichen an gemeinsamen Oberstufenzentren.

Ungeachtet aller Vereinigungen bestehen in allen zwölf Toggenburger Gemeinden jedoch noch immer über 90 Kindergärten, Primar- und Oberstufenschulhäuser sowie Turn- und Mehrzweckhallen − eine gewaltige Infrastruktur, die unterhalten und bei Bedarf saniert werden muss. Zudem müssen die Verantwortlichen auf sich ändernde Anforderungen im Bildungsbereich sowie auf die Entwicklung der Schülerzahlen, respektive der Anzahl Klassen reagieren. Da die Vorgaben des Kantons bezüglich Klassengrössen und Unterrichtsform, beispielsweise bezüglich Gruppenarbeiten, wenig Spielraum lassen, führt der Weg oft nicht an Sanierungen oder Schulraumerweiterungen vorbei.


Grossbaustellen in Wildhaus und Ebnat-Kappel

Ebnat-Kappel

In Ebnat-Kappel laufen zurzeit die Bauarbeiten zur Erweiterung und Instandsetzung der Schulanlage Wier. Die Kosten für dieses Projekt sind auf 20,5 Millionen Franken veranschlagt. In den Unterlagen zur Abstimmung schrieb Gemeindepräsident Christian Spoerlé: «Ich bin der festen Überzeugung, dass es in Ebnat-Kappel auch in ferner Zukunft eine Oberstufenschule geben wird.» Sie werde sich verändern und müsse sich auch verändern können. Deshalb brauche es solide, in sich flexible Strukturen. «Der Teilneubau des Oberstufenschulhauses und der Neubau der Doppelturnhalle wird sich langfristig rechnen», betonte Christian Spoerlé. Grund- und Ausgangslage für das Bauprojekt waren einerseits der dringende Ersatz für bestehende Liegenschaften, insbesondere für die Schulhäuser Speer auf dem Schafbüchelareal und Wier 1 sowie für die alte Turnhalle Schafbüchel, die Turnhalle Wier und für den Schwingkeller Wier. Andererseits fehle es der Gemeinde nach der Schliessung des Hotels Kapplerhof an Räumen für grössere Anlässe, wie etwa die Bürgerversammlung. Als dritten Grund nannte Spoerlé die positiven Prognosen, die einen Anstieg der Schülerzahlen erwarten lassen. Mit der Fertigstellung der Bauten wird Mitte 2020 gerechnet.


Wildhaus

Auch in Wildhaus-Alt St. Johann sind derzeit die Bagger zugange. Dort konnten nach der Verlagerung der Oberstufe im Schuljahr 2009/2010 die Klassen dreier Primarschulhäuser am ehemaligen Sekundarschulstandort Lisighaus vereinigt werden, was organisatorische Vereinfachungen mit sich brachte. Allerdings waren von Beginn an die Platzverhältnisse knapp, ist doch die Grösse der Klassenzimmer um 25 Prozent kleiner bemessen, als es die Norm heute verlangt. Gemeindepräsident Rolf Züllig führte zudem in den Abstimmungsunterlagen aus, dass «aufgrund steigender Geburtenzahlen und neuer Schulformen der Raumbedarf heute markant grösser ist». Weil die bestehenden Schulgebäude auch mit einer umfassenden Renovation den nötigen Raumbedarf nicht abdecken könnten, habe sich der Gemeinderat für einen Ersatzneubau entschieden. Insgesamt sollen sich die Kosten auf 5,8 Millionen Franken belaufen, als voraussichtlicher Bezugstermin wird der Juli dieses Jahres genannt.


Der Bedarf an Schulraum ist in der Bevölkerung unbestritten

Lütisburg

In Planung und von den Bürgerversammlungen bereits bestätigt sind eine ganze Reihe von Bauprojekten. Zu den meisten Diskussionen im Vorfeld führte die Abstimmung zur Erweiterung des Schulhauses Neudorf und zum Neubau einer Mehrzweckhalle in Lütisburg. Während der Erweiterungsbau des Schulhauses für 4,5 Millionen Franken mit 57 Prozent der Stimmen bewilligt wurde, verwarfen 55 Prozent der Bürgerschaft den Neubau der Mehrzweckhalle. Josef Rütsche, damals Schulratspräsident der Primarschulgemeinde Lütisburg, sagte nach der Abstimmung: «Letztlich war die Halle für 8,5 Millionen Franken den Bürgern wohl zu teuer. Offenbar war der Wille, sich solidarisch zu zeigen, wenn man nicht zu den grössten Profiteuren gehört, zu klein.» Da der Bedarf für einen Ersatzneubau der Mehrzweckhalle aber unbestritten ist, soll nun ein neues Projekt ausgearbeitet werden.

Beim Schulhausneubau kann jedoch wie geplant diesen Sommer der Spatenstich erfolgen. Die Notwendigkeit für einen Neubau begründete der Schulrat einerseits mit den seit dem Jahr 2011 stetig steigenden Schülerzahlen, welche mit einer zusätzlichen Klasse ab Sommer 2020 ein zusätzliches Provisorium − neben dem bereits heute bestehenden Pavillon − erfordern würde. Andererseits reichen auch in Lütisburg die momentanen Raumverhältnisse nicht aus, um «den neuen Unterrichtsformen mit der zunehmenden Individualisierung, den Differenzierungen, der Werkstattarbeit und anderem mehr, welche zusätzlichen und flexiblen Raum verlangen» gerecht zu werden, wie es im Projektbeschrieb heisst. Darüber hinaus benötige auch die integrative Beschulung von Kindern, die früher Sonderschulen besucht hätten, mehr Raum für Therapien und Sondersettings. Zuletzt soll mit dem Neubau die Integration des Kindergartens Oberdorf ermöglicht werden. Denn beim Schulhaus Oberdorf würden in fünf bis zehn Jahren umfangreiche Sanierungsarbeiten anstehen, welche so eingespart würden. Die dadurch anfallenden Mehrkosten sollen durch den Verkauf des Schulhauses Oberdorf gedeckt werden. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten wird im Juli 2020 gerechnet.

Geplante, sich im Bau befindliche und realisierte Bauprojekte an Schulanlagen

Die Gemeinden im Toggenburg investieren Millionen von Franken, um im Schulbereich den pädagogischen und räumlichen Anforderungen gerecht zu werden.
Gemeinde Projekt Status
Wildhaus Neubau der Primarschule Lisighaus im Gange
Alt St.Johann - -
Nesslau Erweiterung Oberstufenzentrum Büelen realisiert
Ebnat-Kappel Erweiterung und Sanierung Schulanlage Wier im Gange
Wattwil Erweiterung und Sanierung Schulanlage Risi geplant und bewilligt
Krinau - -
Lichtensteig - -
Bütschwil Neubau Primarschule geplant
Ganterschwil - -
Mosnang - -
Libingen Sanierung oder Neubau Primarschule geplant
Mühlrüti Erweiterung oder Neubau Primarschule geplant
Lütisburg Erweitungsbau Primarschule geplant und bewilligt
Kirchberg - -
Bazenheid Erweiterung Oberstufenschulhaus geplant und bewilligt
Neubau Primarschulhaus geplant und bewilligt
Oberhelfenschwil - -
Mogelsberg Erweiterung Primarschule realisiert
Brunnadern Sanierung und Erweiterung Primarschule realisiert
Hemberg Sanierung Primarschule Dreiggli realisiert
Sanierung Primarschule Bächli im Gange
Neubau Mehrzweckhalle geplant und bewilligt
St.Peterzell Sanierung Schulhäuser realisiert
Sanierung Mehrzweckhalle geplant und bewilligt

Wattwil

Diesen Februar erst hatten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Schulgemeinde Wattwil-Krinau über die Sanierung und räumliche Anpassung der Schulanlage Risi zu befinden. Sie stimmten dem 10,8-Millionen-Franken-Projekt mit überwältigenden 85 Prozent zu. Mit dem vorliegenden Projekt ist der Schulrat überzeugt, dass die beiden Gebäudetrakte der Schulanlage Risi die gesetzlich vorgeschriebenen räumlichen Bedürfnisse der kommenden Jahre abdecken und diese eine strukturelle wie pädagogische Entwicklung der Schule zulassen. Die Planung sei so angelegt, dass sie die gewachsenen Strukturen der Schulgemeinde erhält und verbessert, die zukünftige Entwicklung der gesamten Schulgemeinde zulässt und insgesamt den Volksschulstandort Wattwil stärkt. «Der Zeitpunkt für diese Investition ist auch aus finanzstrategischen Gründen optimal», sagte Schulratspräsident Norbert Stieger. «Weil zum geplanten Abschreibungsbeginn dieser Massnahme die Sanierung der Schulanlage Wis praktisch vollständig amortisiert sein wird, ändert sich gegenüber der Rechnung 2018 nichts», erläuterte er vor der Abstimmung. Zu Beginn der Sommerferien 2020 soll mit den Arbeiten begonnen werden, der Bezugstermin ist auf nach den Winterferien 2021 vorgesehen.

Kirchberg

In der Schulgemeinde Kirchberg stehen gleich mehrere Projekte an. Zum einen sind es in Bazenheid die Erweiterung des Oberstufenschulhauses Flurstrasse für 7 Millionen Franken sowie der Neubau des Primarschulhauses Neugasse für 9,8 Millionen Franken. Die Erweiterung des Primarschulhauses Sonnenhof in Kirchberg sowie der Neubau einer Mehrzweckhalle wurden vorläufig zurückgestellt, weil sich die Gemeinde nicht alle vier Projekte gleichzeitig leisten könne. Zunächst verlangte eine Bürgerpetition zwar, alle vier Projekte gleichzeitig zu realisieren, vor allem um die niedrigen Zinsen auf Kredite auszunutzen. Eine von der Gemeinde in Auftrag gegebene Bevölkerungsumfrage durch das Meinungsforschungsinstitut gfs.bern hatte jedoch ergeben, das 73 Prozent der Befragten mit der geplanten Etappierung einverstanden sind.

Dass Bazenheid zuerst zum Zuge kommt, hat mit der Entwicklung der Schülerzahlen zu tun. Während in Kirchberg gemäss Prognose für die kommenden Jahre die Schülerzahlen in etwa konstant bleiben, wird in Bazenheid mit einer erheblichen Zunahme gerechnet. An einer Informationsveranstaltung im Jahr 2017 sagte Schulratspräsident Orlando Simeon dazu: «Aktuell werden in Bazenheid 33 Klassen auf rund 6600 Quadratmetern beschult. Berechnungen gehen davon aus, dass es im Schuljahr 2024/2025 48 Klassen sind, welche 9600 Quadratmeter benötigen.» Mit der Schulraumerweiterung soll jedoch nicht zu lange zugewartet werden, denn auch dort sind die Platzverhältnisse beengt und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Mit der Fertigstellung der Bauten in Bazenheid wird im Sommer 2020 gerechnet, in Kirchberg sollten die Bauten 2022/2023 bezugsbereit sein.


Neu bauen ist langfristig meist günstiger als sanieren

Bütschwil

Mit Platzproblemen hat auch die Primarschulgemeinde Bütschwil-Ganterschwil zu kämpfen. Während Ganterschwil zurzeit noch über ausreichend Kapazitäten verfüge, werde die Situation in Bütschwil langsam eng, wie Schulratspräsidentin Le Bich Näf-Ha im Sommer 2018 ausführte. «Bereits jetzt werden Kindergärtler täglich nach Ganterschwil gefahren und das Oberstufenschulhaus Bugalu bietet Gastrecht für den Handarbeitsunterricht», sagte sie. Um den Anforderungen an die Räume − beispielsweise die Nutzung als Gruppenräume − gerecht zu werden, könne das Schulhaus Dorf mit vergleichsweise kleinen Eingriffen umgebaut werden. Bezüglich des Platzproblems schlagen Schul- und Gemeinderat gemeinsam vor, auf dem Grundstück gleich gegenüber der bestehenden Schule, wo sich heute ein Parkplatz und eine Wiese befinden, einen Neubau für vier Klassen zu erstellen.

Um ein detailliertes Projekt ausarbeiten zu können − es wird mit Kosten zwischen 4 und 4,5 Millionen Franken gerechnet − wurde ein Projektierungskredit von 280 000 Franken beantragt, welchen die Bürgerschaft grossmehrheitlich guthiess. Verläuft alles planmässig, sollte der Neubau auf das Schuljahr 2021/2022 bezugsbereit sein.

Mosnang

In der Schulgemeinde Mosnang stehen gleich zwei Projekte zur Diskussion. Zum einen zeichnen sich in den Schulhäusern Libingen und Mühlrüti wegen steigender Einwohnerzahlen Platzprobleme ab. Zum anderen ist die Substanz des Schulhauses in Libingen sanierungsbedürftig. An Informationsveranstaltungen in den jeweiligen Dörfern wurden im vergangenen Herbst je zwei Varianten vorgestellt: die Sanierung der bestehenden Gebäude oder ein Neubau (Libingen), beziehungsweise ein An- oder Ersatzbau für den bestehenden Seitentrakt (Mühlrüti). Die Sanierung der Schule Libingen wird mit rund 1,6 Millionen Franken veranschlagt. Der beauftragte Architekt Florian Schällibaum gab aber zu bedenken: «Bei einer Sanierung kommen nach einer gewissen Zeit wieder neue Mängel zum Vorschein.» Zudem könne bei einem Neubau Schulraum und Mehrzweckgebäude näher zusammengebracht werden, so dass dieses auch genutzt werden könne. Ein Neubau würde rund 3 Millionen Franken kosten. Die Variante Anbau in Mühlrüti wird mit rund 1,7 Millionen veranschlagt, der Ersatzbau würde etwa 2,5 Millionen Franken kosten. «Je nach den Rückmeldungen aus der Bevölkerung werden wir pro Standort nur eine Projektvariante − Sanierung oder Neubau − detailliert ausarbeiten», sagte Schulratspräsident Max Gmür. Voraussichtlich im Mai dieses Jahres soll die Bevölkerung über die beiden Projekte an der Urne befinden können.

St.Peterzell

In St.Peterzell ist zurzeit die Sanierung der Mehrzweckhallen in Planung. Neben den technischen Installationen müssen unter anderem die Fassade, die Fenster und der gesamte Eingangsbereich erneuert werden. Zudem muss das Flachdach des Technikraumes komplett saniert werden, weil dort Wasser eintritt, das bis in die Garderoben dringt und von der Decke tropft. «Mit den Sanierungen und Umbauten gewinnen wir einerseits Raum, insbesondere durch den Rückbau des Lichthofs. Andererseits können wir durch den Ersatz der Fenster und durch die Reduzierung der grossen Glasflächen enorme Einsparungen beim Energieverbrauch erzielen», sagt Werner Raschle, Schulratspräsident der Schule Oberes Neckertal. Da die Mehrzweckhalle auch für Anlässe der Gemeinde gebraucht wird, wird diese 32 Prozent der Kosten, die sich insgesamt auf 2,6 Millionen Franken belaufen, tragen. Die Schulbürger- wie auch die Bürgerversammlung haben im März den Kredit gewährt.

Hemberg

Auch in Hemberg wird ein Ersatzbau für die Mehrzweckhalle diskutiert. Nachdem der erste Projektvorschlag die Finanzen der Gemeinde überstiegen hätte und durch Einsprachen blockiert worden war, ist ein redimensioniertes Projekt zurzeit in Planung.


Gebäude im Neckertal bald alle auf dem neuesten Stand

Hemberg

Bereits seit mehreren Jahren werden in Hemberg zudem die Sanierungskonzepte Dreieggli und Bächli − die zwei Primarschulhäuser − verfolgt. Die Sanierung des «Dreieggli» ist mittlerweile abgeschlossen. Im Schulhaus Bächli hingegen sind die Sanierungsarbeiten noch im Gange. So wurden im vergangenen Jahr unter anderem die sanitären Anlagen und zwei Schulzimmer samt Gruppenräumen für 105'000 Franken saniert. Für dieses Jahr sind die Erneuerung der Bodenbeläge, der Beleuchtung und der Wandanstriche geplant. Die Schulbürgerschaft bewilligte erst kürzlich die dafür vorgesehenen 55'000 Franken in der Investitionsrechnung.

Mogelsberg und Brunnadern

In Mogelsberg wurde im Jahr 2014 im Schulhaus Russen für 200 000 Franken ein Anbau realisiert, der Raum für ein zusätzliches Schulzimmer bietet. Ebenfalls in den Bereich der Schule Neckertal fiel im Jahr 2016 der Um- und Neubau des Primarschulhauses Haselacker in Brunnadern. Im Zuge dieser Arbeiten wurden mehrere Klassenzimmer sowie kleinere und grössere Gruppenräume und Therapiezimmer erstellt. Daneben wurden auch die bestehenden Gebäudeteile behindertengerecht erschlossen und energetisch saniert. Auf dem Dach wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 3,2 Millionen Franken.

Das Primarschulhaus Haselacker in Brunnadern: Im Jahr 2016 wurde hier ein Neubau realisiert und umfangreiche Sanierungsarbeiten − insbesondere im energetischen Bereich − durchgeführt. (Bild: Urs M. Hemm)

Das Primarschulhaus Haselacker in Brunnadern: Im Jahr 2016 wurde hier ein Neubau realisiert und umfangreiche Sanierungsarbeiten − insbesondere im energetischen Bereich − durchgeführt. (Bild: Urs M. Hemm)

St.Peterzell

Die Sanierung der Mehrzweckhalle in St. Peterzell ist nur die letzte in einer Reihe von Sanierung, die in den vergangenen Jahren an diesem Schulstandort vorgenommen wurden. Bereits im Jahr 2016 wurde das Schulhaus Baumgarten für 3,3 Millionen Franken saniert. Neben baulichen Mängeln, insbesondere im Bereich Isolierung, mussten Asbest belastete Materialien ersetzt und die Fassade sowie das Dach erneuert werden. Gleichzeitig mit der Sanierung des Dachs wurde der Estrich erweitert und zu einem Schulzimmer und einem Sitzungszimmer ausgebaut. Auch hier wurde auf dem Dach eine Photovoltaikanlage gebaut. Im vergangenen Jahr schliesslich wurde die Sanierung des zum Schulhaus Baumgarten benachbarten Schulhauses Dorf in Angriff genommen. Mit der Erneuerung von Dach, Fenstern und Fassaden handelt es sich hierbei grösstenteils um eine energetische Sanierung. Neu werden jedoch ein Lift und ein Unterstand gebaut. Kosten: 1,7 Millionen Franken.

Nesslau

In Nesslau wurden im Jahr 2017 im Oberstufenzentrum Büelen eine Lernwerkstatt sowie Gruppenräume gebaut. «Dies wurde nötig», führte Schulratspräsident Hansjörg Huser damals aus, «weil immer mehr Projektarbeiten mit den Schülern durchgeführt werden. Diese Unterrichtsform beansprucht mehr Platz als der herkömmliche Frontalunterricht.» Das Bauvorhaben kostete insgesamt 1,2 Millionen Franken.