Interview

Martin Senn, OK-Präsident des St.Galler Kantonalen Schwingfestes von Wil, das neu 2022 stattfindet: «Verschiebung von Kaltbrunn ist nachvollziehbar»

Der Wiler OK-Präsident erklärt was die Verschiebung für die organisierenden Vereine, Schwingclub Wil und Stadtturnverein Wil, bedeutet.

Beat Lanzendorfer
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Es dürfte noch eine Weile dauern, bis die Schwingfans wieder an ein Schwingfest pilgern können.

Es dürfte noch eine Weile dauern, bis die Schwingfans wieder an ein Schwingfest pilgern können. 

Bild: Hildegard Bickel

Haben Sie mit der Absage des St.Galler Kantonalen von Ende Mai in Kaltbrunn gerechnet?

Martin Senn: Ja, wir alle mussten damit rechnen, weil bisher alle Schwingfeste, die im April oder Mai geplant waren, abgesagt wurden. Es wäre auch nichts Gescheites geworden, denn die Schwinger haben Trainingsverbot und wären schlecht vorbereitet in den Ring gestiegen. Der Entscheid ist absolut nachvollziehbar.

Was bedeutet es für Sie, wenn Sie das St.Galler Kantonale in Wil nun erst im Jahr 2022 organisieren müssen?

Martin Senn

Martin Senn

Bild: Beat Lanzendorfer

Wir haben ein Jahr mehr Zeit für die Vorarbeiten. Es könnte aber auch schwieriger bei der Suche nach Sponsoren werden, denn zurzeit ist es sicher nicht angebracht, bei möglichen Geldgebern anzuklopfen.

Wurde bereits viel Vorarbeit geleistet, die jetzt hinfällig wird?

Wir haben mögliche Sponsoren bereits kontaktiert. Diese werden wir erneut angehen und sie auf die Verschiebung aufmerksam machen. Ich hoffe, ein grosser Teil wird uns auch ein Jahr später unterstützen. Dann haben wir schon ein Logo kreiert und Briefpapier drucken lassen – das lässt sich aber mit wenig Aufwand beheben. Ein wirklicher Schaden ist uns noch nicht entstanden.

Wird das bisherige Organisationskomitee zusammenbleiben?

Stand jetzt gehe ich davon aus, dass auch ein Jahr später alle mit an Bord sind.

Das Sonnenhof-Areal, auf dem das Schwingfest stattfindet, steht auch 2022 zur Verfügung?

Ja, es gehört dem Stadtturnverein Wil und ich habe bereits die Zusage für 2022 erhalten. Nun gilt es, mit den übrigen Landbesitzern das Gespräch zu suchen. Hauptsächlich geht es hierbei um Land, das den Besucherinnen und Besuchern als Parkplatz zur Verfügung steht. In bin zuversichtlich, dass es gut kommt. (bl)